Henning Lorenzen (TSV Rantrum) macht hier nicht nur in Kronshagen eine gute Figur, sondern auch beim 1:0 gegen den SVE Comet. © 2026 Ismail Yesilyurt
Der TSV Rantrum hat die richtige Antwort auf die 1:3-Niederlage beim TSV Kronshagen gefunden und den SVE Comet Kiel mit einem klaren 4:1-Heimsieg bezwungen. Vor heimischer Kulisse zeigten die Nordfriesen eine insgesamt souveräne Leistung und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht.
Für die Gäste aus Kiel hingegen bleibt die Lage im Tabellenkeller dramatisch. Nach dem 3:1-Sieg in der Vorwoche gegen die U23 des Heider SV konnte der SVE nicht nachlegen und steckt nach dem 20. Saisonspiel weiterhin tief im Abstiegskampf fest – sieben Punkte beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer bei nur noch einem Drittel der Saison.
Frühe Kontrolle unterstützt durch frühes 1:0
Die Gastgeber fanden gut in die Partie und setzten früh ein Zeichen. Bereits in der Anfangsphase ging Rantrum in Führung und stellte damit die Weichen auf Sieg. Trainer Erik von Lanken zeigte sich zufrieden mit dem Auftakt seiner Mannschaft: „Ja, wir sind eigentlich ganz gut ins Spiel gekommen. Machten dann ziemlich schnell auch das 1:0. Haben die Außen zugestellt, wir wussten, Comet ist über die Außen immer sehr aktiv und haben die versucht, da zu bearbeiten und das ist uns auch in Teilen ganz gut gelungen.“

Bis zur Pause erhöhte Rantrum durch den fünften Saisontreffer von Oke Flatterich auf 2:0 und hatte das Spiel weitgehend im Griff, auch wenn die Gäste vereinzelt zu Abschlüssen kamen. „Trotzdem hatte Comet den einen oder anderen Durchbruch, aber entweder war Timon Hansen zur Stelle oder wir haben das anders geklärt bekommen“, so von Lanken.
Kurzes Wackeln nach der Pause
Direkt nach Wiederanpfiff wurde es jedoch noch einmal spannend. Ein Ballverlust im Aufbau ermöglichte den Kielern den schnellen Anschlusstreffer. Alban Jashari jubelte über sein Goal Nummer elf in dieser Saison.

„Nach dem Anstoß waren wir wirklich in Unordnung. Einmal Ballverlust, durchgesteckt und dann das 2:1 – da war es ein bisschen kippelig“, beschrieb von Lanken die Phase. Der Treffer sorgte kurzzeitig für Unruhe in der Defensive der Gastgeber, die Gäste witterten ihre Chance. Doch die Hoffnung auf eine Wende hielt nicht lange.
Rantrum übernimmt wieder das Kommando
Rantrum fand schnell zurück und übernahm erneut die Spielkontrolle. Mit zunehmender Spieldauer erspielten sich die Nordfriesen zahlreiche Chancen, von denen schließlich zwei konsequent genutzt wurden. „Wir haben dann doch ziemlich schnell wieder die Spielkontrolle bekommen und hatten viele Chancen. Rasmus Wunderlich nutzt dann endlich irgendwann eine und zum Schluss dann auch die letzte“, erklärte von Lanken.
Es waren übrigens die Tore 19 und 20 für den zum Tabellenführer TSB Flensburg wechselnden Angreifer. Damit steht Wunderlich hinter Marc Zeller (24, RS Kiel) und Nico Empen (21, Weiche FL 08 II) an dritter Stelle der Landesliga Schleswig nach dem 22. Spieltag. Auch weitere Möglichkeiten blieben ungenutzt: „Wenn wir die alle genutzt hätten, wäre das vorher schon klar gewesen.“
Deutliche Worte aus Kiel
Auf Seiten der Gäste fiel das Fazit entsprechend ernüchternd aus. Trainer Jan Schümann fand nach der Partie klare Worte: „Rantrum war über 90 Minuten klar das bessere Team in allen Belangen. Zweikämpfe, zweite Bälle, Torchancen – heute war überhaupt nichts für uns drin.“
Seine Mannschaft konnte die Leistung nicht an das latent vorhandene Potenzial positiv anpassen: „Wir waren überhaupt nicht konzentriert, haben keine zweiten Bälle gewonnen und sind eigentlich nur hinterhergelaufen.
Rantrum zum ESV – SVE erwartet TSB
Während Rantrum mit dem Sieg zumindest theoretisch im Rennen um den Relegationsplatz bleibt, wartet am kommenden Spieltag eine echte Standortbestimmung beim Tabellenzweiten Eckernförder SV. Für den SVE Comet Kiel hingegen spitzt sich die Lage weiter zu. Im Kampf um den Klassenerhalt müssen dringend Punkte her – sonst droht der Anschluss endgültig verloren zu gehen. Ob man auf dem Kieler Ostufer schon am nächsten Wochenende gegen den souveränen Spitzenreiter TSB Flensburg anfangen kann!?
TSV Rantrum: Timon Hansen – Clausen, Matthiesen, Broder Hansen, Flemming – Kliese, Lorenzen – Flatterich (76. Theede), Pein (34. Heißenberg (46, Petersen)), Krause (57. Henke) – Wunderlich.
Trainer: Erik von Lanken.
SVE Comet Kiel: Losch – Milbradt, Morina, Kusnierczyk, Celik (70. Gesper) – Arian Jashari – Knutzen, Lawson-Body, Rassmanns (78. Petersen), Cheriag, Lahu (77. Assameur) – Alban Jashari (57. Knutzen).
Trainer: Jan Schümann.
SR: Maik Tams (Bredenbeker TSV).
Ass.: Gerrit Steinmetz, Leon Volkmer.
Z.: 100.
Tore: 1:0 Henning Lorenzen (4.), , 2:0 Oke Flatterich (40.), 2:1 Alban Jashari (46.), 3:1 Rasmus Wunderlich (63.), 4:1 Rasmus Wunderlich (90.).
