3:2 gegen Viktoria Köln: VfB Lübeck mit wichtigen Punkten

von Ismail Yesilyurt

Jan-Marc Schneider (VfB Lübeck) gelingt der Siegtreffer zum 3:2 gegen Viktoria Köln. © 2023 Olaf Wegerich


Seinen zweiten Saisonsieg und damit auch die ersten 3 Punkte vor den eigenen Fans erspielt sich der VfB Lübeck. Mit dem 3:2 gegen Viktoria Köln sammeln die Hansestädter wichtige Punkte im unteren Tabellenbereich.

Erster Heimsieg: Verdientes 3:2 gegen Viktoria Köln

(Quelle: VfB Lübeck/ Christian Jessen) Freude und Erleichterung rund um die Lohmühle: Mit einem ebenso hart erkämpften wie gut erspielten und am Ende auch verdienten 3:2 (2:0) gegen den FC Viktoria Köln feierte unsere Mannschaft den ersten Heimsieg der laufenden Saison. Vor 4.047 Zuschauern auf der Lohmühle überstanden unsere Grün-Weißen dabei auch eine schwierige Phase nach der Pause und zogen das Spiel am Ende wieder auf ihre Seite.

Mattias Daube ersetzt gesperrten Leon Sommer

VfB-Cheftrainer Lukas Pfeiffer hatte in seiner Startelf nur eine Veränderung vorgenommen. Der gesperrte Leon Sommer wurde auf der Rechtsverteidigerposition von Mattis Daube ersetzt. Ansonsten begann die gleiche Elf, die in der Vorwoche in Regensburg eine ansprechende Leistung gezeigt hatte.

VfB Lübeck und auch Viktoria Köln wollen Spiel machen

Beide Mannschaften zeigten von Beginn an, dass sie ihrerseits das Spiel gestalten wollten. Viktoria hatte anfangs mehr Spielanteile, doch die erste Torchance bot sich dem VfB. Tarik Gözüsirin setzte Robin Velasco in Szene, der den Ball knapp am langen Eck vorbei schoss (15.). Vier Minuten später setzte sich der überzeugende Luca Marseiler auf der Gegenseite stark in Szene, traf mit seinem Schlenzer aus 20 Metern jedoch nur die Latte des Lübecker Tores.

Marius Hauptmann mit Vorarbeit – Robin Velasco mit dem 1:0

In dieser munteren Phase ging jedoch – im Gegensatz zu manchem Spiel der letzten Wochen – endlich mal unsere Mannschaft in Führung. Marius Hauptmann setzte sich auf der rechten Seite gut in Szene, Velasco schob sich gut vor seinen Gegenspieler und drückte die flache Hereingabe aus wenigen Metern zum 1:0 ins Netz (20.). Es wäre sogar ein frühes 2:0 möglich gewesen. Hauptmanns erneute Hereingabe von der rechten Seite lenkte Pascal Breier in der Mitte aus wenigen Metern jedoch über das Tor (22.). Ein starkes Zusammenspiel zwischen Breier und Hauptmann führte zudem zu einem Pfostenschuss unseres Flügelspielers nach 28 Minuten.

Foul an Pascal Breier – Taruk Gözüsirin verwandelt Elfmeter

Als sich die Kölner gegen Ende der Halbzeit wieder etwas besser sortiert hatten, fiel dennoch das nicht unverdiente zweite Tor für den VfB. Breier hatte sich an der Grundlinie mit Christoph Greger duelliert, beide rutschten weg, den sich schneller aufrappelnden Breier hielt der Kölner dann fest. Den berechtigten Elfmeter verwandelte Gözüsirin sicher zum 2:0-Pausenstand (45.).

Gäste machen aus 0:2 ein 2:2

Im zweiten Abschnitt hatten auch die Grün-Weißen die erste Torchance. Gözüsirins Schuss aus gut 20 Metern parierte Voll nur mit Mühe, den Abpraller erwischte aber kein VfBer (48.). Zwei Minuten später war die Viktoria, die zur Pause taktisch umgestellt und mit André Becker einen zweiten Mittelstürmer gebracht hatte, zurück im Spiel. Stefano Russo traf aus 20 Metern zum 2:1-Anschlusstor genau in den Winkel (50.). Die Kölner hatten nun ihre beste Phase und nutzten dies eiskalt. Marseiler setzte sich auf dem Flügel gut durch, Becker beförderte die Hereingabe aus etwa zwölf Metern mit einem platzierten Drehschuss ins linke untere Eck (55.).

Grün-Weiße wehren sich gegen Köln

Der VfB wehrte sich jedoch dagegen, die Partie nun vollends aus der Hand zu geben. Trotz optischer Vorteile kamen die Gäste in dieser Phase nur durch May nach einer Ecke noch zu einer weiteren Chance (57.), ehe die Grün-Weißen das Spiel wieder zu einem offenen machten. Nach und nach erarbeitete sich der VfB wieder mehr Spielanteile und auch Offensivaktionen.

Morten Rüdiger setzte einen Freistoß knapp über das Tor (63.). Und als Rüdiger, inzwischen auf die rechte Seite gewechselte, nach innen flankte, beförderte der eingewechselte Jan-Marc Schneider den Ball aus fünf Metern über das Tor (69.). Auf der Gegenseite zeigte Philipp Klewin seine Qualitäten, als er einen platzierten Schuss von Marseiler gut abwehrte (72.).

VfB mit mehr Biss und Zielstrebigkeit

In dieser Phase waren es jedoch schon wieder die VfBer, die mehr Biss und Zielstrebigkeit an den Tag legten und sich dafür auch belohnten. Nachdem Schüsse von Rüdiger (79.) und Gözüsirin (83.) ihr Ziel verfehlt hatten, fiel nach 84 Minuten das so wichtige dritte Tor. Aus einer guten Kombination heraus brachte Rüdiger den Ball ins Zentrum, Hauptmann legte ab und aus dem Hintergrund rauschte Schneider heran und erzielte das 3:2.

Diesen Vorsprung verteidigte der VfB in den letzten Minuten mit Disziplin und Leidenschaft. Bei Kontern wäre sogar ein vierter Treffer möglich gewesen, doch bei der klarsten Chance scheiterte Manuel Farrona Pulido frei vor Keeper Voll (90./+4). Letztlich war dies nicht mehr wichtig, die drei Punkte blieben an der Lohmühle und der VfB kletterte mit diesem Erfolg auf den 16. Tabellenplatz. In der kommenden Woche geht es mit einem Auswärtsspiel beim SC Verl (Sonntag, 16.30 Uhr) weiter.

VfB Lübeck: Klewin – Daube (66. Sternberg), Grupe, Reddemann, Rüdiger – Egerer, Boland (66. Taffertshofer) – Hauptmann, Gözüsirin (85. Farrona Pulido), Velasco (66. Schneider) – Breier (77. Hovi).

FC Viktoria Köln: Voll – Schultz, Lorch, Greger – Koronkiewicz (46. Handle), Henning (46. Becker), Russo (85. Fritz), May – Bogicevic, Mustafa (68. Hong), Marseiler (85. Najar).

SR: Felix Prigan (Deizisau).

Zuschauer: 4.047.

Tore: 1:0 Velasco (20.), 2:0 Gözüsirin (45., Foulelfmeter), 2:1 Russo (50.), 2:2 Becker (55.), 3:2 Schneider (85.).

Gelbe Karten: Breier, Boland, Gözüsirin, Grupe, Farrona Pulido – Greger, Marseiler.

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