Hat der 1. FC Phönix Lübeck ein weiteres Puzzleteil gefunden mit Jannis Farr?

von Ismail Yesilyurt

Neuzugang Jannis Farr (1. FC Phönix Lübeck). © 2026 1. FC Phönix Lübeck


Der 1. FC Phönix Lübeck, der die abgelaufene Saison in der Regionalliga Nord in den Top 5 beendete, befindet sich auf der Zielgerade bei seiner Transferplanungen für die anstehende Spielzeit 2026/27: Die „Adlerträger“ lotsten Jannis Farr von der Ostseeküste an die Travemünder Allee. Der 26-jährige Defensivspezialist, der über Jahre hinweg mit das Gesicht des Greifswalder FC prägte, hat bei den Lübeckern ein langfristiges, bis zum 30. Juni 2028 gültiges Arbeitspapier unterzeichnet.

Mit Farr gewinnt Phönix einen extrem erfahrenen und sportlich wie defensiv flexibel einsetzbaren Akteur. Der gebürtige Rostocker, der vornehmlich als Rechtsverteidiger agiert, aber auch auf der linken Abwehrseite oder im defensiven Mittelfeld seine Stärken einbringen kann, bringt genau die Mentalität und Konstanz mit, die Phönix für den angestrebten Spitzenkampf in der Regionalliga Nord sucht.

Ausgebildet an der Kogge: Wiedersehen mit einem alten Bekannten

Seine fußballerische Grundausbildung genoss der 1,81 Meter große Defensivmann, der 30 von 34 Spielen 2025/26 für den Tabellenfünfzehnten Greifswald auf dem Platz stand. in der Nachwuchsakademie des FC Hansa Rostock. Im Nachwuchsleistungszentrum der „Kogge“ durchlief Farr sämtliche Jugendmannschaften bis zur U19-Bundesliga. Besonders charmante Randnotiz des Transfers: In Rostock spielte er jahrelang Seite an Seite mit dem ehemaligen Phönix-Kapitän Johann Berger.

Im Sommer 2017 folgte schließlich der Wechsel zum damaligen Greifswalder SV (dem heutigen Greifswalder FC) – ein Schritt, der sich als Glücksfall für beide Seiten erweisen sollte. In Mecklenburg-Vorpommern entwickelte sich das Defensiv-Ass rasant zum unumstrittenen Stammspieler und zur absoluten Führungspersönlichkeit. Farr stieg mit dem GFC von der Oberliga in die Regionalliga Nordost auf und feierte dort sensationelle Erfolge, wie die Vizemeisterschaft in der Saison 2023/24 sowie den Einzug in den DFB-Pokal.

„Echte Identifikationsfigur“: Frank Salomon schwärmt vom Neuzugang

Dementsprechend euphorisch zeigt sich Phönix-Geschäftsführer und Sportdirektor Frank Salomon über die gelungene Verpflichtung:

„Jannis hat in 189 Pflichtspielen für den Greifswalder FC konstant gezeigt, wie wertvoll er für eine Mannschaft sein kann. Er ist bei seinem vorherigen Club über Jahre hinweg zu einer echten Identifikationsfigur geworden. Natürlich wünschen wir uns, dass bei Phönix etwas Ähnliches wachsen kann – weil Jannis eben genau der Typ ist, auf den du dich verlassen kannst. Sportlich und menschlich.“

Voller Fokus auf die neue Herausforderung bei den „Adlern“

Für Jannis Farr selbst bedeutet der Wechsel nach Lübeck nicht nur den Sprung in die Regionalliga Nord, sondern auch das Aufschlagen eines komplett neuen Kapitels nach neun Jahren Heimattreue in Mecklenburg-Vorpommern. Der Neuzugang brennt auf seine neue Aufgabe im Phönix-Trikot:

„Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung bei Phönix Lübeck und hoffe, wir als Verein können die nächste Saison so erfolgreich wie möglich gestalten. Ich habe den Verein die letzten Jahre schon verfolgt und gesehen, was hier alles möglich sein kann. Ich werde alles dafür geben, meinen Teil dazu beizutragen, dass wir unsere Ziele erreichen werden.“

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