Jasmin Grosnick brachte die Holstein Women mit 1:0 in Führung. Fotos: © Holger Klaschka
Holstein Women – Werder Bremen II 3:1 (3:1)
Die Vizemeisterschaft ist fast schon gedruckt für die Frauen von Holstein Kiel. Nach dem 3:1-Erfolg nach einer nicht berauschenden, aber vor allem defensiv ordentlichen Vorstellung gegen die zweite Mannschaft von Werder Bremen geht die Elf von Bernd Begunk mit zehn Punkten Vorsprung in das letzte halbe Dutzend an Spielen in der Regionalliga Nord.
„Spielerisch war das nicht so gut“, begann der Kieler Coach sein Statement. Dagegen sehr positiv bewertete Begunk die Umsetzung des Matchplans. Die sah als Punkt eins vor, nicht in Hektik zu verfallen, wenn es mal nicht läuft. So wie zu Beginn, als der Tabellenzehnte mehr Ballbesitz fabrizierte. Bedingt auch durch Punkt zwei auf der Liste vor dem Spiel. Den Bremern, bekannt für ein schnelles Umschaltspiel, sollte das Wasser abgegraben werden. Das klappte. „Wir haben dann Werder immer mehr unter Druck gesetzt“, funktionierte der Plan.
Nach einer Rechtsflanke von Alia Redant köpfte Sandra Krohn am hinteren Torraum auf den ersten Pfosten. Dort stand Paula Harder und die köpfte zurück ins Zentrum, wo Jasmin Grosnick zum 1:0 einschoss. Aufgrund zu vieler unnötiger Ballverluste kamen in der Folgezeit nur einige lohnende Spielzüge zustande. Einer der Fehlpässe leitete schließlich auch den Ausgleich ein, als Innenverteidigerin Jasmine Grapengeter den Ball in die Füße einer grün-weißen Spielerin spielte, die Emily Lemke zum 1:1 bediente. Beim 3:1 nutzte Sandra Krohn auch einen Fehlpass aus und siegte im Eins-zu-eins-Duell mit Witte.

Der Frust von Chefcoach Bernd Begunk über diese Nachlässigkeit verflog schnell. Paula Harder lief einem Rückpass nach, setzte Bremens Keeperin Kira Witte so unter Druck, dass beim Klärungsversuch der Ball von Harder zum 2:1 abprallte.
Nach der Pause passierte vor den Toren nichts Großartiges. Die Holstein Women kontrollierten das Spielgeschehen und ließen Werder Bremen nicht mehr gefährlich vor das eigene Gehäuse. Zumal auch Innenverteidigerin Samanta Carone wieder mal einen Sahnetag erwischt hatte. Die Kielerinnen hatten noch eine Großchance durch redant. Und ein Abseitstreffer durch die eingewechselte Luiza Zimmermann zum 4:1. Wobei Begunk hinter das Abseits ein großes Fragezeichen setzte.

Mit dem fünften Sieg in Serie schicken die Störche damit Werder Bremen auf einen Abstiegsplatz.
Holstein Women: Paulsen – Ziegler, Grapengeter, Carone, Meyer – Grosnick – Begunk, Onderka (46. Zimmermann)– Redant, Harder (71. Jürgensen), Krohn (57. Mikolassek).
Trainer: Bernd Begunk.
Werder Bremen II: Witte – Entelmann, Bertram, Lemke, Alina Böttjer, Rodel (62. Laufer), Zabel, Eefje Bötjer, Rößeling, Zimmer (62. Grazei), Manakov (62. Hauschild).
Trainer: Sven Gudegast.
Schiedsrichter: Bianca Schultz (SV Hochdonn). Assistenten: Lea Wolter, Malte Richter.
Zuschauer: 40.
Tore: 1:0 Grosnick (12.), 1:1 Lemke (34.), 2:1 Harder (37.), 3:1 Krohn (41.).