Joel Prempeh (SpVg Eidertal Molfsee) hat mit seinem Doppelpack großen Anteil am Sieg gegen Dörpum. © 2026 Ismail Yesilyurt
Die SpVg Eidertal Molfsee hat im Heimspiel gegen den SV Dörpum einen hart erkämpften 3:2‑Sieg eingefahren – und hätte sich dabei beinahe selbst um den verdienten Lohn gebracht. Erst der späte Treffer des eingewechselten A‑Jugendlichen Tom Laugwitz in der 87. Minute sorgte für große Erleichterung und drei wichtige Punkte.
Früher Rückstand, viele vergebene Chancen
Die Gastgeber starteten eigentlich gut, verloren aber nach einem Rückschlag, der aus aus extrem abseitsverdächtiger Position erzielt wurde, den Faden. „Wir sind insgesamt gut reingekommen, haben das dominiert am Anfang“, erklärte Eidertals Trainer Nedim Hasanbegovic. „Aber nach zehn, fünfzehn Minuten haben die uns einmal überspielt – und dann haben wir das Tor bekommen.“
Dörpums Spielertrainer Thies Borchardt brachte die Gäste in der 8. Minute in Führung, als er ein Querzuspiel am Torraum einschoss. „Wir kommen gut rein, schaffen es immer wieder, gute fußballerische Lösungen zu finden, gehen folgerichtig 1:0 in Führung“, sagte er. In dieser Phase hätten die Nordfriesen sogar nachlegen können.

Eidertal brauchte etwas, um sich zu schütteln, kam dann aber immer besser ins Spiel. Nach starkem Zuspiel von Tom Wüllner erzielte Joel Prempeh den Ausgleich zum 1:1 (29.). Hasanbegovic zählte noch mehrere Hochkaräter auf: „Schuss von Wü, Torwart lenkt den an die Latte, Jogi schießt neben das Tor, Luis schießt neben das Tor, noch ein Abpraller – da waren etliche Chancen, wo eigentlich noch einer rein muss.“ So ging es trotz klarer Möglichkeiten mit einem 1:1 in die Pause.
Prempeh dreht das Spiel – Dörpum schlägt zurück
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Eidertal den Druck. „Wir waren dann eher die stärkere Mannschaft, hatten wieder viele Chancen“, so Hasanbegovic. Der eingewechselte Ken Smit brachte frischen Schwung, und nach einem langen Ball über Salih Ramo und Wüllner bediente Smit Prempeh, der mit seinem fünften Saisontreffer das 2:1 erzielte (68.).
Doch Dörpum gab sich nicht geschlagen. „Zweite Hälfte hat Molfsee die Schlagzahl deutlich erhöht, wir waren gegen den Ball sehr gefordert“, analysierte Borchardt. „Trotzdem konnten wir das Spiel lange ausgeglichen gestalten.“ In der 79. Minute nutzten die Gäste eine Unachtsamkeit im Zentrum: „Wir verlieren den entscheidenden Zweikampf im Zentrum per Pressschlag“, ärgerte sich Hasanbegovic. Der Ball kam am Ende bei Erik Magnussen an, der mit einem sehenswerten Schuss zum 2:2 traf.
Joker Tom Laugwitz macht alle Eidertaler glücklich
Das Remis schien sich bereits abzuzeichnen, als Hasanbegovic noch einmal wechselte – und ein glückliches Händchen bewies. In der 85. Minute kam Tom Laugwitz, noch A‑Jugendlicher, ins Spiel. Nur zwei Minuten später stand er im Mittelpunkt: „Chipper auf Tom Laugwitz, der den super mit der Brust annimmt und den Ball reinschiebt – zum Matchwinner avanciert“, schwärmte Hasanbegovic. Der Treffer zum 3:2 (87.) war der viel umjubelte Schlusspunkt.

Für Borchardt überwog trotz der Niederlage der Blick nach vorne: „Nichtsdestotrotz konnten wir das Spiel, ja, lange ausgeglichen gestalten und das ist das, was man vielleicht mitnimmt, wenngleich man sich einfach sehr, sehr ärgert, dann eben kurz vor Ende das Spiel dann doch noch aus der Hand zu geben. Sehr, sehr ärgerlich. Wir müssen an paar Themen arbeiten, ist klar. Trotzdem wieder ein Schritt in die richtige Richtung.
Hasanbegovic lobte vor allem die Mentalität seiner Mannschaft: „Es wäre sehr, sehr schade gewesen nach dem 2:2. Aber die Jungs sind stark zurückgekommen. Es war vielleicht kein Herzschlagfinale, aber man hat schon sehr mitgefiebert.“
Pech auf beiden Seiten: SpVg-Keeper Kim Kuckella musste früh verletzt raus. Bei den Gästen aus Nordfriesland Leistungsträger Lars Peretzke kurz vor der Pause.
Stimmen zum Spiel
SpVg Eidertal Molfsee: Kuckella (26. Mohr) – Ramo, Foelster, Alberts (85. Bruns), Kristen (85. Laugwitz) – Wiegand – Mortensen (65. Smit), Wüllner, Schütt, Cetintürk – Prempeh (85. Baresch).
Trainer: Nedim Hasanbegovic.
SV Dörpum: Hansen – Holsteiner, Henrik Möllgaard, Peretzke (41. Magnussen), Ebsen – Bahnsen (77. Wierzowiecki), Finn Christiansen, Paulsen, Schickedanz (68. Schickedanz) – Borchardt, Petersen (77. Malte Johannsen).
Trainer: Thies Borchardt.
SR: Markus Thormählen (SVG Pönitz).
Ass.: Christian Schmidt, Marek Ziske.
Z.: 40.
Tore: 0:1 Thies Borchardt (8.), 1:1 Joel Prempeh (29.), 2:1 Joel Prempeh (68.), 2:2 Erik Magnussen (79.), 3:2 Tom Laugwitz (87.).
