Aufsteiger Heider SV II bleibt weiterhin im tiefen Keller der Landesliga Schleswig hängen. © 2025 Ismail Yesilyurt
Der TSV Kronshagen ist mit einem 3:1 (2:0)-Auswärtssieg beim Heider SV II erfolgreich aus der Winterpause gestartet. In einer über weite Strecken intensiven, aber spielerisch noch ausbaufähigen Partie setzte sich der Favorit am Ende gegen die U23 der Dithmarscher verdient durch.
Schwierige Voraussetzungen für Kronshagen
Die Gäste reisten mit kleinem Kader an. Zudem verletzte sich Sebastian Hencke kurz vor dem Anpfiff, sodass Trainer Coskun Yamak seine Viererkette kurzfristig umbauen musste.
„Die Jungs haben das wirklich super gemacht. Defensiv haben wir über 90 Minuten kaum eine richtige Torchance zugelassen“, lobte Yamak nach dem Spiel.
Effizient vor der Pause
Kronshagen übernahm früh die Kontrolle und ging nach einer Ecke in Führung. Am zweiten Pfosten lauerte Nick Rixen und traf zum 1:0. Kurz vor dem Halbzeitpfiff erhöhte Erdogan Cumur auf 2:0, nachdem ein Abschluss nur abgeklatscht werden konnte und er aus kurzer Distanz einschob.
„Erdo steht da, wo ein guter Stürmer steht“, erklärte Yamak, der trotz der Führung kritisch blieb: „Wir hätten mindestens drei Tore mehr schießen müssen.“ Mehrere gute Möglichkeiten blieben ungenutzt.
Heide verschläft die Anfangsphase
Auf Seiten der Gastgeber fiel das Fazit selbstkritisch aus. Trainer Sven Hinz sprach von einer verschlafenen ersten Halbzeit: „Wir sind nicht gut reingekommen nach der Winterpause.“
Zwar habe seine Mannschaft phasenweise mehr Spielanteile gehabt, „aber keine Durchschlagskraft nach vorne“. Das 0:2 kurz vor der Pause sei ein weiterer Nackenschlag gewesen.
Anschluss bringt neue Hoffnung
In der Halbzeit stellte Hinz um und wechselte doppelt. Der Heider SV-Nachwuchs kam deutlich aktiver aus der Kabine, presste höher – und wurde belohnt. Ein unglücklicher Rückpass landete als Eigentor im Netz und brachte den 1:2-Anschluss.
„Wir kamen gut rein, haben sie gut angepresst und dann auch das Eigentor erzwungen“, so Hinz. In der Folge erhöhte Heide den Druck und erspielte sich mehrere Chancen.
Yunus Boz bereitet mit starkem Solo Entscheidung „Todesstoß“ vor
Mitten in die Drangphase hinein fiel jedoch die Entscheidung. Yunus Emre Boz setzte sich in einem starken Solo durch, legte quer auf Ole Sand, der eiskalt zum 3:1 vollendete.

Für Hinz war es der „Todesstoß“. Dennoch ordnete er die Partie realistisch ein: „Überragend war Kronshagen meiner Meinung nach auch nicht. Aber es ist immer schwierig, ohne Vorbereitung und Testspiele aus der Winterpause zu kommen.“ Zudem habe man neue Spieler integrieren müssen.
Mit Niklas Simson (TSV Kropp), Sebastian Garcia (aus Kolumbien), Thore Brügmann (Albersdorf) standen gleich drei Winterzugänge in der Startelf. Mit Velten Nagel (BW Wesselburen) und Leon Büte (SG Tensa) kamen zwei weitere noch zum Einsatz. Keeper Zana Demirtas (VfR Neumünster) komplettierte das halbe Dutzend an Transfers.
Wichtige drei Punkte in der unteren Tabellenhälfte
Unterm Strich steht ein verdienter Auswärtssieg für den TSV Kronshagen, der sich damit in der Tabelle Luft verschafft. Heide zeigte nach der Pause Moral, blieb am Ende aber ohne Zählbares.
Stimmen zum Spiel
Heider SV II: TW – Al Kheir, Neelsen, Dohrmann (46. Nagel) – Sanchez, Sattler – Drews (79. Gahlib), Brügmann, Patzer – Boukara, Dreyer (46. Büte).
Trainer: Sven Hinz.
TSV Kronshagen: Bock – Wethgrube, Kallenbach, Schmitz, Wallenstein – Sand, Ricken, Sylla, Boz, Hamze (71. Möller) – Cumur (87. Abdula).
Trainer: Coskun Yamak.
SR: Torben Dwinger (SV Todesfelde).
Ass.: Genning Grimm, Philipp Eilers.
Z.: 40.
Tore: 0:1 Nick Rixen (24.), 0:2 Erdogan Cumur (41.), 1:2 Peeke Schmitz (48., ET), 1:3 Ole Sand (87.).
