Maximilian Musci (SV Todesfelde), gegen Til Küffner (PSV Neumünster), trifft zum 3:0-Endstand. © Olaf Wegerich
Leicht, locker und lässig: Spitzenreiter SV Todesfelde lässt auch vier Spieltage vor Saisonende in der Flens-Oberliga nichts anbrennen und gewinnt souverän mit 3:0 (1:0) beim stark ersatzgeschwächten PSV Neumünster. Durch den 22. Saisonsieg hat der Spitzenreiter seinen Vorsprung auf die Verfolger Holstein Kiel II und den SV Eichede, die am kommenden Wochenende im direkten Duell aufeinandertreffen, auf 13 Zähler ausgebaut. Holstein Kiel II könnte am Sonntag mit einem Erfolg im Stadtderby gegen Inter Türkspor den Abstand noch auf 10 Zähler verkürzen. Der PSV bleibt trotz der Niederlage weiterhin auf dem 8. Platz.
PSV mit dem letzten Aufgebot
Bei den Gastgebern fehlte aus dem Trainerduo Dennis Buthmann, der wegen einer Trainerweiterbildung nicht vor Ort sein konnte. Noch schlimmer war die Personalsituation beim spielenden Personal, nachdem sich Nils Drauschke im Derby einen Mittelhandbruch zugezogen hatte und für den Rest der Saison ausfallen wird. Abwehrchef Geart Latifi fehlte wegen einer Gelbsperre. Damit musste der PSV komplett ohne gelernte Innenverteidiger spielen, und auf der Bank saßen nur Spieler mit wenig Spielpraxis.
Liebert mit dem Führungstreffer
Der Plan der Gastgeber, mit einer Fünferkette möglichst lange die Null zu halten, wurde schnell durchkreuzt, denn nach einem Eckball köpfte Torjäger Morten Liebert (13.) früh zur Gästeführung ein. Für den Toptorjäger der Flens-Oberliga war es bereits der 20. Saisontreffer.

Mit der Führung im Rücken spielte der Spitzenreiter weiter sehr geduldig und wurde bis zur Pause gegen eine kompakt stehende PSV-Mannschaft defensiv kaum gefordert.
Landvoigt verhindert den Ausgleich durch Möller
Das sollte sich aber nach der Pause ändern, als Tim Möller nach einer schönen Einzelleistung zunächst seinen Gegenspieler tunnelt und dann aus spitzem Winkel an Tofe-Torhüter Fabian Landvoigt scheitert, um anschließend den Abpraller knapp neben das Tor zu setzen.
Klüver mit dem zweiten Treffer
Statt des möglichen Ausgleichs kassierten die Gastgeber wenig später den zweiten Gegentreffer durch Mats Klüver (52.). Nachdem Körtzinger im PSV-Tor zunächst noch klären konnte, köpfte der Todesfelder Kapitän im Nachsetzen ein.

„Wahnsinnsaktion“ von Sternberg – Musci trifft
Der dritte Treffer war dann großes Kino: Nach einer „Wahnsinnsaktion“ von Jannek Sternberg über die Außenposition, wie auch PSV-Coach Nils Voss einräumen musste, bediente der Ex-Profi im Zentrum Maximilian Musci, der nicht lange fackelte und den Ball unter die Latte schweißte.
Spätestens mit dem dritten Treffer war die faire Partie, in der die Gastgeber sich zwar leidenschaftlich wehrten, aber keine Chance hatten, etwas Zählbares mitzunehmen, entschieden.
Stimmen zum Spiel
PSV Neumünster: Körtzinger – Küffner, Werner (88. Maurus), Zinkondo, Mahmud, Bello (81. Pfennig) – Eberhardt, Jansa, Tiedemann (80. Khadi) – Möller, Barendt.
Trainer: Nils Voss.
SV Todesfelde: Landvoigt – Jetz, Körting (74. Rave), Cloppatt, Sternberg – Klüver, Musci, Schneider (64. Bektas), Petrick – Liebert, Awuku (64. Drawz).
Trainer: Björn Sörensen.
Schiedsrichter: Dajinder Pabla (TUS Jevenstedt).
Assistenten: Moritz Fink und Sönke Rebehn.
Zuschauer: 233 auf dem PSV-Sportplatz an der Stettiner Straße in Neumünster.
Tore: 0:1 Morten Liebert (13.), 0:2 Mats Klüver (52.), 0:3 Maximilian Musci (64.).
