Nico Mussmann bleibt doch beim Heikendorfer SV

von Ismail Yesilyurt

Der Transfer von Nico Ole Mussmann klappte nicht. © 2023 Probsteier SG


Am 28. Juni 2023 hatte Youkick den Transfer von Nico Mussmann von den U 19-Junioren des Heikendorfer SV zum Verbandsligisten Probsteier SG bekannt gegeben. Gestern erreichte uns eine Mitteilung seitens des Heikendorfer SV, dass der Spielerwechsel nicht zustande gekommen ist.

„Ich möchte hier im Sinne der Fußballabteilung des Heikendorfer SV um eine Richtigstellung bitten. Der Spieler Nico Ole Mussmann wurde von der Probsteier SG 2012 mehr als heftig umworben. Es wurde seitens der PSG eine Einigung mit Spieler Mussmann hier bei Youkick.de veröffentlicht. Nun die Fakten: Der Spieler Mussmann hatte a) schon beim Heikendorfer SV zugesagt, auch für die Reserve Fußball spielen zu wollen und b) gab und gibt es keine ordnungsgemäße Kündigung seitens des Fußballers, der einen Wechsel zumindest mal diskutabel gemacht hätte. Natürlich möchten wir keinem Spieler das Fußballspielen erschweren und schon gar nicht verbieten, aber es gibt gewisse Regeln, die einzuhalten sind. Der Heikendorfer SV wird in Zukunft Abwerbungsversuche von A-Jugendlichen, insbesondere in den Herrenbereich, genaustens prüfen, ob hier nicht eine Ausbildungsentschädigung aufgerufen werden kann oder muss“, erklärte Michael Voß (Orga-Leiter, Medien und Kommunikation Fußballabteilung Heikendorfer SV).

Wie weiter zu erfahren war, hat Nico Ole Mussmann bereits am Samstag nach einer Bedenkpause in der zweiten Mannschaft des HSV (Kreisliga Ostholstein) gespielt und nimmt wieder regelmäßig am Training teil.

Auch die Probsteier SG hat sich zu dem Verbleib von Mussmann, der seine Kündigung verspätet am 3. Juli beim Heikendorfer SV per E-Mail einreichte, geäußert. “Wir haben uns absolut fair verhalten und ihm nur eine Perspektive geboten. Und heftig umworben haben wir ihn auch nicht. Das ist schon übertrieben. Wir wissen alle, dass man sich heftige Umwerbungen als Fußballspieler erstmal mit Leistung verdienen muss”, sagte PSG-Spielertrainer Florian Stahl, der zusammen mit Abteilungsleiter Ulrich Schröder die Transferpolitik bespricht.

“Für uns schade, weil er ein talentierter Spieler ist, der jetzt in der Kreisliga seine Zeit verschwendet. Aber anscheinend hat er seinen privaten Weg noch nicht gefunden, um den Kopf frei für Fußball zu haben. Dann ist die Entscheidung auch ok so”, hat Stahl Verständnis dafür, dass nach Auskunft des betroffenen Spieler, dem der Heikendorfer SV eine spätere Freigabe im September offerierte, die Prioritäten nicht auf die schönste Nebensache der Welt gelegt werden.

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