Björn Sörensen gibt weiterhin die Richtung für den SV Todesfelde vor: Der Vertrag wurde um zwei Jahre verlängert. © Olaf Wegerich
Wochenlang brodelte die Gerüchteküche im schleswig-holsteinischen Fußball: Würde Björn Sörensen den SV Todesfelde verlassen, um dem Ruf von Holstein Kiel zu folgen? Nun ist die Katze aus dem Sack, und die Nachricht sorgt im Joda-Sportpark für Jubel: Der 40-jährige Erfolgscoach hat seinen Vertrag beim Oberliga-Spitzenreiter um zwei weitere Jahre verlängert. Damit ist das vermeintliche Geheimnis um einen Wechsel zur U23 der „Störche“ endgültig vom Tisch.
Die „Spatzen“, die zuletzt einen Wechsel Sörensens nach Kiel herbeigeredet hatten, müssen sich korrigieren. Zwar lag dem Trainer ein konkretes Angebot seines Ex-Vereins vor, um dort die Nachfolge von Willi Weiße anzutreten, doch das Herz des Coaches schlägt weiterhin blau-gelb. Der erfolgreich beschrittene Weg in „Deathfield“ wird fortgesetzt.
Ein Signal der Stärke für Verein und Umfeld
Mit dieser Verlängerung setzt der SV Todesfelde ein klares Ausrufezeichen in einer der spannendsten Phasen der Vereinsgeschichte. Ob das Rennen um die Meisterschaft, der mögliche Aufstieg in die Regionalliga oder der Einzug in den DFB-Pokal – der Verein befindet sich in einer exzellenten sportlichen Lage.

Geschäftsführer Heiko Spiering machte aus seiner Begeisterung über den Verbleib seines Cheftrainers keinen Hehl: „Björn hat in seiner Zeit bei uns extrem viel bewegt und ist ein entscheidender Faktor für den Punkt, wo wir uns jetzt befinden. Dass wir den gemeinsamen Weg jetzt für zwei weitere Jahre festzurren konnten, ist ein richtig starkes Signal – nach innen und nach außen.“
Spiering betonte zudem, dass die Mannschaft exakt den attraktiven Fußball verkörpere, den man sich im Verein wünsche, und fügte verheißungsvoll an: „Ich bin überzeugt: Das Beste kommt erst noch.“
Sörensen: „Wir sind noch lange nicht am Ziel“
Seit seinem Amtsantritt hat Sörensen das Team sportlich entscheidend geprägt und ihm eine klare Struktur verliehen. Für den Coach selbst war das stimmige Gesamtpaket in Todesfelde ausschlaggebend für die Absage an andere Ambitionen. „Ich fühle mich beim SV Todesfelde total wohl. Die Zusammenarbeit im Verein, die Mannschaft und das Umfeld, das passt einfach“, erklärte Sörensen nach der Vertragsunterzeichnung. Trotz der bisherigen Erfolge sieht er die Entwicklung seiner Elf keineswegs am Ende: „Wir sind noch lange nicht am Ziel und wollen in dieser Saison sowie darüber hinaus noch einiges erreichen.“
Holstein Kiel muss weiter suchen
Während in Todesfelde nun Planungssicherheit herrscht, beginnt für Holstein Kiel die Suche nach einem neuen U23-Trainer von vorn. Der SV Todesfelde hingegen unterstreicht mit diesem Schritt seinen Anspruch, sich dauerhaft als sportliche Spitzenkraft im Land zu etablieren. Die kommenden Monate versprechen für den Verein nicht nur Spannung und Emotionen, sondern mit Sörensen an der Seitenlinie vielleicht sogar Einmaliges für den kleinen Dorfverein.
