Die Geschichte der Kieler Fußballvereine: 100 Jahre VfR Laboe – ein Jahrhundert Fußballgeschichte

von Redaktion Youkick

Festumzug zum 75. Geburtstag und zur Bezirksligameisterschaft 1975. © Archivgruppe Laboe


Der VfR Laboe hat Geburtstag. Der Verein vom Stoschplatz wird in diesem Jahr 100 Jahre alt. Grund genug für Wolfgang Reimers, Autor der Buchreihe über den Kieler Amateurfußball, dem Fußball im Verein für Rasensport sein Band 14 zu widmen.

Die Anfänge: Von der Hafenwiese zum eigenen Verein

„Alles fing mit einem echten Lederball als Weihnachtsgeschenk an“, weiß der Autor. Eine Gruppe Jugendlicher fand sich allwöchentlich am Laboer Yachthafen zusammen, um Fußball zu spielen. Schnell kam innerhalb der schnell anwachsenden Gruppe der Wunsch auf, ihren geliebten Sport auch in einem Verein zu betreiben. Doch da sich der Vorstand des ansässigen Turnvereins mit der Gründung einer Fußballabteilung nicht wirklich anfreunden konnte, wurde am 31. März 1926 der selbständige „Laboer Fußballverein“ gegründet.

Der Stoschplatz 1929.  © Archivgruppe Laboe
Der Stoschplatz 1929. © Archivgruppe Laboe

Schon im September 1926 des gleichen Jahres folgte die Einweihung des Stoschplatzes, noch heute Spielstätte des VfR Laboe. Als „Rasensport Laboe“ startete der Verein zwei Jahre später im Punktspielbetrieb. Der Erfolg blieb überschaubar. Die Bedingungen in Laboe waren schwierig.

Der Neustart 1945: Aufstieg in die Landesspitze

Umso eindrucksvoller war dann der Neustart 1945. Mit Spielern der Extraklasse wie Horst Nölte, Horst Rösner, Walter Wiendlocha oder Willi Michel schaffte der VfR Laboe sensationell den Aufstieg in die oberste Spielklasse des Landes. Auch nach dem Abstieg gehörte der VfR zu den besten Teams der zweithöchsten Spielklasse. Akteure wie Klaus Schuleit, Walter Hansen, Willi Rösner und Torwartlegende Klaus Schnoor waren in ganz Fußball-Kiel bekannt. 17 lange Jahre spielten die Schwarz-Weißen in dieser Liga. Trainer wie Heinz Godau und Walter „Polo“ Wiendlocha setzten auf die Offensivkraft ihrer Mannschaft. Mit Erfolg. Klaus Schuleit avancierte in diesen Jahren zum erfolgreichsten Torschützen im Kieler Fußball.

Punktspiel 1954 gegen den Heikendorfer SV. © Vereinsarchiv VfR Laboe
Punktspiel 1954 gegen den Heikendorfer SV. © Vereinsarchiv VfR Laboe

Die goldenen Jahrzehnte: DFB-Pokal und Torrekorde

Mitte der 1970er Jahren setzte der VfR zum nächsten Höhenflug an. Dieses Mal waren es Akteure wie Jörg Rückbrodt, Manfred Rösner, Bernd Wiendlocha und in den 1980er Jahren Holger Haltenhof sowie Meistertrainer wie Helmut Ponath, Holger Saager und wieder Walter Wiendlocha, die die Schwarz-Weißen in bisher nicht gekannte Höhen führten. Platz 2 im Kieler Fußball, Teilnahme am DFB-Pokal auf Bundesebene, zwei Meisterschaften, die Vizemeisterschaft in der zweithöchsten Spielklasse und immer wieder den besten Torschützen Kiels in den eigenen Reihen. Mit mehr als 4.700 Toren in den letzten 80 Jahren gehört der VfR noch heute zu den drei angriffsfreudigsten Mannschaften im Kieler Fußball

Ein echtes Erfolgsmodell

Auch nach dem Abstieg aus dem Bezirksfußball schwamm der VfR auf der Erfolgswelle: Fünf Meisterschaften, sieben Vizemeisterschaften und ebenso viele Aufstiege und mit Gustav Stüber, Klaus Schuleit, Jörg Rückbrodt, Bernd Wiendlocha, Matthias Petersen, André Sümnik und Jan-Patrick Wemmer in zwölf Jahren Kiels Top-Torjäger in den eigenen Reihen. Der VfR Laboe ist ein Erfolgsmodell!

100 Jahre VfR Laboe. ©  Wolfgang Reimers
100 Jahre VfR Laboe. © Wolfgang Reimers

Chronik auf 232 Seiten

Das alles hat Wolfgang Reimers mit vielen Bildern auf 232 Seiten zusammengefasst. Mehr über das Projekt ist unter www.fussball-in-kiel.de zu erfahren.

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