Finn Jacobsen ist einer von drei Torhütern, die Christian Schössler fördert. Archivfotos: © Ismail Yesilyurt
Bereits vor dem Start in die Rückrunde kann der Gettorfer SC von einem gelungenen Saisonverlauf sprechen. Grund: Der Umbruch der Mannschaft und der Einbau vieler junger Spieler ist bereits nach einem halben Jahr vollzogen. Der dritte Platz mit 21 Punkten aus zwölf Spielen in der Landesliga Mitte ist nur ein Beleg für die gute Arbeit von GSC-Trainer Christian Schössler, der zuversichtlich in die Zukunft schauen darf.
„Mit der Entwicklung der Mannschaft sind wir sehr zufrieden. Mit jedem Spieltag sind wir besser geworden. Und das dann noch Platz drei hinter der Ausnahmemannschaft Kilia und dem wirklich starken TSV Klausdorf herausspringt, ist schon toll“, erklärt Schössler, der gleich eine Reihe junger Spieler ins Feuer warf. Nicht nur das Torwarttrio mit Finn Jacobsen, Eric Koch und Henrik Holz, die alle ihre Spielanteile bekamen, sondern auch Innenverteidiger Leon Petersen und Rechtsverteidiger Justus Plehwe, die stellvertretend für noch weitere Nachwuchsspieler stehen, sind das Gesicht der neuen Gettorfer Mannschaft.
„Die jungen Spieler haben allerdings auch sehr von den erfahrenen Spielern wie Yannick Wolf, David Wagner, Kevin Link oder Torben Dahsel profitiert. Unter deren Führung, haben alle viel gelernt“, so Schössler, dessen Mannschaft zwar lange auf Torjäger Dahsel aufgrund einer muskulären Verletzung verzichten musste, den Ausfall aber recht passabel kompensieren konnte.



Passabel war auch der Auftritt gegen den ungeschlagenen Spitzeneiter FC Kilia Kiel. Zwar ging die Partie mit 2:5 verloren, doch für Schössler zählt gegen das mit Top-Spielern gespickte Kieler-Ensemble nicht das Ergebnis, sondern vor allem der Auftritt seiner jungen Mannschaft. „Das war ein sehr mutiges Spiel von uns. Gegen eine bessere Mannschaft haben wir uns bis zum Schluss nicht versteckt und wurden vielleicht auch ein wenig verdient belohnt“, so der Coach, dessen Team bis zur 73. Minute zwar mit 0:3 zurücklag, aber nicht aufgab und dann binnen neun Minuten auf 2:3 herankam. Reichen sollte es am Ende aber nicht mehr.
Gut verkauft haben sich nicht nur in dieser Partie die Youngster Leon Petersen (21 Jahre) und Mittelfeldspieler Leonard Braun (21), die ihre Sache gegen die ausgebufften Cracks aus Kiel ausgesprochen gut machten. Der laufstarke Braun, der bereits Verantwortung übernehmen kann, hat sich wie Petersen zum Leistungsträger und Stammspieler gemausert. „Das ist das, was wir wollen. Im Fokus steht allein die Entwicklung der Spieler und das Formen einer schlagkräftigen Mannschaft. Zu Saisonbeginn war es unser Ziel, die Klasse zu halten. Da sind wir doch gut davor. Jetzt können wir ohne Druck arbeiten“, erklärt Christian Schössler, dessen Team bei anhaltendem Trend mittelfristig auch von höheren Zielen träumen darf.