„Wir haben nichts zu verlieren“

von Olaf Wegerich

Auf Torhüter Christopher Thomsen vom Heider SV wird sicherlich einiges an Arbeit zukommen. © 2025 Olaf Wegerich


Zwei Spieltage vor Saisonende wartet auf den Heider SV die knifflige Auswärtsfahrt zum neuen Meister SV Todesfelde. Gespielt wird bereits am Samstag. Der Anpfiff im Joda-Sportpark erfolgt um 14.00 Uhr.

Ein Blick auf die Statistik gibt aus Sicht der Dithmarscher nur wenig Anlass zur Hoffnung, dem neuen Titelträger die anschließende Ehrung und Meisterfeier verderben zu können. Von den insgesamt 23 Begegnungen in der höchsten Landesklasse gingen elf Siege an die Segeberger und sieben an den Heider SV. Den letzten Heider Sieg gab es am 22. April 2019, als man den SV Todesfelde in einem packenden Spiel mit 4:3 niederringen konnte. Von den letzten fünf Duellen konnte „Tofe“ vier siegreich gestalten. Kleiner Lichtblick aus Sicht der Dithmarscher war das 2:2 im Joda-Sportpark am 13. April 2024. Das Hinspiel im HSV-Stadion an der Meldorfer Straße konnte der SV Todesfelde mit 4:2 gewinnen.

Heide mit vielen Ausfällen

Auch die Personalsituation beim Heider SV bleibt weiterhin angespannt. Fehlen werden Jonah Gieseler, Vasyl Tanchak, Christopher Buchtmann und Steffen Neelsen. Ein dickes Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Marvin Wolf, Hendrik Fleige und Tarek von Böhlen.

Dennoch vertraut Heides Trainer Markus Wichmann trotz der vielen Ausfälle, die sich wie ein roter Faden durch die Saison ziehen, den Spielern, die im Joda-Sportpark für eine Überraschung sorgen sollen, und sagt zum bevorstehenden Duell: „Tofe wird weiter aufs Gas drücken. Sie wollen sich fürs Pokalfinale einspielen. Egal, welche elf bei denen spielen werden – alle wollen sich fürs Finale zeigen. Sie werden dem Trainer zeigen wollen, dass sie am Finaltag von Anfang an auf die Platte wollen. Wir haben nichts zu verlieren und werden dementsprechend offensiv und frech versuchen, das Spiel zu gestalten.“

Heides Geschäftsführer Hannes Nissen sagte zum Spiel: „Wir fahren zum hochverdienten Meister nach Todesfelde. Über die Qualität der Truppe brauchen wir nicht sprechen. Aber auch unsere Jungs können befreit und ohne Druck aufspielen. Ich erwarte ein schweres Auswärtsspiel, bin aber dennoch optimistisch, dass wir eine gute Leistung zeigen werden.“

Die Intensität wird noch einmal richtig hochgefahren

Beim neuen Meister blickt man den Wochen der anstehenden Entscheidungen voller Vorfreude und Zuversicht entgegen. Innenverteidiger Christian Rave (36), der bereits seit 2019 zum Kader der Segeberger gehört und schon für den VfB Lübeck, den VfR Neumünster, Eutin 08 und den SV Todesfelde in der Regionalliga gespielt hat, sagte dazu: „Die Intensität wird noch mal richtig hochgefahren. Alle wollen unbedingt spielen und hängen sich rein. Wir werden versuchen, alle Spieler bis zu den entscheidenden Spielen fit zu haben. Wir haben gar nichts zu verschenken und spielen auch gegen Heide voll auf Sieg. Wir wollen weiterhin jedes Spiel gewinnen. Neben einer gewissen Lockerheit hat die Mannschaft den vollen Fokus auf die nächsten Aufgaben.“

Zum Heider SV, mit dem Rave eine langjährige Rivalität verbindet, sagte der beidfüßige, 1,84 Meter große Abwehrspieler: „Heide hatte eine Phase mit vielen Verletzungen und hat dann nicht ganz so gepunktet wie gewohnt. Sie haben immer noch eine Reihe starker Spieler und können jeder Mannschaft gefährlich werden. Spiele gegen Heide waren schon immer sehr umkämpft und spannend. Wir freuen uns auf das Duell beim letzten Liga-Heimspiel der Meistersaison.“

Fehlen werden beim Meister weiterhin Mirko Boland sowie Jean Hopp aufgrund von Schambeinproblemen und Pepe Kruse mit Kreuzbandriss. Ebenso wird Niklas Stehnck wegen einer Innenbandverletzung im Knie fehlen. Tyler Körting wird mit einer leichten Knieblessur voraussichtlich ebenfalls noch ausfallen.

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