Flintbek holt wichtige Punkte – Preetzer TSV nach 0:3 im Mittelfeld versunken

von Ismail Yesilyurt

Jonas Römpke (li.), hier gegen Hans Reimers (SG Sarau-Bosau), machte den Sack zu. © 2025 Ismail Yesilyurt


Der einstige Tabellenführer Preetzer TSV hat in der Verbandsliga Ost ergebnistechnisch einen weiteren Dämpfer erlitten. Seit dem 4:1-Erfolg von Preetz gegen Eidertal II am 3. Oktober 2025 ist viel Zeit vergangen – und die Schusterstädter sind mit dem 0:3 am 21. Spieltag in Flintbek nach sieben Spielen ohne einen Dreier endgültig zur grauen Maus mutiert. Die Flintbeker mit Co-Trainer Marcel Naeve statt des erkrankten Cheftrainers Matthias Liebal sind nach dem Erfolg mit 25 Punkten auf Platz 9 fast gleichauf mit Preetz.

2:0-Führung gibt Flintbek Lockerheit

„Sind gut in die Partie gekommen, haben nicht viel zugelassen, gerade defensiv. Offensiv waren wir vielleicht nicht so ganz da“, sagte Naeve über den Beginn im ersten Spielabschnitt. Ein glückliches Eigentor von Keeper Felix Bellmann brachte das 1:0 (21.), gefolgt von einem sauberen Spielzug zum 2:0 durch Moritz Hübner (27.). „Das hat uns ein bisschen Lockerheit reingebracht, sodass wir in der Folge dann auch das 2:0 durch einen guten Spielzug nachlegen konnten. Was uns, ja, gewisse Sicherheit gebracht hat“, erklärte Naeve.

Moritz Hübner (TSV Flintbek) ist auch am Mittwoch erfolgreich. © 2025 Ismail Yesilyurt
2:0-Schütze Moritz Hübner (TSV Flintbek). © 2025 Ismail Yesilyurt

Preetz musste auf zwei wichtige Eckpfeiler verzichten: Stürmer Nico Kocks fehlte noch wegen einer Kreuzbanddehnung, FlorianZiemer war gesperrt aufgrund einer gelb-roten Karte im letzten Punktspiel am 22. November bei der Probsteier SG. „Ja, mussten wir ein wenig umstellen“, räumte Co-Trainer Jirka Heine ein. „Aber der Mannschaft kann man eigentlich keinen großen Vorwurf machen. Ja, sie haben definitiv eine gute Moral bewiesen. Phasenweise wirklich auch gut kombiniert, Chancen erspielt, aber dann fehlte der letzte Punch.“

Verpasste PTSV-Chancen vor der Pause

Kurz vor der Pause hatte Preetz drei starke Gelegenheiten. Enno Schulz dribbelte sich rechts fest, Phil Windmüller scheiterte nach Passstaffette mit Jendrik Müller und Moritz Dannberg am Keeper und knapp am Tor vorbei. „Klar, dass die Abläufe noch nicht ganz so reibungslos laufen nach der doch holprigen Vorbereitung aufgrund der Witterungsverhältnisse“, so Heine.

Nico Schümann (Probsteier SG) im Zwei- bzw. Ringkampf gegen Enno Schulze (vorne, Preetzer TSV). © 2025 Ismail Yesilyurt
Enno Schulze (vorne, Preetzer TSV), hier gegen Nico Nico Schümann (Probsteier SG), verpasste den Anschlusstreffer. © 2025 Ismail Yesilyurt

Flintbek ließ kurzzeitig Kontrolle vermissen: „Haben uns zu tief hinten reinfallen lassen. Was auch schon letzte Woche ein Problem war“, gab Naeve zu. „Und haben Preetz deutlich mehr den Ball überlassen. Was dann dazu führte, dass Preetz zu sehr guten Torchancen kam, diese aber nicht genutzt hat.“

Jonas Roempke macht das Spiel sicher

Nach der Pause blieb es ausgeglichen. Flintbek verspielte im letzten Drittel viel, „Da wird definitiv auch der Schwerpunkt liegen dann für die kommenden Wochen wahrscheinlich“, blickte Naeve voraus. Doch Jonas Roempke traf zum 3:0 (68.) und sicherte den ersten Heimsieg. „Für uns sehr wichtige drei Punkte. Vielleicht ein bisschen glücklich, aber letztlich muss man sagen, haben wir uns die Tore dann vielleicht auch ein bisschen erarbeitet “, freute sich der Flintbeker Coach. „Jetzt geht es nächste Woche zum Derby nach Molfsee, Freitagabend. Wir freuen uns, kommen mit viel Rückenwind und sind gespannt, was da geht.“

Jirka Heine blickte optimistisch auf die kommenden Aufgaben: „Heute ärgern wir uns da drüber, aber morgen geht es weiter und am Freitag haben wir die Möglichkeit im ersten Heimspiel 2026 gegen Gremersdorf die Niederlage wieder wettzumachen. Für uns ist es ein Prozess und den nehmen wir an und schauen frohmutig nach vorne.“

Stimmen zum Spiel

Jirka Heine (Co-Trainer Preetzer TSV)
Marcel Naeve (Trainer TSV Flintbek)

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