Gemeinsam in einem starken Kollektiv hat der TSV Flintbek den Bock umgestoßen. © 2026 Ismail Yesilyurt
Nach vier Niederlagen in Folge hat der TSV Flintbek in der Verbandsliga Ost ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Gegen den Preetzer TSV drehten die Hausherren nach dem Seitenwechsel beim Toreschießen mächtig auf und feierten am 6. Spieltag mit einem am Ende klaren und verdienten 6:2 (1:1) ihren zweiten Saisonsieg. Während in Flintbek nach dem Schlusspfiff Erleichterung überwog, übte Gästecoach Ismet Nac nach der herben Pleite Selbstkritik und nahm die Niederlage voll auf seine Kappe.
Ausgeglichene erste Hälfte und Preetzer Führung
Die Begegnung begann auf dem engen Kunstrasenplatz sehr intensiv. Beide Teams begegneten sich zunächst auf Augenhöhe. Nach 28 Minuten jubelten die Gäste: Felix Kabus brachte den Preetzer TSV mit 1:0 in Führung. Die Gäste verpassten es in der Folge jedoch, den Vorsprung bei einer guten Gelegenheit auszubauen. Kurz vor der Pause schlugen die Hausherren dann nach einem Standard zurück: Andreas Büssau köpfte eine Ecke in der 39. Minute zum 1:1-Ausgleich ein.
„Zum Spiel denke ich, dass wir ein ausgeglichenes Spiel in der ersten Halbzeit gesehen haben mit leichten Vorteilen für uns.“, fasste Nac kurz zusammen. Flintbeks Coach Stephan Mordhorst zeigte sich mit dem Pausenstand ebenfalls im Reinen: „Wir sind dann auch nach 30 Minuten mal wieder in Rückstand geraten, nach einer Kontersituation. Konnten das dann nach einer Ecke durch Andy Büssau mit Kopfball ausgleichen. So gingen wir mit 1:1 in die Halbzeit. Das war auch zu dem Zeitpunkt ein völlig gerechtes Ergebnis, würde ich mal sagen.“
Flintbeker Doppelschlag bricht den Bann nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel binnen weniger Minuten komplett zugunsten der Gastgeber. Der überragende Dreifach-Torschütze Nils Tietgen brachte sein Team mit seinem ersten Tor per gelungenem Heber auf die Siegerstraße (58.).
„Und wie es dann im Fußball auch so oft ist, die erste Situation, ein gelungener Heber, der dann das 2:1 nachher machte, war dann so ein bisschen der Dosenöffner für ein in der Höhe auch verdientes 6:2 am Ende. Ja, haben uns für den Aufwand endlich mal belohnt, haben alles reingeworfen“, Stephan Mordhorst beschrieb den Wendepunkt des Spiels. Im Minutentakt folgten weitere Gegentreffer: Fynn-Niklas Nordheim (59.) und erneut Tietgen (65.) schraubten das Resultat innerhalb kürzester Zeit auf 4:1 nach oben.

Preetz-Coach Ismet Nac haderte mit seinem Coaching in dieser Phase und stellte sich schützend vor seine Mannschaft: „Ja und dann muss ich mich da mal vor die Jungs stellen. Keine gute Entscheidung von mir, das laufen zu lassen und nur an ein paar kleinen Stellschrauben zu drehen. Hatteeine volle Bank und habe aber nicht agiert, weil es doch ein sehr intensives Spiel war. Wir sind zwar noch ganz gut reingekommen in die zweite Halbzeit, aber haben dann nach einer Ecke für uns das 2:1 kassiert.“
Klares Ende und voller Fokus auf die nächste Aufgabe
In der Schlussphase bauten Joshua Vinh Grimm (69.) und Nils Tietgen mit seinem dritten Treffer des Tages (82.) die Führung sogar auf 6:1 aus. Der eingewechselte Paul Rath konnte in der Schlussminute (90.) zwar noch den Treffer zum 2:6-Endstand aus Preetzer Sicht erzielen, am verdienten Kantersieg der Gastgeber änderte das jedoch nichts mehr.
„Herausheben aus dem Gesamtkollektiv kann man natürlich unseren Dreifachpack Nils Tietgen, aber ansonsten glaube ich, war das über alles eine überragend gute Mannschaftsleistung und wir sind sehr zufrieden und arbeiten jetzt eine Woche auf das nächste schwere Auswärtsspiel in Bönebüttel-Husberg“, lobte Stephan Mordhorst
Ismet Nac bedauerte seine Entscheidungen, die er als eine der Hauptgründe für die Niederlage erkannte: „Da muss ich mich mal vor die Jungs stellen und sagen, dass ich da mich vercoacht habe und die Niederlage ganz klar auf meine Kappe nehme. Und somit werden wir hoffentlich bessere Argumente und bessere Entscheidungen treffen nächste Woche am Samstag gegen die Wik.“
Stimmen zum Spiel
- TSV Flintbek: Tjark Klarmann – Niklas Kock, Andreas Buessau, Christoph Rober – Nils Tietgen, Corvin Rehder, Moritz Schröder (70. Lukas Döring), Joshua Vinh Grimm – Jan Niklas Ratjen, Fynn-Niklas Nordheim (65. Jonah Reinert), Toke Koerner (46. Max Ole Arnecke)
- Trainer: Stephan Mordhorst
- Preetzer TSV: Felix Bellmann – Jan Tonn, Tristan Doege, Felix Ziebell, Daniel Kolbe – Enno Schulze, Jerome Rose (76. Paul Rath), Kevin Beuck, Moritz Danberg – Jendrik Müller, Felix Kabus (76. Phil Windmüller)
- Trainer: Ismet Nac
- Schiedsrichter: Anika Bargholz (TSV Bollingstedt-G.)
- Assistenten: Markus Meyer, Lukas Zänker
- Zuschauer: 80
- Tore: 0:1 Felix Kabus (28.), 1:1 Andreas Buessau (39.), 2:1 Nils Tietgen (58.), 3:1 Fynn-Niklas Nordheim (59.), 4:1 Nils Tietgen (65.), 5:1 Joshua Vinh Grimm (69.), 6:1 Nils Tietgen (82.), 6:2 Paul Rath (90.)
