Der Jahrgang 2025/26 wird beim SV Frisia 03 Risum-Lindholm ein guter werden. © 2025 Wolfgang Pustal
Der SV Frisia 03 Risum-Lindholm hat das wichtige Verfolgerduell bei der SSG Rot-Schwarz Kiel am Samstagnachmittag mit 3:0 (0:0) für sich entschieden. Auf einem schwer bespielbaren Platz bewies die Mannschaft eine enorme defensive Stabilität und schlug in der Schlussphase durch gnadenlos effiziente Umschaltmomente zu.
Zähes Ringen auf hartem Geläuf
Bei sommerlichen Temperaturen und auf einem extrem trockenen, harten Rasenplatz entwickelte sich von Beginn an kein fußballerischer Leckerbissen. Die Gastgeber aus Kiel waren zwar um Spielkontrolle bemüht, fanden aber spielerisch kaum Lösungen. Viele ungenaue Diagonalbälle der SSG landeten im Seitenaus, wodurch kein echter Spielfluss aufkommen wollte.
Frisia hingegen konzentrierte sich auf eine kompakte Defensive und suchte bei Ballgewinn sofort den direkten Weg in die Spitze. Besonders der wuselige Renz Rapräeger sorgte mit guten Dribblings immer wieder für Unruhe. Die beste Gelegenheit der chancenarmen ersten Halbzeit hatte Jannik Drews, der nach einem Ballgewinn im Aufbau von der linken Seite auf das Tor zulief, das lange Eck jedoch knapp verfehlte. Rot-Schwarz Kiel strahlte lediglich bei Standardsituationen etwas Gefahr aus.
Kiel drückt, Hansen rettet – Drews bricht den Bann
Im zweiten Durchgang zeigten sich die Hausherren stark verbessert und kamen gefährlicher vor das Frisia-Tor. Liga-Top-Torjäger Marc Zeller setzte einen Schuss an den Pfosten, wenig später köpfte Leon Lembke den Ball nach einer Ecke völlig freistehend mit der Schulter auf das Gehäuse. Auf der Gegenseite scheiterte Marvin Bruhn mit einem Volleyschuss am stark reagierenden Kieler Schlussmann.
Die Entscheidung in dieser umkämpften Partie fiel in der 77. Minute: Frisia führte einen Freistoß in der eigenen Hälfte gedankenschnell aus und schickte Jannik Drews mit einem langen Ball auf die Reise. Der Kieler Keeper schien die Situation eigentlich schon unter Kontrolle zu haben, doch der Ball versprang ihm auf dem unebenen Boden. Drews schaltete am schnellsten, schnappte sich die Kugel und schob sie aus rund 20 Metern von halblinks ins leere Tor zur 1:0-Führung ein.
Kiel antwortete mit wütenden Angriffen und hatte quasi im Gegenzug die Riesenchance zum Ausgleich: Nach einem Eckball kam Lembke im Rückraum völlig frei zum Abschluss und packte einen sehenswerten Seitfallzieher aus. Doch Frisia-Keeper Jorge Hansen parierte den harten Schuss ebenso spektakulär und hielt die knappe Führung fest.
Dethlefsen und Shams machen den Deckel drauf
Da Kiel auf dem holprigen Platz kein geordnetes Aufbauspiel mehr zustande brachte, boten sich Frisia in der Schlussphase Räume. Nach einem Entlastungsangriff gab es Eckball für die Gäste: Der eingewechselte Christoph Dethlefsen stieg am höchsten und köpfte wuchtig zum 2:0 ein (89.). In der Nachspielzeit wurde das Ergebnis sogar noch deutlicher, als Renz Rapräeger steil geschickt wurde, seinen Gegenspieler abschüttelte und überlegt in die Mitte querlegte, wo Joker Jawad Shams zum 3:0-Endstand vollendete (90.+1).
Stimme zum Spiel – Marvin Bruhn:
„Es ist schon beeindruckend, was für eine Gefahr wir in unseren Umschaltmomenten ausstrahlen können. Auch wenn wir uns heute phasenweise auf das Verteidigen beschränken mussten und primär auf eine sichere Defensive geachtet haben, zeichnet uns das einfach aus. Wir stehen hinten echt gut, lassen verhältnismäßig wenig zu und wissen genau, dass wir nach vorne jederzeit gefährlich werden können. Wie wir das in dieser Saison als Team umsetzen, macht einfach großen Spaß. Jetzt wollen wir die letzten beiden Spiele noch erfolgreich bestreiten und unseren dritten Platz bis zum Ende verteidigen.“
SSG Rot-Schwarz Kiel: Stein – Kannenberg, Kiewald (70. Franke), Elsner (46. Kratzenberg), Iheagwaram (77. Todt), Lembke, Zeller, Jarik (46. Logemann), Lemke (77. Möhr), Kayali, Hopp.
Trainer: Ove Saß.
SV Frisia 03 Risum-Lindholm: J. Hansen – Klemmer, Paulsen, Danielsen – Jesse Traber (84. Jashanica), Tade Traber (66. Dethlefsen), Bruhn, Höfer (82. Shams), Sönnichsen (59. Pause) – Rapraeger, Drews.
Trainer: Uwe Petersen.
SR: Torben Dwinger (SV Todesfelde).
Ass.: Henning Grimm, Felix Butenschoen.
Z.: 30.
Tore: 0:1 Jannik Drews (77.), 0:2 Christoph Dethlefsen (89.), 0:3 Jawad Shams (90.+1).
28. Spieltag – Landesliga
| Datum | Begegnung | Erg. |
|---|---|---|
| 02.05.26 | SpVg Eidertal Molfsee – Heider SV II | 11:0 ABBRUCH |
| 02.05.26 | TSV Friedrichsberg-Busdorf – TSV Hattstedt | 5:2 |
| 02.05.26 | Rot-Schwarz Kiel – SV Frisia 03 Risum-Lindholm | 0:3 |
| 02.05.26 | TSV Kropp – Eckernförder SV | 1:2 |
| 02.05.26 | SC Weiche Flensburg 08 II – TSV Kronshagen | 0:4 |
| 03.05.26 | SV Dörpum – TSV Klausdorf | -:- |
| 03.05.26 | TSB Flensburg II – TSV Rantrum | -:- |
| 03.05.26 | TuS Jevenstedt – SVE Comet Kiel | -:- |
Tabelle Landesliga Schleswig
| Pos | Verein | Sp. | Tore | Pkt. |
|---|---|---|---|---|
| 1 | TSB Flensburg (Ab) | 27 | 102:22 | 77 |
| 2 | Eckernförder SV (Ab) | 28 | 66:26 | 64 |
| 3 | SV Frisia 03 Risum-Lindholm | 28 | 79:39 | 53 |
| 4 | SpVg Eidertal Molfsee (Ab) | 28 | 94:53 | 50 |
| 5 | SSG Rot-Schwarz Kiel | 28 | 53:53 | 48 |
| 6 | TSV Rantrum | 27 | 88:52 | 46 |
| 7 | TSV Klausdorf | 27 | 67:55 | 44 |
| 8 | SC Weiche Flensburg 08 II | 28 | 65:57 | 41 |
| 9 | SV Dörpum | 27 | 62:54 | 37 |
| 10 | TSV Kronshagen | 28 | 38:36 | 35 |
| 11 | TSV Friedrichsberg-Busdorf | 28 | 54:82 | 31 |
| 12 | TSV Kropp | 28 | 40:61 | 28 |
| 13 | TSV Hattstedt (Auf) | 28 | 44:76 | 22 |
| 14 | TuS Jevenstedt | 27 | 31:65 | 21 |
| 15 | SVE Comet Kiel (Auf) | 27 | 38:91 | 14 |
| 16 | Heider SV II (Auf) | 28 | 39:138 | 9 |
