Chancen nicht genutzt: VfB verliert 0:1 bei Rot-Weiss Essen

von Ismail Yesilyurt

Ratloser VfB Lübeck!? Gute Chancen, aber kein Punkt. © 2023 Olaf Wegerich


(VfB Lübeck/ Christian Jessen) Erneut ohne Punkte im Gepäck geht es für unsere Mannschaft vom Gastspiel bei Rot-Weiss Essen heim. Die 0:1 (0:1)-Niederlage vor 15.097 Zuschauern war am Ende unglücklich, weil die Gastgeber ihre erste klare Torchance zum einzigen Treffer des Spiels nutzten, während der defensiv lange Zeit stabile VfB seine Möglichkeiten in der Schlussphase nicht in Zählbares ummünzte.

Interimstrainer Bastian Reinhardt verändert vier Positionen

Interimstrainer Bastian Reinhardt hatte die Mannschaft in seinem ersten Spiel nach der Trennung von Lukas Pfeiffer auf vier Positionen verändert. Niklas Kastenhofer, Jannik Löhden, Leon Sommer und Robin Velasco waren anstelle von Cyrill Akono, Tarik Gözüsirin, Tommy Grupe und Sören Reddemann in der Startelf. Gleichzeitig stellte er die Grundformation auf ein eher defensiv orientiertes 4-2-3-1 um.

VfB-Defensivplan geht auf

Der damit verbundene defensive Plan ging über weite Strecken auch auf. Die Grün-Weißen verteidigten kompakt und engagiert, setzten nach vorne immer mal wieder ihre Nadelstiche und sorgten so dafür, dass die Strafraumszenen vor der Pause eigentlich ausgeglichen verteilt waren. Klare Torchancen erspielten sich beide Mannschaften nicht. Aus den durchaus vorhandenen guten Ballpassagen rund um den Strafraum gelang es dem VfB zu selten, auch klare Torabschlüsse zu erarbeiten. Auf der anderen Seite hatte RWE deutlich mehr Ballbesitz, allerdings überwiegend rund um die Mittellinie. Abschlüsse rund um den Strafraum hatten auch die Gastgeber kaum. So war es sehr unglücklich, dass in einer der wenigen Situationen, wo sich für die Essener Raum zum Kontern ergab, mit der ersten echten Torchance das 1:0 fiel. Eine flache Hereingabe von Lucas Brumme lenkte Isiah Young aus wenigen Metern zum Führungstreffer für die Gastgeber in die Maschen (45.).

Janek Sternberg mit Chance zum 1:1

Das Gegentor zum psychologisch ungünstigsten Zeitpunkt steckte der VfB recht ordentlich weg. In der zweiten Hälfte setzten die Grün-Weißen wieder ihre Nadelstiche und hatten früh die erste Ausgleichschance. Janek Sternberg scheiterte mit einem Freistoß an RWE-Schlussmann Jakob Golz und der Querlatte (52.). Nach einer Ecke kam Jannik Löhden aus zwölf Metern zum Schuss, setzte diesen aber knapp über das Tor (63.). RWE schaffte es in dieser Phase nicht, zu gefährlichen Torchancen zu kommen. Der VfB erhöhte das Risiko dann in der Schlussphase, wodurch die Essener Raum zum Kontern bekamen, aber auch nur eine Torchance, die Sascha Voelcke und Eric Voufack nicht nutzen konnten (84.).

Janek Sternberg (VfB Lübeck) blieb ohne Fortune im Abschluss. © 2023 Olaf Wegerich
Janek Sternberg (VfB Lübeck) blieb ohne Fortune im Abschluss. © 2023 Olaf Wegerich

Grün-Weißer Endspurt ohne Lohn

Die Grün-Weißen erarbeiteten sich hingegen in der Schlussphase noch zwei gute Gelegenheiten, jeweils aus ruhenden Bällen. Erst wurde Tarik Gözüsirin abgeblockt und Cyrill Akono setzte den Nachschuss am freien langen Eck vorbei (88.). Dann hatten Marius Hauptmann und Akono mit der letzten Aktion, als auch Philipp Klewin schon mit aufgerückt war, den Ausgleich auf dem Fuß, doch Golz wehrte im Getümmel noch ab (90./+3). In einem Spiel, das nichts für Fußball-Feinschmecker war, hatte unsere Mannschaft so letztlich sogar die besseren Möglichkeiten, ohne daraus jedoch Kapital schlagen zu können. Die letzte Möglichkeit, um im Jahr 2023 noch Punkte zu sammeln, bietet sich am Dienstag (19 Uhr), wenn der VfB beim SV Sandhausen antritt.

RW Essen: Golz – Rios Alonso, Kourouma, Götze – Voufack (89. Wiegel), Sapina, Müsel (83. Rother), Brumme (74. Harenbrock) – Obuz (83. Kaiser), Young (74. Voelcke) – Berlinski.

VfB Lübeck: Klewin – Sommer, Kastenhofer, Löhden, Sternberg – Egerer (83. Farrona Pulido)m Taffertshofer – Hauptmann, Boland (83. Gözüsirin), Velasco (58. Daube) – Facklam (74. Akono).

SR: Tom Bauer (Mainz).

Zuschauer: 15.097.

Tor: 1:0 Young (45.).

Gelbe Karten: Kourouma – Velasco, Boland, Sternberg.

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