TUS Rotenhof nach 3:1 gegen Oldenburg gerettet – Nielsen mit Doppelpack

von Olaf Wegerich

Edeltechniker und Spielmacher Cedric Nielsen (li., TuS Rotenhof). © Olaf Wegerich


Der TUS Rotenhof ist gerettet. Bereits drei Spieltage vor Saisonende hat die Mannschaft von Trainer Henning Knuth durch einen überzeugend herausgespielten 3:1 (2:1)-Erfolg gegen den Oldenburger SV den Klassenerhalt in der Flens-Oberliga sicher. Cedric Nielsen (9./32.) hatte mit einem Doppelpack für die Gastgeber vorgelegt, ehe Rico Mielke (45.+1) kurz vor dem Pausenpfiff noch einmal verkürzen konnte. Den erlösenden dritten Treffer vor 407 Zuschauern erzielte Florian Kuklinski (90.+1) in der Nachspielzeit.

Rotenhof kompakt – OSV mit viel Ballbesitz

Die Gastgeber begannen vor der imposanten Kulisse an der Fockbeker Chaussee aus einer sehr defensiven Grundordnung und lauerten auf Umschaltsituationen gegen die sehr fahrig startenden Gäste, die zwar viel Ballbesitz für sich verbuchen konnten, aber aus ihrer optischen Überlegenheit keinerlei Kapital ziehen konnten.

Braun legt auf – Nielsen trifft

Die geduldig und sehr konzentriert spielenden Gastgeber wirkten da deutlich entschlossener und nutzten ihre erste Torchance, um in Führung zu gehen. Eine Kopfballvorlage von Justin Braun konnte Cedric Nielsen (9.) mit der Brust herunterpflücken, um dann mit seinem starken linken Fuß aus gut 8 Metern den Führungstreffer zu erzielen.

Bereits sechs Minuten später hätte Felix Struck nach einem Konter den zweiten Treffer erzielen können, doch die Rotenhöfer Sturmspitze setzte den Ball über das Tor.

Nielsen schnürt Doppelpack – Struck glänzt als Vorbereiter

Aber die Gastgeber blieben bei ihren sehr zielstrebig vorgetragenen Umschaltmomenten weiter gefährlich, was dann auch mit dem zweiten Treffer belohnt wurde. Felix Struck hatte sich über die linke Seite durchgesetzt und ins Zentrum auf Cedric Nielsen (32.) abgelegt, der aus gut 18 Metern mit links den zweiten Treffer nachlegte.

Tjark Sievers (li., MTSV Hohenwestedt) gegen Felix Struck (TuS Rotenhof). © 2025 Olaf Wegerich
Felix Struck (re., TuS Rotenhof) bereitete das 2:0 perfekt vor. © 2025 Olaf Wegerich

Die Ostholsteiner wurden nach einer verschlafenen Anfangsphase zwar etwas zielstrebiger, kamen aber zunächst nur zu Halbchancen.

Mielke mit dem Anschlusstreffer

Das änderte sich erst kurz vor dem Pausenpfiff in einer sehr fairen Partie, als Rico Mielke (45.+1) eine freie Schussbahn hatte und aus gut 25 Metern mit links den so wichtigen 1:2-Anschlusstreffer erzielen konnte.

OSV drückt

Nach der Pause drängte die Mannschaft von Trainer Florian Stahl dann weiterhin mit viel Ballbesitz vehement auf den Ausgleichstreffer und scheiterte mit einem Distanzschuss zunächst an Torhüter Justin Sörensen.

Glück hatte der OSV, dass Torhüter Cedric Cordes einen raffinierten Eckball von Kenneth Traulsen (58.) noch im letzten Moment entschärfen konnte.benso prächtig reagierte Cordes bei einer Doppelchance von Cedric Nielsen und Felix Struck (68.).

Gäste verpassen Ausgleich

Riesendusel hatten die aufopferungsvoll und leidenschaftlich kämpfenden Gastgeber, als der OSV im Anschluss an einen Eckball zweimal an Torhüter Sörensen (87.) und mehrfach an der vielbeinigen Abwehr der Gastgeber, die sich in jeden Schussversuch warfen, scheiterte. Das hätte der Ausgleich sein müssen.

Kuklinski macht alles klar

Den Schlusspunkt in einem unterhaltsamen und bis zum Ende sehr spannenden Spiel setzten dann aber wieder die Gastgeber mit einer schönen Kombination über Moritz Gersteuer von der linken Seite, der im Zentrum Florian Kuklinski (90.+1) bediente, der dann zum 3:1 traf. Kurz darauf war Schluss, und der Jubel bei den Gastgebern kannte keine Grenzen.

Stimmen zum Spiel:

Trainer Henning Knuth (TUS Rotenhof): „Ich freue mich total, dass unsere Arbeit belohnt worden ist für den Aufwand, den wir betreiben, und mit den Mitteln, die uns zur Verfügung stehen. Ich glaube, das Spiel bei Phönix hat uns alle wachgerüttelt und einen kleinen Ruck in die Mannschaft gebracht. Oldenburg hatte heute gefühlt 75 Prozent Ballbesitz, aber wir hatten die Basics mit der defensiven Bereitschaft, leidenschaftlich zu verteidigen, und haben dann unsere Umschaltsituationen genutzt. Die Jungs werden heute Abend bestimmt ordentlich Gas geben. Wir wollen jetzt auch aus den beiden letzten Spielen das Maximum herausholen. Abgeschenkt wird nichts.“

Trainer Florian Stahl (Oldenburger SV): „Wir haben die ersten 20 Minuten komplett verpennt, weil wir nicht die richtige Passqualität und Schärfe hatten. Rotenhof hat sehr destruktiv gespielt. Wir sind dann besser in das Spiel gekommen und machen kurz vor der Pause noch den Anschlusstreffer. In der zweiten Hälfte haben wir dann einiges schärfer gestellt, und wir waren dann auch absolut überlegen. Dabei wird uns ein reguläres Tor aberkannt und ein klarer Elfmeter verweigert. Der Torwart hat auch einige Male sehr stark gehalten. Ein Unentschieden wäre das gerechte Ergebnis gewesen, wir waren aber auch nicht gierig genug.“

Spieltage & Termine – Oberliga SH

Nachholspiele
29.04.26 1. FC Phönix Lübeck II – MTSV Hohenwestedt 2:1
30.04.26 Eutin 08 – VfR Neumünster 1:3
01.05.26 Preußen Reinfeld – Nordmark Satrup 3:1
28. Spieltag
Datum Begegnung Erg.
01.05.26 TuS Rotenhof – Oldenburger SV 3:1
03.05.26 Heider SV – SV Eichede -:-
03.05.26 VfR Neumünster – Holstein Kiel U23 II -:-
03.05.26 PSV Union Neumünster – Kaltenkirchener TS -:-
03.05.26 SV Preußen Reinfeld – SV Todesfelde -:-
03.05.26 TSV Nordmark Satrup – Inter Türkspor Kiel -:-
03.05.26 FC Kilia Kiel – MTSV Hohenwestedt -:-
03.05.26 Eutin 08 – 1. FC Phönix Lübeck II -:-

Tabelle Oberliga Schleswig-Holstein

Pos Verein Sp. Tore Pkt.
1 SV Todesfelde (Ab) 27 71:24 68
2 Holstein Kiel U23 II (Ab) 27 68:25 56
3 SV Eichede 26 55:25 54
4 FC Kilia Kiel 27 76:34 52
5 VfR Neumünster 26 58:45 48
6 1. FC Phönix Lübeck II (Auf) 27 61:53 44
7 Heider SV 27 55:54 44
8 Polizei SV Union Neumünster 27 57:56 35
9 TSV Nordmark Satrup 27 40:43 34
10 Kaltenkirchener TS (Auf) 27 39:49 33
11 TuS Rotenhof 28 48:66 31
12 Oldenburger SV 28 57:75 29
13 MTSV Hohenwestedt 27 39:60 23
14 Eutin 08 27 27:59 21
15 Inter Türkspor Kiel (Auf) 27 28:71 20
16 SV Preußen Reinfeld 27 33:73 15

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