Der Meister der Landesliga Schlesiwg – Osterrönfelder TSV. © 2026 Markus Till
Groß war der Jubel auf der gut besuchten Tribüne des Kunstrasenplatzes in Osterrönfeld nach den letzten 90 Heimspielminuten der Saison in der A-Jugend-Landesliga Schleswig. Gerade war der Aufstieg der U19 des Osterrönfelder TSV dank eines 5:2 (2:1) von Blau-Gelb über die SG Breitenburg fixiert worden.
Ausgelassen feierten die Spieler und ihr Trainerteam den riesigen Erfolg. Direkt nach dem Spiel überreichte Heiko Schäfer vom Schleswig-Holsteinischen Fußballverband Wimpel und Medaillen an den frischgebackenen Oberliga-Aufsteiger. Dass es zum Happy End kommen durfte, hatte die Mannschaft am Ende individuellen Glanzleistungen zu verdanken, wie Trainer Jan Peetz nach dem Spiel erklärte.

Führung – Ausgleich – Führung OTSV
Denn bevor die Feierlichkeiten richtig Fahrt aufnehmen konnten, gab es ein wichtiges Spiel zu absolvieren. Die SG Breitenburg war der direkte Verfolger und hätte mit einem Sieg nach Punkten mit dem TuS Nortorf und dem OTSV gleichziehen können. Das Spiel begann grandios für den Gastgeber. Eine Ecke von Regisseur Marko Grbavac versenkte Hannes Kaminski aus kurzer Distanz per Kopf zur zunächst beruhigenden Führung (4.).
Der auffällige linke Offensivmann der Blau-Gelben, Carl-Felix von Bargen, ließ seine technischen Fertigkeiten in Annahmen und Dribblings immer wieder aufblitzen, konnte aber erste Annäherungen an das gegnerische Tor zunächst nicht in Zählbares ummünzen. Nachdem das Spiel ein wenig dahin plätscherte, kam der Gast überraschend zum Ausgleich. Finjas Hinrichs vollendete einen langen Ball über die anfällige rechte Abwehrseite der Osterrönfelder hinweg zum 1:1 (33.). Noch vor der Pause aber kam der OTSV durch Von Bargen mit einem sehenswerten und fulminanten Abschluss von jenseits der Sechzehnmetermarke zur erneuten Führung – 2:1 (41.).

Keine Chancen mehr für den Gastgeber – Breitenburg nutzt die Chance
Im zweiten Durchgang ließen die Hausherren jegliche Offensivkunst und Gefährlichkeit vermissen und luden die Gäste aus Lägerdorf förmlich zum erneuten Ausgleich ein. Zwei sogenannte Hundertprozentige blieben noch ungenutzt, ehe erneut Hinrichs den Ball nach einer Ecke völlig freistehend per Kopf über die Linie drückte – 2:2 (73.).
Jetzt war man auf der Tribüne auf die Reaktion gespannt. Wie würde sich wohl die letzte Viertelstunde darstellen? Konnten die Gastgeber doch noch einmal in die Partie zurückfinden und den ersehnten Aufstieg festzurren? Sie konnten – und wie! Der erst kurz zuvor eingewechselte Bo Jeppe Truschkowski zeigte sofort sein Können und versenkte die erste sich bietende Gelegenheit zum Führungstreffer in der 77. Minute.

Joker Truschkowski sticht doppelt
Die Gastgeber ließen sich jetzt nicht mehr aufhalten und drängten auf die Entscheidung. In der 86. Minute lief der ebenfalls eingewechselte Julian Freer in den Strafraum der Gäste und wurde gefoult. Den anschließenden Elfmeter nutzte Grbavac zum vielumjubelten 4:2, ehe erneut Joker Truschkowski den Schlusspunkt setzte – 5:2 (88.).
Mit dem Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Niebüll beendet der OTSV seine famose Landesliga-Saison. Blau-Gelb weist als bereits feststehender Meister nach neun Spielen eine makellose Bilanz von neun Siegen auf und will auch in Niebüll den Dreier einfahren, bevor die für viele Spieler kurze Sommerpause beginnt.
Osterrönfelder TSV: Bodtke – Wejer (Mandic, 46.), Pannek, Kaminski, Niklaus – Billerbeck, Hölzer (Nickels, 74.) – Viöhl (Freer, 62.), Grbavac, Von Bargen (Truschkowski, 74./Gorbunov, 89.) – Liß.
Schiedsrichter: Rene Thielker-Meyer (TSV Neudorf-Bornstein).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Hannes Kaminski (4.), 1:1 Finjas Hinrichs (33.), 2:1 Carl-Felix von Bargen (41.), 2:2 Finjas Hinrichs (73.), 3:2 Bo Jeppe Truschkowski (77.), 4:2 Marko Grbavac (86., Foulelfmeter), 5:2 Bo Jeppe Truschkowski (88.).
