Kreispokal: Raus mit Applaus – Todenbüttel 2:7 gegen Rotenhof

von Ismail Yesilyurt

Doppeltorschütze Fenn-Ole Zauter (Todenbüttel) wird von Christoph Ohm und Leon Rathmann (TUS Rotenhof) bedrängt © Tinka Dreyer Fotografie


Im Kreispokal Rendsburg-Eckernförde hat der TuS Rotenhof wie erwartet den Einzug ins Finale geschafft. Beim Verbandsliga-Aufsteiger SV GW Todenbüttel setzte sich der Flens-Oberligist am Mittwochabend nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit am Ende verdient mit 7:2 (1:1) durch. Im noch zu terminierenden Finale trifft der TUS Rotenhof auf den Sieger der Partie zwischen dem Osterbyer SV (Kreisklasse A) und dem Eckernförder SV (Landesliga), die am 21. April ausgetragen wird.

Johannes Kaak trifft zur frühen Führung

Bereits nach fünf Minuten ging der Oberligist in einer von beiden Seiten jederzeit fair geführten Partie in Führung: Cedric Nielsen legte nach einer Balleroberung quer auf Johannes Kaak, der zum 1:0 traf.

Holling scheitert an Sörensen

Die Gastgeber schüttelten sich kurz und wurden anschließend mutiger. Nach rund 25 Minuten bot sich die große Chance zum Ausgleich, als Lasse Holling nach guter Vorarbeit von Julian Lewin frei vor Torhüter Justin Sörensen auftauchte, jedoch scheiterte. „Wir haben versucht, mit langen Bällen gegen eine technisch sehr starke Mannschaft zu agieren“, erklärte Todenbüttels Trainer Eike Schneider.

Fenn-Ole Zauter gelegt – Pfeife bleibt stumm

Neben einigen gefährlichen Standardsituationen der Gastgeber gab es auch eine strittige Szene im Rotenhofer Strafraum: Nach einem Zweikampf verlor Fenn-Ole Zauter seinen Schuh, und Schneider hielt einen Elfmeterpfiff für durchaus vertretbar.

Tim-John Solterbeck (Todenbüttel) gegen Kenneth Traulsen (TUS Rotenhof) © Tinka Dreyer Fotografie
Tim-John Solterbeck (Todenbüttel) gegen Kenneth Traulsen (TUS Rotenhof) © Tinka Dreyer Fotografie

Zauter kann ausgleichen

Kurz vor der Pause scheiterte Oke Holling zunächst an Sörensen, doch im Anschluss an die folgende Ecke erzielte Fenn-Ole Zauter (43.) den viel umjubelten Ausgleich zum 1:1. „Der Ball kam genau dahin, wo er hin sollte. Wir haben in der Videoanalyse eine Schwachstelle bei Rotenhofs Standards erkannt“, freute sich Schneider und sprach von einem „gerechten Halbzeitstand“.

Rotenhof mit Doppelschlag

Nach der Pause erhöhte Rotenhof die Intensität. Nach einer unglücklichen Klärungsaktion von Leif Karstens traf Kenneth Traulsen (51.) aus spitzem Winkel zur erneuten Führung.

Elfer erzürnt Schneider

Für großen Unmut sorgte dann ein Foulelfmeter für die Gäste, den Mats Henke (58.) sicher zum 3:1 verwandelte. „Das ist kein Elfmeter. Diese Entscheidung passt nicht zur Linie des Schiedsrichters. In der ersten Halbzeit lässt er viel laufen, zeigt keine Karten, und nach der Pause ist es plötzlich ein ganz anderes Bild“, kritisierte Schneider deutlich.

Nielsen mit Doppelschlag

Mit einem Doppelschlag durch Cedric Nielen (64./66.) zum 5:1 sorgte Rotenhof schnell für klare Verhältnisse. Auf der anderen Seite vergaben Mike Reimers, Julian Lewin und Adam Kateh gute Möglichkeiten für Todenbüttel.

Zauter kann verkürzen

Trotz des deutlichen Rückstands gaben sich die Gastgeber nicht auf und verkürzten durch den zweiten Treffer von Fenn-Ole Zauter (68.) noch einmal auf 2:5.

Lasse Holling (Todenbüttel) scheitert an Torhüter Justin Sörensen (TUS Rotenhof) ©Tinka Dreyer Fotografie
Lasse Holling (Todenbüttel) scheitert an Torhüter Justin Sörensen (TUS Rotenhof) ©Tinka Dreyer Fotografie

Pioch und Lewin Traulsen machen alles klar

Am Ende zeigte sich der Oberligist jedoch deutlich effizienter und legte durch Jan Pioch (72.) und Lewin Traulsen (80.) zwei weitere Treffer zum standesgemäßen 7:2-Endstand nach.

Damit gelang Rotenhof, das erneut auf den erkrankten Felix Knuth verzichten musste, zumindest der erste Schritt zur Wiedergutmachung nach der deutlichen 1:9-Niederlage am vergangenen Wochenende bei Phönix Lübeck II. Der zweite Teil soll und muss im kommenden Heimspiel gegen die Kaltenkirchener TS folgen.

Stimmen zum Spiel

Eike Schneider (SV GW Todenbüttel):
„Wir wollten kompakt stehen und auf Umschaltmomente sowie Konter setzen. Wir waren gut vorbereitet. Der Elfmeter war dann unser Genickbruch. Danach sind wir hinten zu offen und kassieren noch vier weitere Gegentore. Wir hatten aber auch unsere Chancen. Das Ergebnis spiegelt unsere Leistung nicht wider.“

Henning Knuth (TuS Rotenhof):
„Wir haben uns vernünftig präsentiert und die Bedingungen angenommen, wie sie in einem Pokalhalbfinale gegen einen klassentieferen Gegner nun mal sind. Wir freuen uns über den Finaleinzug und ein weiteres Highlight zum Saisonende. Aber allen ist klar, dass das nur der erste Teil einer Reaktion war. Am Samstag müssen wir im Ligaalltag unbedingt nachlegen.“

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