1:5 der Jungstörche gegen ETV Hamburg trotz Galatag von Finja Blaesing

von Ismail Yesilyurt

Annelie Donath (re.) gewinnt hier den Zweikampf. Links Lotta Struck. Fotos: Holger Klaschka


Holstein Kiel U17 II – ETV Hamburg 1:5 (0:2)

Im ersten Spiel der Aufstiegsrunde zur B-Juniorinnen Bundesliga Nord/Nordost unterlag die zweite Mannschaft von Holstein Kiel dem Eimsbütteler TV mit 1:5. „Der Sieg ist total verdient. Aber wenn es besser für uns läuft, dann endet das Spiel 2:3“, urteilte Holstein-Coach Jens Fritzler nach der Partie gegen den Hamburger Landesmeister.

Während die Kielerinnen ihre Möglichkeiten vergaben, gelang den Gästen durch Fernschüsse der Erfolg. „Wir wussten, dass Eimsbüttel es mit Fernschüssen probieren wird. Wir waren aber nicht schnell genug am Gegner.“ An Torhüterin Finja Blaesing, die die etatmäßige Keeperin Jule Hermsen (nicht spielberechtigt nach einem Einsatz in den letzten zwei Spiele der ersten Mannschaft) vertrat, lag es nicht. „Finja hat ein super Spiel gemacht und toll gehalten“, schwärmte Fritzler, der Eimsbüttel in der ersten Halbzeit viel mehr Spielanteile zusprach.

Holstein-Keeperin Finja Blaesing wieder auf Rettungsmission unterwegs. Unterstützt von Emma Hartwig (4) und Lotta Struck. Foto Holger Klaschka
Holstein-Keeperin Finja Blaesing wieder auf Rettungsmission unterwegs. Unterstützt von Emma Hartwig (4) und Lotta Struck. Foto Holger Klaschka

Die Hansestädter starteten wie erwartet sehr offensiv das Match. Die Fritzler-Elf hielt mit Nadelstichen dagegen. Wobei in einigen aussichtsreichen Szenen die Entscheidungen der Schiedsrichterin auch zugunsten von Holstein möglich waren. Die 2:0-Pausenführung für den ETV war dennoch voll in Ordnung.

„80 Prozent unserer Mannschaft ist noch im C-Juniorinnen-Alter“, bemerkte der Störche-Coach physisch große Nachteile gegen Eimsbüttel. Auch was die Cleverness betrifft, waren die Elbstädter reifer. So spielen u. a. die Owusu-Zwillinge oft im Frauenteam, das als Hamburger Champion ebenfalls den Aufstieg anstrebt. Gegen den Kieler MTV geht es im Hin- und Rückspiel um den Einzug in die Regionalliga Nord.

Den zweiten Abschnitt gestalteten die Schleswig-Holsteinerinnen ausgeglichener. „Wobei wir einem Treffer näher waren“, konstatierte der Kieler Coach, „die weiteren Gegentore fielen zu ungünstigen Zeitpunkten.“ Wenigstens gelang noch der Ehrentreffer. Luna Karstens schoß aus 25 Metern über Eimsbüttel Keeperin Helena Seidelmaier hinweg zum 1:5 Endstand. Das nach dem Spiel stattfindende Elfmeter-Schießen – für den Fall, dass zwei oder mehr Mannschaften punkt- und torgleich sind – gewannen auch die Hamburger mit 6:5.

Der ETV trifft am kommenden Wochenende zuhause auf den Osnabrücker SC und kann mit einem Sieg den Aufstieg perfekt machen. Holstein reist in zwei Wochen nach Osnabrück.

Holstein Women U17 II: Blaesing – Buchmeyer, Robinius, Heydt, Fehrke – Eigebrecht, Struck – Karstens, Mihajlovic (76. Elin Schweckendieck), Struck – Donath (52. Alswitsch).
Trainer: Jens Fritzler.

ETV Hamburg: Sedelmaier – Hein, Damm, Raab, Millicent Owusu (68. Reiner), Sarramona (68. Rieke Baumeister), Bleick (52. Gölnder), Geier, Maureen Owusu (52. Zaghdoudi), Sierra (73. Jette Baumeister), Agirman.
Trainer: Dennis Tralau.

Schiedsrichter: Lara Wolf (Wilhelmshaven).
Assistenten: Lena Löpmann, Antonia Tucholsky.

Zuschauer: 100.

Tore: 0:1 Bleick (24.), 0:2 Sierra (37.), 0:3 Sarramona (48.), 0:4 Zaghdoudi (60.), 0:5 Sierra (70.), 1:5 Karstens (74.).

ähnliche Artikel

Consent Management Platform von Real Cookie Banner