Kantersieg im CITTI FUSSBALL PARK: Laurynas Kulikas feiert traumhaften Abschied

von Ismail Yesilyurt

Christian Reimers (li.. Nordmark Satrup) gegen Aldin Jakupovic (Holstein Kiel II). © 2026 Ismail Yesilyurt


Es war eine klare Angelegenheit im Kieler CITTI FUSSBALL PARK: Die U23 von Holstein Kiel hat ihr letztes Heimspiel der Saison souverän mit 6:0 gegen den TSV Nordmark Satrup gewonnen. Während die Kieler damit ihren zweiten Tabellenplatz in der Oberliga Schleswig-Holstein festigten, bleibt Satrup auf dem neunten Rang – für beide Teams wird sich am abschließenden Spieltag an diesen Platzierungen nichts mehr ändern. Das Spiel stand ganz im Zeichen des Abschieds, allen voran dem von „Altmeister“ Laurynas Kulikas, der nach über einem Jahrzehnt im Nest der Störche seinen Ausstand mit Bravour feierte.

Ein „Panenka“ zum Abschied: Kulikas stellt die Weichen

Die Jungstörche begannen die Partie mit enormer Spielfreude und machten das „Bollwerk“ aus Mittelangeln bereits in der ersten Hälfte mürbe. Laurynas Kulikas erwies sich dabei als idealer Türöffner: Bereits nach sechs Minuten traf der erfahrene Mittelstürmer gegen den weit aufgerückten Gästekeeper aus der Distanz zum 1:0. In der 31. Minute legte er per Elfmeter nach – und das auf künstlerische Weise: mit einem Tricky-Elfmeter á la Panenka. Für die jüngeren Leser: Damit wurde der tschechsiche Fußballspieler Antonin Panenka weltberühmt, als er den letzten Elfmeter lässig per Lupfer in die Mitte des Tores gegen Sepp Maier zum Finalsieg bei der Europameisterschaft 1976 chippte.

Das Trikot von Lasse Petersen (TSV Nordmark Satrup) ist gekennzeichnet vom Kampf gegen den Favoriten Holstein Kiel II. © 2026 Ismail Yesilyurt
Das Trikot von Lasse Petersen (TSV Nordmark Satrup) ist gekennzeichnet vom Kampf gegen den Favoriten Holstein Kiel II. © 2026 Ismail Yesilyurt

Ganz so berühmt wird Kulikas sicherlich nicht, aber mehr als ein Jahrzehnt bei den Kieler Störchen hinterlassen auf beiden Seiten Spuren. Sichtlich bewegt zeigte sich Kulikas nach dem Abpfiff bei seinem Statement auf der Webseite der Kieler:

„Für mich war es ein perfekter Tag – wie im Bilderbuch. Meine Familie und Freunde waren da, dazu ist uns im Spiel vieles gelungen. Besser hätte ich es mir nicht erträumen können“.

Die Satruper standen nicht nur kompakt vor dem eigenen Strafraum, sondern versuchten auch immer wieder, zu ihrem gefährlichen schnellen Umschaltspiel zu kommen. Doch Holstein hatte war fokussiert in der Defensive und auf dieses Absichten des Gegners eingestellt, sodass sich keine ernstzumehmende Gefahr vor dem eigenen Gehäuse trotz großem Willen der Gäste entwickelte.

Einseitiger zweiter Durchgang: Kieler Torhunger ungebremst

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Gäste zwar kurzzeitig Gegenwehr, doch der enorme Aufwand gegen die übermächtigen Kieler hinterließ bald Spuren. Die Gastgeber nutzten ihre Überlegenheit nun gnadenlos aus. Der eifrige Kjell Knaak vollendete eine Umschaltsituation in der 51. Minute zum 3:0, ehe Lenny Borges mit einem Doppelschlag binnen vier Minuten (64. und 68.) seine gute Spielnote unterstrich und für die endgültige Entscheidung sorgte.

Brian Nielsen (Nordmark Satrup) packt gegen Kjell Knaak (Holstein Kiel II) zu. © 2026 Ismail Yesilyurt
Brian Nielsen (Nordmark Satrup) packt gegen Kjell Knaak (Holstein Kiel II) zu. © 2026 Ismail Yesilyurt

Den Schlusspunkt setzte der starke Leon Parduzi, der nach drei Vorlagen in der 71. Minute selbst zum 6:0-Endstand traf.

Trainer Sven Boy lobte trotz des hohen Sieges die Moral des Gegners, hob aber vor allem den Charakter seines Teams hervor:

„Es war ein hartes Stück Arbeit, weil die Satruper immer wieder gut umgeschaltet haben. Die Selbstlosigkeit vieler Spieler hat es möglich gemacht, dass sich einige Jungs heute noch einmal zeigen konnten“.

Umbruch im Holstein-Nest: Acht Spieler verabschiedet

Das Spiel bildete den Rahmen für eine größere Verabschiedungswelle bei der U23. Neben Laurynas Kulikas werden sieben weitere Akteure die KSV verlassen: Lasse Soldanski, Etienne Sohn, Tim Spieckermann, Gustav Karimi, Lenny Borges, Enes Rüzgar und Finn Wirlmann erhielten vor heimischer Kulisse ihren verdienten Applaus.

29. Spieltag – Oberliga SH

Datum Begegnung Erg.
08.05.26 TuS Rotenhof – Türkspor Kiel 2:1
09.05.26 SV Todesfelde – Heider SV 2:0
09.05.26 Kaltenkirchener TS – Eutin 08 1:2
09.05.26 MTSV Hohenwestedt – PSV Neumünst. 1:3
09.05.26 Oldenburger SV – Kilia Kiel 1:6
10.05.26 VfR Neumünst. – SV Eichede 2:2
10.05.26 Holstein Kiel U23 II – TSV Satrup 6:0
10.05.26 1. FC Phönix II – Preußen Reinfeld 4:4

Tabelle Oberliga Schleswig-Holstein

Pos Verein Sp. Tore Pkt.
1 SV Todesfelde (Ab) 29 77:24 74
2 Holstein Kiel U23 II (Ab) 29 80:25 62
3 SV Eichede 29 59:27 59
4 FC Kilia Kiel 29 85:36 58
5 VfR Neumünster 29 60:53 50
6 1. FC Phönix Lübeck II (Auf) 29 67:60 45
7 Heider SV 29 55:58 44
8 Polizei SV Union Neumünster 29 63:59 41
9 TSV Nordmark Satrup 29 42:50 37
10 TuS Rotenhof 29 50:67 34
11 Kaltenkirchener TS (Auf) 29 42:54 33
12 Oldenburger SV 29 58:81 29
13 Eutin 08 29 32:62 27
14 MTSV Hohenwestedt 29 41:66 23
15 Inter Türkspor Kiel (Auf) 29 30:75 20
16 SV Preußen Reinfeld 29 37:81 16

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