Befreiungsschlag am Bahndamm: Osterrönfelder TSV siegt im Abstiegskampf

von Ismail Yesilyurt

In der Partie zwischen dem Osterrönfelder TSV und Alemannia Wilster war kampfbetont. © 2026 Osterrönfelder TSV


Der Osterrönfelder TSV (OTSV) hat den Klassenerhalt in der Verbandsliga West nach dem 28. Spieltag so gut wie eingetütet. Mit einem überzeugenden 3:1-Erfolg gegen den Tabellenfünften Alemannia Wilster feierte die Mannschaft von Trainer Maik Gabriel den ersten Sieg im Kalenderjahr 2026. Durch diesen Erfolg belegt der OTSV den 13. Tabellenplatz und hat bei noch neun zu vergebenden Punkten einen komfortablen Vorsprung von acht Zählern auf Wesselburen. Da der Relegationsplatz nur bei Lizenzverweigerungen in der Regionalliga zum Abstieg führen würde, gilt der Verbleib der blutjungen OTSV-Elf in der Verbandsliga für die Saison 2026/27 als so gut wie sicher.

Spielerische Eleganz schlägt körperliche Robustheit

Die Partie am Bahndamm war geprägt von zwei völlig unterschiedlichen Spielanlagen. Während die Gäste aus Wilster körperlich robust auftraten und nahezu jedes Kopfballduell gewannen, hielten die spielerisch starken Gastgeber mit hoher Laufbereitschaft und Einsatzwillen dagegen. Die „Blau-Gelben“ sicherten sich immer wieder die zweiten Bälle und gewannen zunehmend die Oberhand.

Der Osterrönfelder TSV freut sich über den ersten Sieg in diesem Jahr. © 2026 Osterrönfelder TSV
Der Osterrönfelder TSV freut sich über den ersten Sieg in diesem Jahr. © 2026 Osterrönfelder TSV

In der 21. Minute belohnte sich der OTSV für den engagierten Beginn: Kapitän Oliver Schmeling wurde auf dem rechten Flügel freigespielt und flankte präzise in den Strafraum. Leif Thomsen legte per Kopf ab, und Kevin Czaja vollendete ebenfalls per Kopf zur 1:0-Führung. Trotz weiterer Bemühungen der quirligen Offensive blieb es bis zum Pausenpfiff bei der knappen Führung.

Dramatische Schlussphase und Abseits-Glück

Nach dem Seitenwechsel versuchte Wilster mit langen Bällen und physischer Überlegenheit zum Ausgleich zu kommen. Der OTSV antwortete mit konzentrierter Defensivarbeit und gefährlichen Kontern. In der 78. Minute schien die Vorentscheidung gefallen, als der eingewechselte Jamie Liß den Ball überlegt auf Jon Truschkowski spielte, der zum 2:0 abschloss.

Doch Wilster gab nicht auf und verkürzte nur vier Minuten später durch Tim-Ole Appel auf 2:1. Es folgten hektische Minuten im OTSV-Strafraum. In der 83. Minute erzielte Wilster das vermeintliche 2:2, doch nach Rücksprache mit seinem Assistenten entschied Schiedsrichter Malik Matthies aufgrund einer Abseitsposition auf Nicht-Tor.

Jamie Liß (Osterrönfelder TSV) vollendet gleich zum 3:1 gegen Alemannia Wilster. © 2026 Osterrönfelder TSV
Jamie Liß (Osterrönfelder TSV) vollendet gleich zum 3:1 gegen Alemannia Wilster. © 2026 Osterrönfelder TSV

Der OTSV schüttelte den Schock schnell ab und markierte in der 90. Minute durch Jamie Liß den 3:1-Endstand. Am Bahndamm herrschte nach dem Schlusspfiff riesige Freude über diesen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt.

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