Eugen Halili (li., Inter Türkspor Kiel) und Co zelebrierten Fußball auch in Heikendorf. © 2026 Ismail Yesilyurt
Nach dem furiosen 7:0 zum Auftakt gegen den TuS Nortorf schwimmt Inter Türkspor Kiel weiter auf der Erfolgswelle. Am 2. Spieltag bezwang der Oberligaabsteiger und Aufstiegsanwärter auch den Heikendorfer SV im Ostufer-Derby deutlich mit 6:0 (0:2). Von Beginn an übernahmen die Gäste im Sportpark Heikendorf vor 347 Zuschauern die Spielkontrolle.
Inter-Trainer Onur Cokgez zeigte sich nach der Partie angetan von der Leistung auf fremdem Geläuf: „Wichtig war für uns einfach auch mit dem Boden auch so klarzukommen. Du weißt ja, wie es ist, wenn man nur einen Kunstrasenplatz bei Inter hat. Aber der Rasen war halt in einem guten Zustand, aber trotzdem braucht man einen Moment halt einfach reinzukommen. Aber das haben wir relativ schnell und gut hinbekommen.“
Frühe Führung und kompakter Defensivauftritt
Die stark aufgestellten Gäste drängten den defensiv orientierten Gastgeber von Beginn an in die eigene Hälfte. Zwar versuchten die Heikendorfer mit langen und schnellen Bällen zu kontern, blieben dabei jedoch weitgehend ohne nennenswerte Chancen. Cokgez hob besonders die defensive Disziplin hervor: „Also sprich, auch gegen Heikendorf hatte unser Torhüter gar nichts zu tun. Deswegen muss ich sagen, hohes Lob auf jeden Fall für das ganze Team, für die defensive Arbeit, für das Verteidigen.“ Melih Cerrah brach in der 17. Minute den Bann und brachte Inter mit 1:0 in Führung, ehe Neuzugang Christopher Kramer kurz vor der Pause per erstem Saison-Treffer auf 2:0 erhöhte (44.).
Torhunger nach dem Seitenwechsel
Auch im zweiten Durchgang ließen die Kieler nicht nach und hielten das Tempo hoch. Kramer legte in der 56. Minute mit seinem zweiten Tor zum 3:0 nach. Cokgez lobte seinen Angreifer schmunzelnd: „Ich meinte letztes Mal auch schon im Interview: Wenn Kramer nicht gegen Nortorf getroffen hat, dann trifft er halt dieses Spiel zweimal. Hat er gemacht.“ In der Schlussphase schraubten Till Börner (73.), Sercan Yidirimer (79.) und Serkan Yidirimer (88.) das Ergebnis in die Höhe.
Heikendorf blickt nach vorn
Heikendorfs Trainer Mark Hungerecker räumte die Überlegenheit des Derbysiegers nach Abpfiff durch Schiedsrichter Simon Schmeling unumwunden ein: „Wir verlieren auch in der Höhe verdient das Derby gegen Inter Türkspor Kiel mit 0:6. Bestimmt auch ein Klassenunterschied gestern Abend zu erkennen gewesen.“

Beeindruckt neben der Klasse von Inter Türkspor Kiel zeigte sich Hungerecker auch über die Zuschauerresonanz und richtete den Blick bereits auf die kommenden Aufgaben: „Also wir hätten uns natürlich gerne bisschen besser verkauft zu Hause vor knapp dreihundertfünfzig Zuschauern, wieder überragend die Zuschauerzahl bei uns im Sportpark. Ja schade, wir hätten uns gerne ein bisschen besser verkauft, hätten Inter ein bisschen mehr ärgern wollen, haben es aber gestern Abend einfach nicht geschafft.“
Mit dem TSV Kronshagen (0:2) und Inter Türkspor Kiel hatten die Heikendorfer zwei der Top-Teams gleich zu Beginn der Saison. Ein schweres Auftaktprogramm. Am Samstag führt der Weg zum TSV Heiligenstedten, mit denen der HSV gemeinsam in der Aufstiegsrunde die Landesliga klar machte. Nun soll zumindest der erste Punkt beim Verein im Westen von Itzehoe her.
„Richtig fängt die Saison jetzt am Samstag an beim Mitaufsteiger Heiligenstedten und da geht es darum, dass wir uns, dass wir da einfach ein anderes Gesicht zeigen und dass wir gerne auch die ersten Punkte der Saison holen dürfen“, betonte Hungerecker. Inter gastiert im Kieler Derby und Spitzenspiel beim TSV Kronshagen. Die Match wird am kommenden Sonntag um 15 Uhr angepfiffen.
Stimmen zum Spiel
- Heikendorfer SV – Inter Türkspor Kiel 0:6 (0:2)
- Heikendorfer SV: Maximilian Müller – Linus Mordhorst (70. Jon Mattis Köpke), Kalvi Rumohr, Florian Sossou (74. Fabian Hoppe), Tim Markwardt – Oliver Schmeling – Jack Palm, Ronny Palm, Tim Mordhorst, Lukas Deutschbein (63. Michel Feldkamp) – Dennis Lühr (83. Junus Telli),
- Trainer: Mark Hungerecker
- Inter Türkspor Kiel: Oleksii Drui – André Volkers, Moritz Haye, Till Börner, Justin Petersen – Badreddin Hamze (58. Rinol Lahu), Eugen Halili (58. Jeppe Waschko), Rezan Acer (76. Sercan Yidirimer), Julius Alt, Melih Cerrah (71. Youssef Bouzoumita) – Christopher Kramer (71. Serkan Yidirimer),
- Trainer: Onur Cokgez
- Schiedsrichter: Simon Schmeling (Heider SV)
- Assistenten: Jannik Romahn, Jan-Hinrich Veit
- Zuschauer: 347
- Tore: 0:1 Melih Cerrah (17.), 0:2 Christopher Kramer (44.), 0:3 Christopher Kramer (56.), 0:4 Till Börner (73.), 0:5 Sercan Yidirimer (79.), 0:6 Serkan Yidirimer (88.)
