„Wir müssen versuchen, den Bock endlich umzustoßen“

von Olaf Wegerich

Finden Marvin Wolf, hier gegen Tim Vogel (li.) und Emilio Krück (Preußen Reinfeld), und der Heider SV ihren Schwung wieder? © 2025 Volker Schlichting


Kann der Heider SV seine Serie von sechs sieglosen Spielen endlich stoppen? Am Samstag um 14.00 Uhr gastiert mit dem Tabellenzwölften TuS Rotenhof eines der auswärtsstärksten Teams der Flens-Oberliga im HSV-Stadion an der Meldorfer Straße.

Rotenhof auswärts stark

Bereits vier Siege und vier Remis in zwölf Auswärtsspielen bei einem beachtlichen Torverhältnis von 26:26 konnte die Mannschaft von Trainer Henning Knuth in dieser Spielzeit für sich verbuchen. Kein anderes Team der Flens-Oberliga konnte auf fremden Plätzen mehr Treffer erzielen als die Rendsburger.

Der Heider SV hingegen steht in der Heimtabelle nur auf dem 8. Platz und hat nach der letzten Heimpleite gegen den VfR Neumünster (1:4) sogar ein negatives Torverhältnis vorzuweisen.

Nach der Sieglosserie ist der Vizemeister aus Dithmarschen erst einmal auf den 5. Platz abgerutscht. Daher darf sich die Mannschaft von Trainer Markus Wichmann auch keine weiteren Ausrutscher mehr erlauben, wenn es im Klassement nicht noch weiter nach unten gehen soll.

Zum Spiel gegen den TuS Rotenhof sagte Heides Trainer Markus Wichmann: „Ich gehe in jedes Spiel positiv. Das Spiel in Satrup hat gezeigt, dass die Mannschaft lebt und alles raushaut.“ Daher ist die Zielsetzung klar: „Wir müssen versuchen, den Bock endlich umzustoßen.“

Markus Wichmann (Heider SV) und sein sitzender Co-Trainer Tobias Dau.jpg © 2025 Volker Schlichting
Schwierige sportliche Phase für Markus Wichmann (Heider SV) und Co-Trainer Tobias Dau (re.). © 2025 Volker Schlichting

Auch Heides Geschäftsführer Hannes Nissen gibt sich zuversichtlich: „Ich freue mich sehr auf das Duell mit Rotenhof. Es ist ein kleines Derby, welches hoffentlich auch viele Zuschauer mobilisieren wird. Sportlich wollen wir dreifach punkten. Wir haben in den letzten Spielen nichts zu verschenken.

Ich erwarte eine kompakte und robuste Mannschaft vom TuS. Es wird wichtig sein, inhaltlich gute Lösungen zu finden und dennoch auch stabil in den Zweikämpfen zu sein.“

Wer kann Storb ersetzen?

Die große Frage wird sein: Wer kann und wird den gesperrten Patrick Storb beim Heider SV ersetzen? Bei den Dithmarschern waren am Donnerstag 23 Spieler beim Trainingsbetrieb im Einsatz.

Fehlen werden weiterhin die verletzten Vasyl Tanchak, Thede Reimers und Mika Kieselbach. Jan Wansiedler soll bei der U 23 zum Einsatz kommen.

Für den gesperrten Abwehrchef Patrick Storb könnten Lennart Busch, Björn Lambach, Helge Kröger oder Yusef Abdelrahman mögliche Kandidaten für die letzte Reihe sein.

Bilanz spricht für den Heider SV

Bisher trafen beide Mannschaften dreimal in Punktspielen in der Flens-Oberliga aufeinander. Das erste Aufeinandertreffen gab es am 27. August 2024. Der Heider SV siegte vor über 700 Zuschauern durch ein spätes Tor von Mika Kieselbach (90.+5) glücklich mit 2:1. Das Rückspiel in Rendsburg, ebenfalls vor Traumkulisse, endete 1:1. Auch das Hinspiel am 13. September 2025 war heiß umkämpft. Hier sorgte ein später Treffer von Marvin Wolf (87.) beim 3:2-Auswärtserfolg für Heider Glücksgefühle.

Ein Einsatz bei der Hälfte dieser zehn Spieler des TUS Rotenhof ist nicht möglich oder fraglich.  © 2025 Olaf Wegerich
Ein Einsatz bei der Hälfte dieser zehn Spieler des TUS Rotenhof ist nicht möglich oder fraglich. © 2025 Olaf Wegerich

Rotenhof-Coach Henning Knuth zuversichtlich

Der TuS Rotenhof hatte bereits am Mittwochabend ein Nachholspiel beim noch amtierenden Meister FC Kilia Kiel zu bestreiten und unterlag deutlich mit 1:4. Dennoch war Trainer Henning Knuth mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht völlig unzufrieden, wie er in seiner Analyse hervorhebt:

„Wir haben es bei Kilia solide gemacht, sind letztendlich aber nicht an das Maximum unseres Leistungsvermögens gekommen. Kilia war besonders in Halbzeit eins deutlich überlegen. Das 3:0 nach der Halbzeit war dann der Knackpunkt. Im Anschluss an die rote Karte hatten wir zwar mehr Spielanteile, haben aber drei super Möglichkeiten liegen gelassen. Somit geht der Sieg für Kilia in Ordnung. Das Spiel ist abgehakt.“

Nach dem Kräftemessen mit dem Meister steht nun die Bewährungsprobe beim Vizemeister auf der Tagesordnung. „Mit dem Heider SV wartet die nächste Top-Mannschaft auf uns. Trotzdem sehe ich die Möglichkeit, dass wir dort gewinnen können. Ich erwarte ein intensives Spiel auf keinem guten Untergrund“, ist Knuth verhalten optimistisch, denn personell ist die Lage angespannt.

Christoph Ohm (Nasenbeinfraktur), Florian Kuklinski (Knie), Justin Braun (Leiste), Lennard Hansen (Bänderriss), Mika Flindt (Knöchel), Tobias Quincke (Zerrung) und Jark Decker (Leiste) fallen aus. Hinter dem Einsatz von Jannik Sierks, Christian Schrum und Felix Struck steht ein Fragezeichen.

ähnliche Artikel

Consent Management Platform von Real Cookie Banner