Tjark Sievers nutzt Kronshagens Knackpunkt für Hohenwestedt zum 1:0

von Michael Felke

Spielführer Tjark Sievers (mitte, MTSV Hohenwestedt) erzielte das Golden Goal für die Kochanski-Elf (Archivfoto). Quelle: Ismail Yesilyurt


TSV Kronshagen – MTSV Hohenwestedt 0:1 (0:0)

Nicht mehr als biedere Hausmannskost boten die Akteure auf dem Schulsportplatz in Kronshagen. Am Ende hatte der MTSV Hohenwestedt nicht ganz unverdient mit 1:0 die Nase vorn, auch weil der TSV Kronshagen tatkräftige Hilfestellung leistete. Serhat Yüksel wurde nach einem überflüssigen Foul ein zweites Mal verwarnt und sah die Gelb-Rote Karte (58.).

Die Unterzahl hemmte die Gastgeber spürbar, während die Gäste viel Raum bekamen, um gefährliche Konter zu starten. Für das Tor des Tages musste allerdings eine Standardsituation herhalten. Hohenwestedts Kapitän Tjark Sievers stand nach einem Freistoß aus dem Halbfeld im Kronshagener Strafraum völlig frei und schoss zum 1:0 ein (78.).

„Wir haben zum einen nicht gut gespielt und zum anderen eine unnötige Gelb-Rote Karte bekommen. Außerdem haben wir den Ball nicht laufen lassen. Es gab zu viele Einzelaktionen“, erklärte Kronshagens spürbar enttäuschter Trainer Peter Speth, der den Feldverweis als den Knackpunkt in der Partie sah. Bis dahin hatte Kronshagen optische Vorteile. Torchancen blieben jedoch Mangelware. Allein Florian Krege hätte treffen können. Erst scheiterte er aus spitzem Winkel (16.). Dann fand Krege in MTSV-Schlussmann Timo Blaas seinen Meister (70.).

Hohenwestedt war trotz der lange Zeit defensiven Spielweise nie ungefährlich. Thies Kochanski blieb aussichtsreich noch hängen (22.), ehe Felix Ploog mit einer Großchance an Kronshagens Torwart Jonas Beckmann scheiterte (64.). Als dann Tjark Sievers das 1:0 für die glücklichen Gäste erzielte, war der Stecker beim TSV Kronshagen gezogen. Florian Krege versuchte es noch einmal mit einer Einzelaktion, setzte sich gegen drei Gegner durch, sein Gewaltschuss strich aber am Tor vorbei.

Peter Speth (li. Trainer Kronshagen) schaut ob der null Punkte skeptisch, dem runderneuten Oberligaabsteiger fehlt etwas Glück. Das weiß auch Co-Trainer Dimitrjus Guscinas (Archivfoto). Quelle: Ismail Yesilyurt
Peter Speth (li. Trainer Kronshagen) schaut ob der null Punkte skeptisch, dem runderneuten Oberligaabsteiger fehlt etwas Glück. Das weiß auch Co-Trainer Dimitrijus Guscinas (Archivfoto). Quelle: Ismail Yesilyurt

„Der Sieg von Hohenwestedt geht wohl in Ordnung. Die Niederlage müssen wir uns selbst ankreiden“, meinte Trainer Speth, dessen Team gegen Ende zumindest noch das Glück hatte, nicht noch höher zu verlieren. Hohenwestedt tauchte noch zwei Mal in Überzahl vor dem Kronshagener Tor auf, doch statt den frei stehenden Mitspieler anzuspielen, wurde der Abschluss gesucht. Die harmlosen Schüsse bedeuteten keine Gefahr (85., 89.).

TSV Kronshagen: Beckmann – Wirth, Yüksel, Hencke (52. Wethgrube), Kallenbach – Kiewald, Alberts (46. Mousa), Huchzermeier, Krege – Baasch (67. Bertermann), Möller (88. Brügge).
Trainer: Peter Speth.

MTSV Hohenwestedt: Blaas – Brandt (77. Falkenhagen), Schnoor, Pinkert, Kasch – Sienknecht (55. Lewin), C. Sievers, Landt (67. Rathje), T. Sievers – Kochanski (90./+2 Boje), Ploog (77. Lütke).
Trainer: Udo Kochanski.

Schiedsrichter: Jörn Göttsch (TSV Lütjenburg).
Assistenten: Faruk Aydin, Jannes Kagerah.

Zuschauer: 60.

Gelb-Rote Karte: Yüksel (58., Kronshagen).

Tor: 0:1 Tjark Sievers (78.).

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