1:1 im Derby beim Preetzer TSV reicht TSV Plön

von Ismail Yesilyurt

Florian Ziehmer (Preetzer TSV) verwandelte einen Elfer zum 1:1 gegen Plön. © 2025 Ismail Yesilyurt


Spannung bis zur letzten Sekunde in der Verbandsliga Ost: Am finalen Spieltag der Saison hat der TSV Plön den letzten noch fehlenden Schritt zum ganz sicheren Ligaverbleib gemeistert. In einem packenden und hitzigen Nachbarschaftsderby beim Preetzer TSV erkämpften sich die Plöner vor 123 Zuschauern ein 1:1 (1:1)-Unentschieden. Ein Zähler, der sich am Ende wie ein Sieg anfühlen sollte – denn mit diesem Remis tüteten die Gäste den endgültigen Klassenerhalt ein.

Die Plöner mussten ihre Reise in die Schlossstadt ohne ihren etatmäßigen Cheftrainer Matthias Falk antreten, sodass Co-Trainer Michel Wulf kurzfristig die alleinige Verantwortung an der Seitenlinie trug. Wulf stellte seine Mannschaft perfekt auf den angeschlagenen Gegner ein, schließlich war die Marschroute klar: Ein einziger Punkt musste her, um alle theoretischen Abstiegssorgen endgültig zu begraben.

Frühe Führung und Elfmeter-Ärger kurz vor der Pause

Die Gäste aus Plön zeigten von Beginn an, dass sie sich nicht auf Schützenhilfe verlassen wollten. Aus einer kompakten und stabilen Defensive heraus schaltete der TSV immer wieder blitzschnell um und verbuchte spielerische Vorteile. Der verdiente Lohn folgte in der 16. Spielminute: Nahne Schmäschke stand nach einem gelungenen Angriff goldrichtig und versenkte das Leder zur viel umjubelten 0:1-Führung für den TSV Plön. In der Folge versäumten es die Plöner jedoch, den zweiten Treffer nachzulegen, da vielversprechende Kontersituationen nicht konsequent zu Ende gespielt wurden.

Arne Raudies (re., Husumer SV) stört hier Nahne Schmäschke. © 2025 Ismail Yesilyurt
Nahne Schmäschke (re., TSV Plön) trifft zum sechsten Mal in dieser Saison. © 2025 Ismail Yesilyurt

Als sich die Mannschaften gedanklich schon auf dem Weg in die Kabinen befanden, rückte Schiedsrichter Tim Schröder unfreiwillig in den Mittelpunkt. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte entschied der Unparteiische nach einem Zweikampf auf Strafstoß für den Preetzer TSV. Florian Ziehmer ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte zum 1:1-Ausgleich (45.+1).

Interimscoach Michel Wulf blickte nach dem Abpfiff mit gemischten Gefühlen auf die erste Halbzeit und die strittige Schlüsselszene zurück:

„Uns war klar, dass wir auf jeden Fall noch einen Punkt brauchten. Gegen Preetz haben wir natürlich auch noch ein kleines Derby gehabt. Das wollten wir uns auch nicht nehmen lassen. Und ich denke, dass das eins eins am Ende auch leistungsgerecht ist. Erste Halbzeit, fand ich, hatten wir mehr vom Spiel, hatten gute Kontergelegenheiten, haben’s vergessen, die so wirklich auszuspielen, waren immer wieder in Schussposition, ohne wirklich abzuschließen. Haben möglichst viel wegverteidigt, sodass Preetz auch keine Großchancen hatte. Gehen aus meiner Sicht verdient in Führung und kriegen dann in der fünfundvierzigsten Minute einen Elfmeter gegen uns, der aus meiner Sicht jetzt keiner war. Preetzer Bank wusste jetzt nicht so ganz – selbst wenn’s ein Foul war, war’s, glaube ich, außerhalb, aber ist so entschieden, ist okay.“

Intensiver Abnutzungskampf sichert das Ticket für die neue Saison

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich im Preetzer Stadion die erwartete Nervenschlacht. Beide Teams schenkten sich in den Zweikämpfen keinen Zentimeter Rasen. Während der Preetzer TSV unter Trainer Fabian Doege versuchte, das Spiel im letzten Heimspiel der Saison noch komplett zu drehen, warfen sich die Plöner leidenschaftlich in jeden Ball. Richtige Hundertprozentige blieben im zweiten Durchgang auf beiden Seiten Mangelware, da die Defensivreihen kaum noch Lücken anboten.

Mit dem Schlusspfiff brachen bei den Plönern alle Dämme. Das Minimalziel war erreicht, der TSV spielt auch im kommenden Jahr in der Verbandsliga. Michel Wulf zog ein rundum zufriedenes Fazit nach dem Kraftakt:

„Und zweite Halbzeit war’s dann eher so ein Abnutzungskampf ohne Großchancen, so richtig hundertprozentig, wo du sagst, die müssen rein auf beiden Seiten, sodass das eins zu eins am Ende leistungsgerecht ist und wir jetzt quasi mit einem Klassenhalt sehr zufrieden sind, eine solide bis gute Rückrunde gespielt haben und jetzt wohl verdient in die Sommerpause gehen können. Und ich denke, das passt für alle paar Seiten.“

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