TS Einfeld macht den Aufstieg perfekt – erneut 3:1 gegen VfB Kiel

von Ismail Yesilyurt

Die TS Einfeld ist wieder Verbandsligist. © 2026 Olaf Wegerich


Nach dem überzeugenden 3:1 auf der Waldwiese im Hinspiel beim VfB Kiel hatte die Turnerschaft bereits alle Trümpfe in der Hand. Und mit demselben Ergebnis bleibt die Elf von Dennis Sanft nach hartem Kampf auch Am Freitagabend siegreich und bejubelt den Verbandsliga-Aufstieg.

Während bei den Gastgebern Tom Harley Steinmetz im Gegensatz zum Hinspiel wieder dabei war, fehlten bei den Gästen die Leistungsträger Marco Wohlgemuth und Daniel Pagel. Dafür sind Moritz Bremer und Aron Schalk wieder mit von der Partie.

Moritz Bremer vom VfB Kiel. © 232026 Olaf Wegerich
Moritz Bremer vom VfB Kiel. © 2026 Olaf Wegerich

Wie vor fünf Tagen: Teams zunächst auf Augenhöhe

Es wird sich von Anfang an nichts geschenkt. Der VfB muss kommen, ist kämpferisch heute mindestens gleichwertig und gefällt auch spielerisch. Und läuft in einen Konter. Tim-Lucas Stegelmann auf der linken Einfelder Angriffsseite blinkt rechts, sprintet dann links mit erheblichem Tempovorteil einfach seinen Gegenspieler aus. Sein Flankenball scheint etwas weit, doch Luca Grammes, bereits im Hinspiel Torschütze, kommt hinter dem zweiten Pfosten noch an den Ball und trifft aus spitzem Winkel, der Ball trudelt noch, berührt von Bent Möllgaard, zum 1:0 (16.) über die Linie. Da sah die VfB-Defensive aber mal nicht so gut aus.

VfB mit starker Phase

Die Kieler Waldwiesenelf schockt das jedoch gar nicht. Moritz Bremer (17.) zwingt Jan-Erik Hansen im TS-Tor zu einer Glanzparade. Der ist danach angeschlagen. Die TS zieht sich etwas zurück, lässt den VfB kommen. Linksverteidiger Jesko Köhler erkämpft sich an der Mittellinie den Ball, lässt noch einen Gegenspieler stehen und trifft aus sechzehn Metern genau in den Winkel. 1:1 (23.). Traumtor!

Tim Lucas Stegelmann (TS Einfeld) gegen Jesko Köhler (VfB Kiel). © 2026 Olaf Wegerich
Jesko Köhler (am Ball, VfB Kiel) gegen Tim Lucas Stegelmann (TS Einfeld). © 2026 Olaf Wegerich

VfB-Linksaußen Hans Kautz, der neue Tungendorfer Pastor…

… wirbelt im Anschluss ordentlich durch die Einfelder Abwehr. Zunächst wird er selbst gerade noch geblockt (26.), dann spielt er Timo Pagel frei, der aus elf Metern knapp verzieht (30.). Wenig später legt Kautz quer auf Tanathon Rermsoongnern, der aus 16 Metern nur den Innenpfosten trifft (32.). Viel Pech! Auch ein Pastor hat halt nicht immer den Papst in der Tasche.

Mark Krüger (TS Einfeld) gegen Tanathorn Rermsoongnem VfB Kiel). © 2026 Olaf Wegerich
Mark Krüger (TS Einfeld) gegen Tanathorn Rermsoongnem VfB Kiel). © 2026 Olaf Wegerich

Allmählich kann sich die Heimelf aber wieder besser in Szene setzen. Unentschieden bei deutlichem Kieler Chancenplus geht es in die Pause.

Keeper Jan-Erik Hansen verletzt, Einfeld stabil

Die TS muss in der Halbzeit den Torhüter dann doch wechseln. Ayberk Cinar löst den verletzten Jan-Erik Hansen ab. Der Kampf ist jetzt wieder ausgeglichen. Großartige Torchancen bleiben auf beiden Seiten in der Folge lange aus. Dem VfB läuft jetzt immer mehr die Zeit davon. Doch je länger das Spiel dauert, desto sicherer wird die Turnerschaft. Nach einer Ecke trifft Tom Harley Steinmetz per Kopf nur den Pfosten (73.). Wie im Hinspiel kommt die TS auch heute mit fortdauernder Spielzeit immer besser zurecht. Nach einem schweren Fehler im Aufbauspiel der Gäste ist es Björn Ole Steinmetz, der das dann auch eiskalt bestraft (2:1, 79.), inzwischen verdient. Damit ist der Drops gelutscht.

Björn Ole Steinmetz (TS Einfeld). © 2026 Olaf Wegerich
Björn Ole Steinmetz (am Ball, TS Einfeld). © 2026 Olaf Wegerich

VfB stehend k.o., Einfeld jubelt

In den letzten zehn Minuten spielt dann vor der begeisterten großen Heimkulisse nur noch die TS, vergibt noch einen höheren Sieg. Max Schlüter nutzt nur eine der vielen Gelegenheiten zum 3:1 (90.). Und so kommt nun richtig Stimmung auf, nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Marco Hofgrefe wird mit den Fans gebührend der Aufstieg gefeiert.

Auch VfB nicht unzufrieden

Doch auch beim VfB ist man guter Dinge. Mit so einer starken Saison mit den Aufstiegsspielen als krönendem Abschluss hätte dort keiner gerechnet. Trainer Tim Spirgatis kann stolz auf seine Waldwiesenelf sein. Neun starke Neuzugänge stehen bereits fest, nur Pastor Kautz verlässt berufsbedingt die Waldwiese.

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