Lennart Petersen (li., TSV Gremersdorf) trifft zum zwischenzeitlichen 1:1 © 2025 Ismail Yesilyurt
In der Verbandsliga Ost trafen der Aufsteiger TSV Gremersdorf und die zweite Mannschaft der SpV Eidertal Molfsee aufeinander. Das Endergebnis von 4:1 für die Gäste bestätigte den aktuellen Status Quo: Gremersdorf als Tabellen-15. ist nur noch mit himmlischer Macht vor den Abstieg in die Kreisliga zu retten. Die Eidertaler, ebenso Neuling, bestätigen mit dem dritten Sieg in Folge die vor der Saison zugedachte Rolle im Topbereich der 7. Spielklasse in Deutschland.
Früher Heber – Gremersdorfer Startprobleme
„In einer intensiven Begegnung trafen wir auf einen Gegner, der mit Kampfgeist und Körperlichkeit aufwartete“, erklärte SpVg-Trainer Chris Foley. Die Eidertaler legten dabei früh los: Sören Schnoor traf sehenswert per Heber zum 1:0. „Sörens Kaltschnäuzigkeit und Torinstinkt waren der Schlüssel in dieser umkämpften Partie“, spoilerte Foley.

Gremersdorf-Trainer Christian Ippig kritisierte den Auftakt: „Wir sind leider in der ersten Halbzeit überhaupt nicht im Spiel. Völlig daneben, kein Zweikampfverhalten, kein Kettenverhalten. Einfach nur schlecht.“ Die TSV-Kicker gingen neben der ausgegebenen Marschroute ihres Trainers.
Ippig-Team legt zu – Eidertal beißt mit Elan zurück
Nach der Pause glich Gremersdorf aus. „Wir kommen dann wirklich gut in die zweite Halbzeit, schaffen das 1:1,“ so Christian Ippig. Dem talentierten Lennart Petersen gelang ein Sonntagsschuss. Doch Eidertal biss zurück. „Nach der Pause glich der Gastgeber aus – nun waren wir als Team gefordert. Mit viel Elan spielten wir Chancen heraus und verwandelten eiskalt“, resümierte Foley, der den im Abwehrzentrum spielenden Yannick Wolf lobte. „Yannick dominierte zentral in der Kette mit überragendem Timing, präzisem Stellungsspiel und einem sauberen Spielaufbau, der der Mannschaft Sicherheit und Rhythmus gab.“ Auch die Integration von den Jungkickern Lukas Lindner und Mika Randow, die ihr Debüt gaben, ging nahtlos über die Bühne auf dem Spielfeld.
Technik und Bewegung entscheiden
„Bekommen wieder ein Tor, das glaube ich nur Mannschaften bekommen, die auch unten im Keller stehen. Nach einem Freistoß rücken wir wieder nicht nach, sodass der Abpraller wieder beim Gegner landet und der das Ding vollendet. Rune Jäkel hat mit einem Kopfball frei vor dem Torwart die Riesenchance zum 2:2“, sah Ippig stattdessen das 1:3. „Wenn wir nicht hundert Prozent drauf sind, haben wir gegen solche Mannschaften keine Chance“, gab Ippig zu, „da werden die Positionen getauscht, technisch gut. Die wissen, was sie spielen.“
Die Eidertaler rücken damit auf Position 5 vor und können in aller Ruhe die Saison zu Ende spielen. Nach unten geht sowieso nichts – den Weg nach oben hat sich der ambitionierte Aufsteiger, mit viel Potenzial in den eigenen Reihen, vor dem Jahreswechsel verbaut. Mit launischen Ergebnissen.
Schiri Tim Hohmann top
Dieser hart erkämpfte Sieg stärkt uns enorm und hält die Serie am Leben“, freute sich Foley, der Referee Tim Hohmann eine gute Note verteilte. „Besonders zu loben: Die herausragende Schiedsrichterleistung in diesem intensiven Spiel. Der Schiri war stets auf Augenhöhe, leitete umsichtig und kompetent.“
Stimme zum Spiel
TSV Gremersdorf: Mandt – Wagner, Bormann, Klein (57. Zielinski) – Keibel (36. Ruske), Kock, Severin (36. Gabbey), Petersen, Eichholz (46. Harms) – Winter, Jäkel (86. Reise).
Trainer: Christian Ippig.
SpVg Eidertal Molfsee II: Leiß – Walter, Wolf, de Mooy – Blümke, Talep (63. Randow) – Podlipnikov (63. Lindner), Ziesecke (76. Hamed), Siedschlag, Puhlmann (76. Poetzsch) – Schnoor.
Trainer: Christopher Foley.
SR: Tim Hohmann (VfL Vorwerk).
Ass.: Finn Rolfes, Ole Kniese.
Z.: 50.
Bes. Vorkommn.: Fabian Mandt hält Foulelfmeter von Markus Poetzsch (84., Eidertal).
Tore: 0:1 Sören Schnoor (5.), 1:1 Lennart Petersen (50.), 1:2 Robin Ziesecke (60.), 1:2 Sören Schnoor (70.), 1:4 Sören Schnoor (81.).
