Niklas Kessler (TSV Altenholz) hat einen ordentlichen Wumms – das zeigte er beim 2-0 gegen Flintbek © 2026 Ismail Yesilyurt
Der TSV Altenholz hat auf eigenem Platz einen wichtigen Heimsieg eingefahren und den TSV Flintbek mit 3:1 (0:0) bezwungen. Vor 45 Zuschauern zeigten sich die Hausherren vor dem Tor eiskalt und nutzten ihre Chancen konsequent, während für die Gäste aus Flintbek nach einer ansprechenden Leistung am Ende erneut eine schmerzhafte und durch Personalnot verschärfte Niederlage zu Buche stand.
Torlose erste Hälfte – Chancen auf beiden Seiten ungenutzt
Die Partie begann ausgehend von beiden Seiten recht ausgeglichen, wobei sich beide Mannschaften im ersten Durchgang weitgehend neutralisierten. Flintbek erwischte dabei durchaus gute Gelegenheiten, wie Gäste-Coach Stephan Mordhorst resümierte: „Wieder ein gebrauchter Samstagnachmittag, keine Punkte in Altenholz. Wir waren eigentlich gut im Spiel, hatten auch in der ersten Halbzeit gute Möglichkeiten, selbst im Eins-gegen-eins auf den Torwart in Führung zu gehen. Haben das nicht getan. Beide Mannschaften haben sich dann relativ egalisiert und so ging es dann auch in die Halbzeit mit 0:0.“
„Die Ausgangslage war für uns nicht ganz einfach, weil wir mit dezimiertem Kader angetreten sind“, erklärte Altenholz-Trainer Nils Lenschau den Status quo vor dem Anpfiff. „Wir haben in der ersten Halbzeit ein solides Spiel gemacht. Flintbek ist zu Chancen gekommen. Wir haben zu Chancen gefunden, waren nicht ganz so präsent in der Box oder mit den Laufwegen so klar, wie wir es spielen wollten“, analysierte Lenschau. Auch Altenholz tat sich somit schwer, im letzten Drittel die nötige Präzision an den Tag zu legen.
Niklas Kessler sprengt die Mauer zum 2:0
Nach dem Seitenwechsel lief es weitaus besser bei den Hausherren. Die Gastgeber stellten taktisch und im Kopf um. Nach einer kurzen teaminternen Justierung in der Kabine belohnte sich Altenholz für den Aufwand: In der 49. Minute brach Keyvan Farokhi den Bann und traf zum 1:0 für die Gastgeber. Nur elf Minuten später folgte der nächste Nackenschlag für die Gäste. Nach einem Freistoß erhöhte Niklas Kessler in der 60. Minute auf 2:0. „Das 2:0 auch vollkommen verdient zu dem Zeitpunkt“, hörte man aus dem Altenholzer Lager.

Mordhorst ärgerte sich vor allem über die Entstehung des zweiten Treffers: „Dann 2:0 nach einem Freistoß aus gefühlt 30 Metern, der durch unsere Mauer – wenn man das denn Mauer nennen darf – also mittendurch, hatte das Wort Mauer auch nicht verdient, ging, auch in die rechte Ecke.“
Darius Sommerfeld sorgt mit dem 1:2 für neue Energie
Flintbek schlug indes umgehend zurück: Nur drei Minuten nach dem 0:2-Rückstand erzielte Dariush Sommerfeld den 1:2-Anschlusstreffer (63.), womit das Momentum kurzzeitig auf die Seite der Gäste kippte. Die Hausherren ließen sich davon allerdings nicht aus dem Konzept bringen, auch wenn die Gäste auf den Ausgleich drängten. „Aber wir lassen uns diese Woche nicht aus der Ruhe bringen, spielen weiter unser Spiel, gehen verdient mit 3:1 in Führung, können sogar das 4:1 machen“, betonte Lenschau.
Keyvan Farokhi macht den Sack zu – Flintbek kriselt im Verletzungspech
Das 3:1 hatte Keyvan Farokhi mit seinem zweiten Treffer erzielt, der in der 72. Minute einen Fehler im Flintbeker Spielaufbau eiskalt zum erneuten Zwei-Tore-Abstand ausnutzte. Damit stand Altenholz sicher in der Spur. In der Schlussphase ließen die Hausherren noch weitere Gelegenheiten liegen, während Flintbek dem Anschlusstreffer nah war. Am Ende überwog bei den Gästen natürlich der Frust. Mordhorst blickte betrübt auf die aktuelle personelle Situation: „Es ist einfach gerade so ein bisschen deprimierend, auch ob der Verletztenliste, die auch so lang ist, wie ich das auch noch nicht so oft erlebt habe im Fußball. Aber von daher gilt es, den Kopf oben zu behalten und das jetzt am Wochenende gegen Preetz besser zu machen.“ Altenholz kann nach dem Spiel zweier Teams mit drei Punkten dagegen mit neuem Selbstvertrauen die kommenden Aufgaben angehen.
Stimme zum Spiel
- TSV Altenholz: Pelle Kieker – Linus Hinsch, Toni Lohse, Leon Pantel, Lasse Baesler – Eric Hansen, Paul Siegmund – Mats Ellwanger (71. Paul Stegmann), Keyvan Farokhi (87. Ole Sonnenberg), Malte Marien – Niklas Kessler
- Trainer: Nils Lenschau
- TSV Flintbek: Tjark Klarmann – Jan Ratjen, Dariush Sommerfeld, Corvin Rehder, Niklas Kock, Christoph Rober (64. Max Arnecke), Burak Özcan, Florian Wischnewski (51. Malik Ferhat), Toke Koerner (87. Rojan Eren), Joshua Vinh Grimm (87. Alexander Schiefelbein), Andreas Buessau
- Trainer: Stephan Mordhorst
- Schiedsrichter: Mirko Kurras (TSV Reher)
- Assistenten: Jan-Ole Müller, Marcel Ohlen
- Zuschauer: 45
- Tore: 1:0 Keyvan Farokhi (49.), 2:0 Niklas Kessler (60.), 2:1 Dariush Sommerfeld (63.), 3:1 Keyvan Farokhi (72.)
Tabelle Verbandsliga Ost – 5. Spieltag
| Platz | Mannschaft | Sp | G | U | V | Tore | Diff | Pkt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. (1) | Probsteier SG 2012 | 5 | 5 | 0 | 0 | 23:7 | 16 | 15 |
| 2. (2) | TS Einfeld | 5 | 4 | 0 | 1 | 14:6 | 8 | 12 |
| 3. (3) | FC Kilia Kiel II | 5 | 3 | 2 | 0 | 18:8 | 10 | 11 |
| 4. (4) | Kieler MTV | 5 | 3 | 2 | 0 | 12:5 | 7 | 11 |
| 5. (5) | TSV Plön | 5 | 2 | 2 | 1 | 14:8 | 6 | 8 |
| 6. (↑ 8) | SG Sarau/Bosau | 5 | 2 | 2 | 1 | 10:7 | 3 | 8 |
| 7. (↑ 10) | Wiker SV | 5 | 2 | 1 | 2 | 10:11 | -1 | 7 |
| 8. (↑ 11) | TSV Altenholz | 5 | 2 | 0 | 3 | 11:10 | 1 | 6 |
| 9. (↓ 6) | SVE Comet Kiel | 5 | 2 | 0 | 3 | 10:9 | 1 | 6 |
| 10. (↓ 7) | SV Bönebüttel-Husberg | 5 | 2 | 0 | 3 | 8:17 | -9 | 6 |
| 11. (↑ 14) | Preetzer TSV | 5 | 1 | 2 | 2 | 8:8 | 0 | 5 |
| 12. (↓ 9) | Suchsdorfer SV | 5 | 1 | 2 | 2 | 7:13 | -6 | 5 |
| 13. (13) | SpVg Eidertal Molfsee II | 4 | 0 | 3 | 1 | 8:13 | -5 | 3 |
| 14. (↓ 12) | TSV Flintbek | 5 | 1 | 0 | 4 | 9:17 | -8 | 3 |
| 15. (15) | SG Dobersdorf/P’hagen | 4 | 0 | 1 | 3 | 6:16 | -10 | 1 |
| 16. (16) | MTV Dänischenhagen | 5 | 0 | 1 | 4 | 5:18 | -13 | 1 |
