Übersicht VL Ost: Halbe Miete durch Lukas Deutschbein für Heikendorf beim 6:0 beim TSV Plön

von Ismail Yesilyurt

Lukas Deutschein (li., Heikendorfer SV). © 2024 Ismail Yesilyurt (Archivfoto)


SG Sarau/Bosau – TSV Flintbek 1:1 (1:0)

In den ersten 45 Minuten ist die SG sarau/Bosau sehr oft im Pressingmodus und bringt dadurch auch den TSV Flintbek, der sich gegen den Wind und die SG dennoch ein paar Mal gut herausspielen kann, in Bedrängnis. „Hat gut funktioniert. Chancen auf beiden Seiten“, erzählte TSV-Übungsleiter Matthias Liebal. „Verpassen es in der ersten Halbzeit aber schon zu erhöhen“, so SG-Coach Tony Böhme.

In einem kampfbetonten Spiel ist die Begegnung dann in der zweiten Halbzeit sehr oft unterbrochen, nachdem Joshua Vinh Grimm das 1:1 sehr gut herausgespielt hatte. Schließlich sind es die Gastgeber, die dem Sieg näherkommen. „Nichtsdestotrotz müssen wir dann aber auch zum Schluss glücklich sein, dass wir den Punkt mitnehmen. Weil der Gegner noch zwei Hundertprozentige hatte“, waren Matthias Liebal und der TSV Flintbek mit der Spielleitung durch den Schiedsrichter nicht zufrieden.

„Das waren zwei verlorene Punkte. Ein bisschen unglaubwürdig noch, dass man da gestern wirklich nur einen Punkt geholt hat. Aber so ist der Fußball“, weiß SG-Coach Tony Böhme, „Mund abwischen und weitermachen.“

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Matthias Liebal (Trainer TSV Flintbek)
Tony Böhme (Trainer SG Sarau-Bosau)

In der Begegnung der SG Eckernförde/Fleckeby gegen den MED SV fällt der Name von Ben Janßen sehr oft. Sofern es eine Stadionansage gibt: fünf Mal. Denn dem Stürmer gelingen seine Saisontreffer Nummer 12 bis 15. Das sind vier Tore. Ja, die fünfte Ansage ist bei der Auswechslung des überragenden 23-Jährigen in der 84. Minute.

Sehr wertvoll ist der verwandelte Foulelfmeter kurz nach der Pause zum 2:1. Damit wirft ein aus Sicht der Gäste sehr fragwürdiger und „lächerlicher“ Foulelfmeter das Team von Spielertrainer Kandil Rashid nach dem Wiederbeginn völlig aus der Bahn: „Wo einfach gar nichts ist. Und ja, dann nimmt das Ganze seinen Lauf. Man fühlt sich einfach betrogen“, bekommt die Elf von Spielertrainer Kandil Rashid keinen Zugriff mehr in der Partie.

Zunächst gilt„never change a winning team“ beim Tabellenletzten aus Kiel. Nach dem 3:1 gegen den TSV Flintbek lässt Rashid gegen den Tabellendritten die gleiche Startformation auf Punktejagd gehen. Nach einer beidseitigen „Schnupperphase“ zu Beginn übernimmt der MSV die Regie und dann verdient, auch wenn der Freistoß sehr diskutabel ist, die Führung. Aus 20 Meter jagt Halil Karakaya den ruhenden Ball in den Winkel zum 1:0. Mit Windunterstützung und Diagonalbällen versucht der Gast, die SG Eck/Fleck weiterhin aus den Angeln zu heben.

Zum Glück für die SG fängt Ben Janßen nach Vorarbeit von Henrick Paulsen mit dem Toreschießen zum wichtigen 1:1 vor der Pause an. Nachdem eine Möglichkeit der Landeshauptstädter an der Torlatte landet, werden auch mit diesem Ergebnis die Seiten gewechselt.

Mehr Bewegung mit Gegen- und Tiefenläufen fordert SG-Trainer Björn Brünglinghaus in der Pausenansprache. Die Mannschaft befolgt die Anweisungen und erzeugt damit viel Druck. Richtig Fahrt nimmt der Favorit nach dem erwähnten Foulelfmeter auf.

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Kandil Rashid (Trainer MED SV)
Björn Brünglinghaus (Trainer SG Eckernförde/Fleckeby)

„Da hatte die Natur auf jeden Fall sehr, sehr viel zum Spiel beigetragen“, sagte BSV-Cheftrainer Tim Czarnecki, der noch einen Vorschlag parat hatte. „Ich glaube, die Überschrift könnte heute lauten: Mit starken Windverhältnissen kann Barkelsby das Spiel klar gewinnen.“ Auch der schlecht zu bespielende Platz bereitet Schwierigkeiten. Das versuchen die Gäste auszunutzen durch hohes Pressing, da die Heimelf mit ihren langen Bällen gegen Windmühlen kämpft. Klare Chancen bleibt den Schönkirchenern jedoch verwehrt. Gegen die hochstehenden Verbund der TSG führt ein Konter schließlich zum Erfolg für Barkelsby durch den 9. Saisontreffer von Stürmer Hannes Stöterau.

In der zweiten Halbzeit verarbeitet die Concordia den Gegenwind viel besser als der BSV in Abschnitt eins. Schönkirchen ist griffiger, aber Ergebnis stimmt nicht, da der Rückstand eine zu schwere Hypothek ist. Erst nach dem 0:2 gibt es gute Möglichkeiten auf den Anschluss. Endgültig abgefahren ist der Zug mit „dem Strahl“ aus 20 Metern von Mathis Ehrens in den Giebel.

„Das war heute nicht nötig, dass wir das Spiel verlieren. Weil es doch schon eigentlich eher ein Glücksspiel war, was da passiert ist auf dem Platz. Und die Mannschaft, die das über 90 Minuten annimmt, geht als Sieger vom Platz“, hatte Jan Sell keinen unverdienten Sieger, aber eine zu hohe Niederlage gesehen.

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Jan Sell (Trainer TSG Concordia Schönkirchen)
Tim Czarnecki (Trainer Barkelsbyer SV)

Ein halbes Dutzend an Treffern kassiert der TSV Plön bei der Niederlage gegen den Heikendorfer SV am 21. Spieltag. Als Stolperstein erweist sich dabei Lukas Deutschbein, der mit seinem Doppelpack in der ersten Viertelstunde den Plönern den Saft abdreht und später noch seine Saisonbilanz an Treffern verdoppelt.

Im auswärtigen Heimspiel auf dem Rasenplatz der SG Kühren, das Plöner Schiffsthalstadion wird aktuell von einem „Rasenacker“ auf einen modernen Kunstrasen geupdatet, deutet der TSV seine positive Entwicklung in dieser Saison zu Beginn der beiden Spielhälften an. Aber gegen die körperliche Präsenz des Heikendorfer SV können die Gastgeber nicht bestehen. Und werden von einer „Baustelle“ in die andere geschubst.

Nils Fischer (TSV Plön) muss die vielen Fehler seiner Vorderleute ausbaden. © 2024 Ismail Yesilyurt
Nils Fischer (TSV Plön) muss die vielen Fehler seiner Vorderleute ausbaden. © 2024 Ismail Yesilyurt

„Wenn man nicht ein Mal aufs Tor schießt, dann kann man auch nicht treffen“, kennt Plöns Sportlehrer Mats Böckmann-Rixen die Fußball-Mathematik und lokalisiert somit das Hauptproblem seiner Mannschaft am Samstagnachmittag.

Beim Heikendorfer SV fehlte der halbe Kader. Auch Trainer Mark Hungerecker war in Kühren nicht mit dabei, sodass der verantwortliche Co-Trainer Linus Krebs aus 14 Spielern dennoch eine sehr schlagkräftige Heikendorfer Truppe formen konnte. Die durch Krebs perfekt eingestimmt mit dem Rückenwind aus dem 4:0-Sieg von letzter Woche gegen den Gettorfer SC mit dem 6:0 Tschüs zu der Abstiegsplätzen sagen darf. Mit einem Erfolg gegen das Kellerkind MTV Dänischenhagen am kommenden Sonntag heißt es dann wohl Adieu für den HSV.

„Kurzfassung: Heute überhaupt nicht stattgefunden“, sagte Mats Böckmann-Rixen am Anfang seines Statements und betonte am Ende, dass das Gesicht seiner Mannschaft gegen den Heikendorfer SV in Zukunft „nie wieder sehen“ möchte. Den Torreigen beendet schließlich Niklas Kracht mit einem Volley „Insgesamt ein gelungener Auftritt“, hatte Linus Krebs auch einen großen Anteil daran.

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Linus Krebs (Co-Trainer Heikendorfer SV)
Mats Böckmann-Rixen (Trainer TSV Plön)

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