Getümmel vor dem PSV-Tor. Eine der wenigen Szenen in denen Torhüter Tilman Körtzinger gefordert ist. © 2026 Olaf Wegerich
Im einzigen Sonntagsspiel der Flens-Oberliga trennen sich der SV Eichede und der PSV Neumünster vor nur 118 Zuschauern im Ernst-Wagener-Stadion torlos. Dabei hatten die Gäste ein deutliches Chancenplus zu verzeichnen und zudem kurz vor Spielende Pech, als einem Kopfballtreffer von Timo Barendt wegen eines vermeintlichen Foulspiels die Anerkennung verweigert wurde. Die Gastgeber setzen ihre kleine Serie fort und sind seit drei Spielen ungeschlagen. Dabei blieb die Mannschaft von Trainer Sascha Steinfeldt ebenso seit drei Punktspielen ohne Gegentor und kletterte auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Der PSV bleibt weiterhin auf dem 9. Platz.
Beim Gast aus Neumünster fehlten weiter Fyn Classen sowie die Brüder Marvin und Calvin Ehlert. Tom Zarpe war aus beruflichen Gründen nicht vor Ort.

PSV mit Doppelchance zum Start
Trotz einer kleinen Verzögerung bei der Anreise erwischten die Gäste den deutlich besseren Start, und nach einer scharfen Hereingabe von der linken Seite durch Salih Ramo kam Youri von der Mehden (5.) im Zentrum völlig frei zum Kopfball, doch Torhüter Mats Lüdtke konnte den zu zentral angesetzten Versuch mit einer starken Parade zur Ecke lenken. Auch der nachfolgende Eckball durch Ayoub Assameur war brandgefährlich, doch der am ersten Pfosten völlig frei stehende PSV-Torjäger Timo Barendt köpfte knapp neben das Tor. Da war die beste Abwehrformation der Oberliga zweimal hintereinander unaufmerksam und hätte sich über einen frühen Rückstand nicht beschweren dürfen.
PSV mit viel Spielkontrolle
Der PSV konnte auch in der Folge über weite Strecken der ersten Hälfte das Spiel kontrollieren, hatte dabei ausgeprägte Ballbesitzphasen und schaffte es immer wieder, über den bärenstarken Meiko Werner von der linken sowie Youri von der Mehden auf der rechten Seite zu Durchbrüchen zu kommen. Das einzige Problem aus PSV-Sicht war nur, dass der Eicheder Torhüter Mats Lüdtke viele hohe Hereingaben problemlos wegfischte, die Abwehr durch konsequentes Wegverteidigen immer undurchlässiger wurde oder die Hereingaben keinen Abnehmer fanden.
Offensiv waren die Stormarner in der ersten Hälfte nicht einmal gefährlich vor das Tor der Gäste gekommen.

Von der Mehden und Barendt scheitern an Lüdtke
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig. Der PSV blieb am Drücker und hatte durch Youri von der Mehden (48.), der sich über die rechte Seite schön durchgesetzt hatte, aus gut vierzehn Metern die nächste Riesenchance, doch Mats Lüdtke kratzte den satten Schuss aus dem Winkel.
Die Gastgeber kamen nach der Pause aber zunehmend besser in das Spiel und wurden mutiger in ihren Aktionen, ohne dabei die große Torgefahr zu versprühen.
Auch der vierte gute Abschluss ging auf das Konto der Gäste, als sich Timo Barendt (63.) gekonnt in Szene setzte und mit einem Flachschuss am tadellosen Mats Lüdtke scheiterte.

Fazlija scheitert an Körtzinger
Aber auf einmal erwachten die Gastgeber aus ihrer Lethargie und hatten zehn ganz starke Minuten, wo die Hintermannschaft der Gäste nach einigen schönen Hereingaben massiv unter Druck stand, doch bis auf einen starken Abschluss von Velson Fazlija (65.), der aus halblinker Position am aufmerksamen Tilman Körtzinger im PSV-Tor scheiterte, sollte es bis zum Abpfiff keine weiteren Torchancen geben.
Die restliche Spielzeit verlief sehr ausgeglichen und ohne große Höhepunkte, wobei der PSV insgesamt etwas reifer und abgeklärter wirkte. Torchancen gab es kaum noch, weil beide Kontrahenten im letzten Drittel oft die falschen Entscheidungen trafen.
Barendt-Treffer nicht gegeben

Lediglich zwei Minuten vor Spielende gab es noch einen Aufreger, als Timo Barendt vom PSV nach einer Flanke von der linken Seite zum vermeintlichen Führungstreffer einköpfte. Da aber keine erkennbare Abseitsposition vorlag, kann allenfalls ein Foulspiel am Gegenspieler vorgelegen haben, weshalb der Treffer keine Anerkennung fand.
Stimmen zum Spiel
- SV Eichede: Lüdtke – Röpke, Shkuropatov, Ehlers, Kurt – Tonder, Krüger (80. Ljuljic) – Feka (80. Giebler), Bektas (60. Abdulla), Sakai – Fazlija (72. Erfurth).
- Trainer: Sascha Steinfeldt.
- PSV Neumünster: Körtzinger – Ramo (36. Marquardt), Zinkondo, Foelster, Eberhardt – Assameuer (69. Laurenz Kulig) – Ceyhan (64. Tiedemann), Barendt, Werner, Youri von der Mehden (80. Mehanovic) – Nohns (76. Rune Kulig).
- Trainer: Dennis Buthmann und Nils Voss.
- Schiedsrichter: Per Christian Roloff (Suchsdorfer SV). Mit einer starken Gesamtleistung. Auch alle Karten waren absolut berechtigt. Ein Gespann, das zu überzeugen wusste. Der junge Schiedsrichter überzeugte auch mit einer unfassbar guten Kommunikation.
- Assistenten: Tom Pasewald und Jannes Martens.
- Zuschauer: 118 im Ernst-Wagener-Stadion in Eichede.
Tabelle
| Platz | Mannschaft | Sp. | G | U | V | Tore | Diff. | Pkt. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. (↑ 2) | Holstein Kiel II | 7 | 5 | 1 | 1 | 22:9 | 13 | 16 |
| 2. (↓ 1) | VfR Neumünster | 7 | 5 | 1 | 1 | 19:9 | 10 | 16 |
| 3. (↑ 4) | FC Kilia Kiel | 7 | 4 | 2 | 1 | 17:9 | 8 | 14 |
| 4. (↓ 3) | SC Rapid Lübeck (N) | 7 | 4 | 0 | 3 | 13:13 | 0 | 12 |
| 5. (5) | TSB Flensburg (N) | 7 | 3 | 2 | 2 | 19:11 | 8 | 11 |
| 6. (↑ 7) | 1.FC Phönix Lübeck II | 7 | 3 | 2 | 2 | 19:18 | 1 | 11 |
| 7. (↓ 6) | Oldenburger SV | 7 | 3 | 1 | 3 | 16:17 | -1 | 10 |
| 8. (8) | TSV Nordmark Satrup | 7 | 3 | 1 | 3 | 12:14 | -2 | 10 |
| 9. (9) | PSV Neumünster | 7 | 2 | 3 | 2 | 11:13 | -2 | 9 |
| 10. (10) | Kaltenkirchener TS | 7 | 2 | 2 | 3 | 12:12 | 0 | 8 |
| 11. (11) | Heider SV | 7 | 2 | 2 | 3 | 10:19 | -9 | 8 |
| 12. (↑ 13) | TuS Rotenhof | 7 | 1 | 4 | 2 | 12:16 | -4 | 7 |
| 13. (↑ 14) | SV Eichede | 7 | 1 | 3 | 3 | 7:8 | -1 | 6 |
| 14. (↓ 12) | MTSV Hohenwestedt | 6 | 1 | 3 | 2 | 14:16 | -2 | 6 |
| 15. (↑ 16) | VfB Lübeck II (N) | 7 | 1 | 1 | 5 | 10:21 | -11 | 4 |
| 16. (↓ 15) | Eckernförder SV (N) | 6 | 1 | 0 | 5 | 9:17 | -8 | 3 |
