Heider SV empfängt Aufsteiger TSB Flensburg – Wer schafft den Sprung in das Viertelfinale?

von Olaf Wegerich

Marvin Wolf vom Heider SV. © 2026 Volker Schlichting

Beim Heider SV steigt die Vorfreude auf das erste Pflichtspiel der Saison. Am Samstagabend um 18.00 Uhr geht es im HSV-Stadion an der Meldorfer Straße gegen den TSB Flensburg um den Einzug in das Viertelfinale des SHFV-LOTTO-Pokals. Dabei wollen die Dithmarscher auf dem frisch präparierten Rasen im Heider Stadion zur Saisoneröffnung unbedingt wieder erfolgreichen Fußball spielen und mehr Kompaktheit und Stabilität an den Tag legen als in den beiden letzten Testspielen gegen unterklassige Gegner.

Auch Heides Trainer Markus Wichmann wertete die Niederlage gegen einen starken Husumer SV eher als Ausrutscher, wie er in einem Testspiel schon einmal vorkommen kann, und ist daher zuversichtlich, was das morgige Spiel betrifft.

„Ich erwarte von den Jungs, dass sie es besser machen als gegen Husum, gerade in der zweiten Halbzeit. Das können die Jungs auch besser, und das werden sie auch besser machen. Da bin ich mir eigentlich ziemlich sicher, dass sie das umgesetzt bekommen, was wir ihnen vor dem Spiel noch mit an die Hand geben werden.“

Ein weiterer Aspekt, der aus Heider Sicht zuversichtlich stimmt: Die gegen den Husumer SV noch geschonten Christopher Buchtmann, Patrick Storb und Fabian Arndt werden wieder mit dabei sein. Auch der zuletzt noch angeschlagene Azat Selcuk wäre wohl wieder eine Alternative. Einem Einsatz von Jonah Gieseler erteilte der Heider Coach aber eine klare Absage. „Wir bauen Jonny ganz behutsam wieder auf. Das Spiel wäre noch viel zu früh für ihn.“

Mika Kieselbach vom Heider SV. © 2026 Volker Schlichting
Mika Kieselbach vom Heider SV. © 2026 Volker Schlichting

Den Betriebsunfall im Frühjahr 2025 mit dem Abstieg aus der Oberliga konnte der TSB Flensburg als Meister der Landesliga Schleswig mit 18 Punkten Vorsprung auf Vizemeister Eckernförder SV mehr als eindrucksvoll und sehr souverän korrigieren. Viele Experten im Lande trauen den Fördestädtern auch in der kommenden Oberligasaison eine gute Rolle zu. Auch Heides Trainer erwartet einen starken Gegner:

„Der TSB ist, glaube ich, kein normaler Aufsteiger. Die werden uns alles abverlangen. Eine richtig starke Truppe mit viel Erfahrung. Da sind viele junge Wilde dazwischen, eine gute Mischung mit einem Top-Trainer, der die Mannschaft gut im Griff hat.“

Für den Freitagabend ist bei den Dithmarschern noch ein Abschlusstraining angesetzt. Dabei stehen das Passspiel und Standards im Vordergrund. „Wir sind gut vorbereitet für den Pokalfight und freuen uns auf das Spiel“, sagte Wichmann abschließend.

Auch beim TSB Flensburg ist Meistertrainer Tore Wächter voller Vorfreude auf die neue Saison, sieht sein Team für das morgige Spiel aber in der Außenseiterrolle.

„Die lange Fußballpause neigt sich endlich wieder dem Ende entgegen, und wir dürfen endlich wieder in den Wettkampfmodus schalten. Heide ist der klare Favorit, ein Traditionsverein in Schleswig-Holstein. Eines der großen Lose, die man ziehen konnte. Wir werden trotzdem alles in die Waagschale werfen und unsere Stärken reinschmeißen, um dann hoffentlich für eine kleine Überraschung sorgen zu können. Aber Heide ist schon der Favorit, zudem haben sie noch ein Heimspiel. Das wird schon ein Brett, aber wir sind gut vorbereitet.“

Zur Vorbereitung auf die Saison sagte Wächter:

„Die Vorbereitung verlief bis hierhin etwas schleppend. Wir hatten immer wieder mit Ausfällen zu kämpfen. Die Testspiele waren in Ordnung. Wir haben hoch gegen die FSG Ostseeküste gewonnen, wir haben das Turnier beim PSV Flensburg gewonnen und das Testspiel gegen Paloma verloren.“

Zu den Saisonzielen sagte der TSB-Trainer:

„Für uns gilt es, sich schnell zu akklimatisieren. Ich erwarte eine Liga, die vorne einige Top-Teams hat, ein breites Mittelfeld und dann einige Mannschaften, die um den Klassenerhalt kämpfen. In erster Linie würde ich uns da einordnen. Wenn wir es schaffen, irgendwann noch weiter nach oben ins Mittelfeld zu schielen, freut mich das sehr. Wir starten mit drei Spielen in sechs Tagen. Das wird auch gleich eine richtige Standortbestimmung.“

Fehlen wird beim TSB Neuzugang Maxim Jurk vom SC Weiche 08 Flensburg wegen einer Knieverletzung. Bei Tobias Zuth und Nicolas Holtze gibt es noch ein großes Fragezeichen.

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