Azem Mehanovic (Probsteier SG) macht mit dem Elfmeter den Deckel drauf gegen den SVE Comet Kiel. © 2026 privat
Die Probsteier SG 2012 hat ihre starke Frühform in der neuen Spielzeit unter Beweis gestellt, musste gegen den Landesligaabsteiger SVE Comet Kiel jedoch Schwerstarbeit verrichten. Vor 100 Zuschauern drehten die Hausherren in der Verbandsliga Ost einen 0:2-Rückstand noch in einen verdienten 4:2 (0:1)-Heimerfolg und verteidigen damit die Tabellenspitze. Für die Gäste aus Kiel endete die Partie angesichts großer personeller Not hingegen im Frust.
Comet Kiel schockt den Spitzenreiter mit Effizienz
Die Gäste erwischten einen idealen Start, obwohl sie mit riesigen personellen Problemen anreisten. „Verdiente Niederlage nach 90 Minuten gegen Probsteier SG. Gehen 2:0 in Führung bei einem ausgeglichenem Spiel, sind effektiver vorm Tor als der Gegner und dann muss man leider einfach sagen, dass wir aktuell mehr als auf dem Zahnfleisch gehen. Haben 18 Ausfälle aktuell. Das hab ich noch nie gehabt“, schilderte SVE-Trainer Nicklas Loose die extreme Ausfallserie nach dem Abpfiff.
Die Betten voll im Lazarett machten während des Spiels Keeper Lukas Losch, der nach knapp einer halben Stunde ersetzt werden musste, und der eingewechselte Andoni Pena. Pena verließ nach 20 Minuten Spielzeit nach einem Schlag mit Nasenbluten und Atemnot wieder den Platz.
Bereits nach zehn Minuten nutzte Timm Bischoff einen individuellen Fehler im Aufbau der Probsteier gnadenlos aus und traf zum 0:1. Die Hausherren taten sich in der Folge schwer, ihr gewohntes Kombinationsspiel aufzuziehen. SG-Trainer Jörg Ahrens bemängelte die harte Gangart der Gäste: „Comet hat halt durch eine doch sehr harte Zweikampfführung versucht, uns aus dem Spiel zu nehmen und so ein bisschen den Spielfluss, Spielfreude zu rauben. Das ist ihnen dann auch in der ersten Halbzeit nach wenigen Minuten auch ganz gut gelungen.“
Personalnot bei Comet – SG holt auf
Trotz der ausartenden Personalnot schlugen die Gäste direkt nach Wiederanpfiff erneut zu. Fynn Lasse Räder erhöhte in der 46. Minute nach dem nächsten Patzer in der Schönberger Defensive auf 0:2.
Doch die Probsteier SG zeigte sich unbeeindruckt und fand nach einer klaren Halbzeitanalyse in die Spur. „Aber das, was wir uns in der Halbzeit besprochen haben, wurde dann aber super umgesetzt, dass wir total ruhig geblieben sind und uns dann wieder von Minute zu Minute wieder in unser Kombinationsspiel halt wiedergefunden haben und klasse Tore rausgespielt haben“, betonte der neue Trainer der PSG.

Bennet Nitta leitete mit einem Doppelschlag die Wende ein: Erst verkürzte er in der 54. Minute auf 1:2, ehe er kurz darauf den Ausgleich zum 2:2 markierte. Die Kieler, bei denen sogar Co-Trainer und Akteure mit Trainingsrückstand ins Spiel geworfen werden mussten, hielten so lange es ging dagegen.
Kraftverschleiß besiegelt Comet-Niederlage
Hinten heraus schwanden bei den Gästen angesichts der 18 Ausfälle und Verletzungen merklich die Kräfte. Die Probsteier drängten auf den Siegtreffer und drehten die Partie in der Schlussphase endgültig. Trotz der vier Gegentore fand SVE-Coach Loose nur lobende Worte für seine Truppe: „Ich kann den Jungs überhaupt gar nichts vorwerfen, weil sie sich aufgeopfert haben bis zum letzten Abpfiff des Schiedsrichters. Also von dem her wieder großes Lob an die Jungs. Wir haben eine super Moral in der Mannschaft.“
Auch Jörg Ahrens blickte nach dem Schlusspfiff zufrieden auf den hart erkämpften Dreier: „Und letztendlich der Sieg in dieser Höhe auch total verdient ist. Aber heute haben wir dann auch schon mal das erste Mal spüren müssen, dass wir auch viel arbeiten müssen und uns auch bestimmt auch noch Rückschläge erwarten. Aber wir sind erst mal zufrieden mit dem guten Saisonstart und geben weiter Gas. Und mal schauen, wie lange die Serie noch hält.“
Stimmen zum Spiel
- Probsteier SG 2012: Thomas Bohrmann – Jorve Steffen (81. Ferhat Yurtseven), Christoph Will, Rene Puls, Armin Hadzimujic – Benedikt Fimm, Robin Witt (61. Tino Spierling), Azem Mehanovic – Delpiero Bamm (87. Arne Lenz), Lennard Reinke, Bennet Nitta (87. Yasin Akbulut)
- Trainer: Jörg Ahrens
- SVE Comet Kiel: Lukas Losch (29. Tjark Rasch) – Marvin Braun (90.+2 Finn Rühr), Felix Gesper, Andre Kalbhenn, Janneck Rassmanns, Jan-Niklas Jendzurek – Marcel Gaber (81. Mika Dencker), Timm Bischoff, Marvin Petersen – Houari Messaoudi, Fynn Lasse Räder (57. Andoni Pena (77. Patrick Kassner))
- Trainer: Nicklas Loose
- Schiedsrichter: Torben Dwinger (SV Todesfelde)
- Assistenten: Bennet Luke Lehmann, Maik Krūkemeier
- Zuschauer: 100
- Tore: 0:1 Timm Bischoff (10.), 0:2 Fynn Lasse Räder (46.), 1:2 Bennet Nitta (54.), 2:2 Bennet Nitta
Tabelle Verbandsliga Ost – 5. Spieltag
| Platz | Mannschaft | Sp | G | U | V | Tore | Diff | Pkt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. (1) | Probsteier SG 2012 | 5 | 5 | 0 | 0 | 23:7 | 16 | 15 |
| 2. (2) | TS Einfeld | 5 | 4 | 0 | 1 | 14:6 | 8 | 12 |
| 3. (3) | FC Kilia Kiel II | 5 | 3 | 2 | 0 | 18:8 | 10 | 11 |
| 4. (4) | Kieler MTV | 5 | 3 | 2 | 0 | 12:5 | 7 | 11 |
| 5. (5) | TSV Plön | 5 | 2 | 2 | 1 | 14:8 | 6 | 8 |
| 6. (↑ 8) | SG Sarau/Bosau | 5 | 2 | 2 | 1 | 10:7 | 3 | 8 |
| 7. (↑ 10) | Wiker SV | 5 | 2 | 1 | 2 | 10:11 | -1 | 7 |
| 8. (↑ 11) | TSV Altenholz | 5 | 2 | 0 | 3 | 11:10 | 1 | 6 |
| 9. (↓ 6) | SVE Comet Kiel | 5 | 2 | 0 | 3 | 10:9 | 1 | 6 |
| 10. (↓ 7) | SV Bönebüttel-Husberg | 5 | 2 | 0 | 3 | 8:17 | -9 | 6 |
| 11. (↑ 14) | Preetzer TSV | 5 | 1 | 2 | 2 | 8:8 | 0 | 5 |
| 12. (↓ 9) | Suchsdorfer SV | 5 | 1 | 2 | 2 | 7:13 | -6 | 5 |
| 13. (13) | SpVg Eidertal Molfsee II | 4 | 0 | 3 | 1 | 8:13 | -5 | 3 |
| 14. (↓ 12) | TSV Flintbek | 5 | 1 | 0 | 4 | 9:17 | -8 | 3 |
| 15. (15) | SG Dobersdorf/P’hagen | 4 | 0 | 1 | 3 | 6:16 | -10 | 1 |
| 16. (16) | MTV Dänischenhagen | 5 | 0 | 1 | 4 | 5:18 | -13 | 1 |
