Jamie Liß (li., Osterrönfelder TSV) – bester Spieler des HSG-Cups. © 2026 Osterrönfelder TSV
Auf Youkick können Berichte für eine Veröffentlichung eingereicht werden. Das Youkick-Angebot gilt für jeden Verein, jede Mannschaft. Folgenden Beitrag hat der Osterrönfelder TSV für eine Veröffentlichung bereit gestellt:
Im Endspiel des diesjährigen HSG Cups (ehemals LZ-Turnier) trafen mit dem TuS Jevenstedt und dem OTSV die klassenhöchsten Mannschaften aufeinander. Beide Teams hatten ihre jeweiligen Vorrundengruppen zuvor mit jeweils drei Siegen souverän dominiert. Doch die Vorzeichen für das Endspiel hätten unterschiedlicher kaum sein können, insbesondere da die „Jungs vom Bahndamm“ den Einzug ins Finale teuer bezahlen mussten.
Personalsorgen beim OTSV nach harten Gruppenspielen
Im letzten Gruppenspiel gegen den FC Fockbek zog sich der OTSV schwere personelle Rückschläge zu. Trainer Fabian Doege musste gleich fünf Spieler verletzungsbedingt auswechseln. Mit Blick auf die anstehende erste Kreispokalrunde am kommenden Sonntag fiel im Lager des OTSV eine weitreichende Entscheidung: Unter der Leitung von Murat Kaba, Trainer der zweiten Mannschaft, trat eine neu formierte Truppe an, die aus fünf Spielern der Ersten Mannschaft sowie Akteuren der Zweiten verstärkt wurde.
Dem zusammengewürfelten Team merkte man zu Beginn verständlicherweise an, dass die nötige Homogenität fehlte. Das Team von der Jevenau übernahm sofort mit sicherer Ballkontrolle, sauberen Ballstafetten und sehenswerten Spielverlagerungen das Kommando. Die Führung der Wieck-Truppe resultierte nach zehn Minuten dennoch aus einer Standardsituation: Nach einer Ecke köpfte der völlig freistehende Luc Ole Rohwer völlig unbedrängt zum 1:0 ein.
Doppelschlag bricht den Widerstand – Einfeldt verhindert Schlimmeres
In der Folge hielt der OTSV stark dagegen, gestaltete die Partie auf Augenhöhe und erspielte sich eigene Möglichkeiten, verpasste jedoch den Torerfolg. Ein schneller Doppelschlag nach einer halben Stunde schien die Begegnung dann vorzeitig zu entscheiden: Zunächst traf Christian Sievers, kurz darauf erhöhte Lucas Seefeldt in der 30. Minute auf 3:0 – ein Treffer, der allerdings durch Abstimmungsprobleme in der OTSV-Abwehr begünstigt wurde.
Die Bahndammtruppe zeigte jedoch Moral und bäumte sich umgehend auf. Nur zwei Minuten später stellte Jonas Landtreter mit dem Anschlusstreffer zum 1:3 den alten Abstand wieder her. Vehement kämpften die OTSVler in der Folge um den Anschlusstreffer, ließen dabei jedoch hochkarätige Tormöglichkeiten ungenutzt.
Nach dem Seitenwechsel wechselten beide Übungsleiter kräftig durch, wobei der OTSV in der zweiten Halbzeit komplett auf die verbliebenen Ligaspieler verzichtete. Nun dominierte der TuS Jevenstedt das Geschehen und erspielte sich Chance um Chance. Dass das Resultat im Rahmen blieb, lag vor allem an OTSV-Schlussmann Silas Einfeldt, der über sich hinauswuchs und mit zahlreichen Glanzparaden ein Debakel verhinderte. Lediglich Lukas Boewe konnte Einfeldt im zweiten Durchgang zum 4:1-Endstand überwinden.
Trostpflaster bei der Siegerehrung
Trotz der klaren Niederlage im Finale gab es für den OTSV bei der anschließenden Pokalübergabe Grund zur Freude. Neben dem verdienten zweiten Platz räumte das Team gleich mehrere Sonderauszeichnungen ab. Mit lediglich einer einzigen gelben Karte im gesamten Turnierverlauf wurde der OTSV als fairste Mannschaft geehrt. Zudem durften sich zwei Akteure über individuelle Auszeichnungen freuen: Silas Einfeldt wurde zum besten Torwart des Turniers gewählt, und Jamie Liß erhielt die Ehrung als bester Spieler.
