Lara Röhrig (SV Todesfelde) beim Wurf. © 2026 Sönke Ehlers
Viel Anerkennung, aber keine Punkte – SV Todesfelde schrammt nur knapp an der großen Sensation vorbei!
Der SV Todesfelde hat am Samstag im zweiten Saisonspiel der 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen (HBF) eine bemerkenswert starke Leistung gezeigt, musste sich bei der SG Nürtingen-Zizishausen am Ende jedoch knapp mit 31:34 geschlagen geben. Nach einer überzeugenden ersten Halbzeit und einer Drei-Tore-Führung zur Pause wäre für den Aufsteiger beim Vizemeister der vergangenen Saison durchaus mehr möglich gewesen.
Von Beginn an zeigte der SV Todesfelde, dass er sich beim favorisierten Gastgeber keineswegs verstecken wollte. Mit viel Tempo, Leidenschaft und einer konzentrierten Leistung stellte die Mannschaft die Gastgeberinnen immer wieder vor große Herausforderungen. Besonders im ersten Durchgang gelang es den Todesfelderinnen, ihre Chancen konsequent zu nutzen. Eine engagierte Abwehrarbeit und ein mutiges Angriffsspiel sorgten dafür, dass sich der SVT Schritt für Schritt einen Vorsprung erarbeiten konnte. Zudem zeigte sich Franziska Haupt mit insgesamt 14 Toren erneut treffsicher.
Mit einer Drei-Tore-Führung in die Halbzeitpause
Die starke Leistung wurde zur Halbzeit mit einer 16:13-Führung belohnt. Gegen den Favoriten mit drei Toren Vorsprung in die Pause zu gehen, war ein deutliches Zeichen dafür, dass der SV Todesfelde an diesem Abend nicht nur mithalten konnte, sondern über weite Strecken die bessere Mannschaft war. Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst eng. Der SVT hielt weiterhin dagegen und begegnete den Gastgeberinnen auf Augenhöhe. Lange Zeit sah es danach aus, als könnte die Mannschaft die große Überraschung schaffen und etwas Zählbares aus Nürtingen mitnehmen.

Mit zunehmender Spieldauer kämpfte sich die SG Nürtingen-Zizishausen jedoch zurück in die Begegnung. In den entscheidenden Momenten fehlten den Blau-Gelben schließlich Kleinigkeiten und am Ende auch etwas die Kraft, da die Mannschaft aufgrund von 8 verletzungs- und krankheitsbedingten Ausfällen nur mit 10 Feldspielerinnen die Reise nach Baden-Württemberg antreten musste. Zudem gelang es nicht immer, im Angriff die notwendige Geduld zu bewahren und die sich bietenden Möglichkeiten konsequent auszuspielen.
Die Gastgeberinnen nutzten diese Phase, drehten die Partie und erarbeiteten sich in der Schlussphase den entscheidenden Vorsprung. Der SV Todesfelde kämpfte bis zum Ende und gab sich zu keinem Zeitpunkt geschlagen, musste sich nach 60 intensiven Minuten jedoch mit 31:34 geschlagen geben. Kurz vor Schluss bot sich dem Aufsteiger nochmals die Chance auf den Ausgleich, doch der Ball wollte nicht mehr ins Tor.
„Am Ende brauchen wir Punkte und nicht nur Komplimente“, war Trainer Henning Ammen trotz des tollen Auftritts sichtlich enttäuscht. Nach der starken ersten Halbzeit und einer Drei-Tore-Führung zur Pause fühlte sich die Niederlage besonders bitter an. Zwischenzeitlich war der SVT Mitte der 2. Halbzeit sogar bis auf 5 Tore enteilt.

Ammen brachte die Gefühlslage nach der Partie deutlich auf den Punkt: „Bitter, unnötig und irgendwie auch unglücklich. Wir führen beim Vizemeister der vergangenen Saison zur Halbzeit mit drei Toren und sind auch danach lange auf Augenhöhe, wenn nicht sogar die bessere Mannschaft. Am Ende fehlen uns in den entscheidenden Momenten Kleinigkeiten und auch die nötige Geduld, um etwas Zählbares mitzunehmen.“
Trotz der Enttäuschung konnte der Trainer seiner Mannschaft jedoch auch viele positive Aspekte attestieren. Der SV Todesfelde habe erneut gezeigt, dass er in der 2. Alsco HBF angekommen sei und mit den etablierten Mannschaften der Liga mithalten könne. „Dass wir gut Handball spielen können, wir in der 2. Handball-Bundesliga angekommen sind und dafür viel Anerkennung bekommen, ist schön – und darauf können wir auch stolz sein. Aber am Ende brauchen wir jetzt auch Punkte und nicht nur Komplimente für schönes Handballspielen.“

Gegen Leverkusen sollen die ersten Punkte her
Der Blick richtet sich nun schon wieder nach vorne. Die gezeigte Leistung in Nürtingen macht Mut und unterstreicht, welches Potenzial in der Mannschaft des SV Todesfelde steckt. Gleichzeitig ist die Zielsetzung für die kommenden Wochen klar: Gute Leistungen müssen nun auch in Punkte umgemünzt werden. „Genau daran werden wir weiterarbeiten und wollen nächste Woche gegen Leverkusen auch endlich Zählbares einsammeln und die ersten Bundesligapunkte eintüten.“ Die Partie steigt am kommenden Samstag um 20:00 Uhr in der Ludwig-Jahn-Halle in Bad Schwartau, wo der SVT erneut auf ein ausverkauftes Haus und die lautstarke Unterstützung seiner Fans hoffen darf, die auch in Nürtingen für Heimspielatmosphäre sorgten.
(Quelle: SV Todesfelde)
