Timm Bischoff (SVE Comet Kiel), hier im Spiel gegen den TSV Plön, gelingt das wichtige 1-0. © 2026 Ismail Yesilyurt
Der SVE Comet Kiel hat seinen Aufwärtstrend in der Verbandsliga Ost fortgesetzt. Am Freitagabend gewann die Mannschaft von Trainer Nicklas Loose beim Preetzer TSV mit 2:1 (1:0) und feierte damit den vierten Sieg in Folge. Während die Gäste nach dem sechsten Saisonerfolg auf den dritten Tabellenplatz kletterten, kassierte Preetz die dritte Niederlage in Serie und bleibt auf dem ersten Regelabstiegsplatz.
SVE Comet legt früh den Grundstein
Unter Flutlicht erwischten die Kieler den besseren Start und belohnten sich bereits in der 15. Minute. Timm Bischoff brachte den SVE mit 1:0 in Führung. „Wir kommen super ins Spiel, erarbeiten uns jede Menge Torchancen“, sagte Loose, der in der ersten halben Stunde eine „sehr gute“ Leistung seiner Mannschaft gesehen hatte.
Aus Sicht des Comet-Trainers hätte der Vorsprung allerdings durchaus größer ausfallen können. „Wir können auch das 1:0 dann machen und schaffen es nicht, auf 2:0, 3:0 zu erhöhen mit klaren Torchancen.“
In der Folge fand der Preetzer TSV besser in die Partie und bekam etwas mehr Zugriff sagte Kiels Loose. Kapital konnten die Gastgeber aus ihrer Drangphase allerdings nicht schlagen. „Preetz schafft es dann nicht, aus ihrer kleineren Drangphase Kapital zu schlagen“, analysierte Loose.
Jirk Heine, der den verhinderten Trainer Ismet Nac an der Seitenlinie vertrat, hatte einen ordentlichen Start in die Partie gesehen. Die ersten 15 Minuten seien „eine ansehnliche, passable Leistung“ gewesen. Nach dem Rückstand verlor der PTSV jedoch den Faden. „Bis zur Halbzeit bringen wir eigentlich wirklich nichts mehr aufs Grün“, sagte Heine.

So ging der SVE mit einer verdienten Führung in die Halbzeit. Auch nach dem Seitenwechsel blieb Comet zunächst die gefährlichere Mannschaft, auch wenn die Schusterstädter vor dem 0:2 eine gute Ausgleichschance hatten. Unmittelbar danach kassierte der PTSV in der 55. Minute durch Houari Messaoudi das 0:2. Die Kieler hatten anschließend mehrfach die Gelegenheit, mit einem dritten Treffer für die Vorentscheidung zu sorgen.
„Wir haben die Möglichkeit, einen Deckel draufzumachen“, erklärte Loose. Weil der Gast diese Chancen jedoch nicht nutzte, blieb Preetz im Spiel. In der 70. Minute verkürzte Enno Schulze aus dem Nichts auf 1:2 machte die Schlussphase noch einmal spannend.
Der PTSV stellte offensiv noch einmal um und spielte in der Schlussphase sogar mit vier Stürmern. Ein weiterer Treffer wollte jedoch nicht mehr fallen.
Heine erwartet „Herz und Leidenschaft“
Für Jirka Heine war die Niederlage letztlich verdient. „Comet war einfach galliger und wollte diesen Sieg mehr, als wir es wollten“, lautete die deutliche Analyse des ehemaligen Holstein-Spielers. „Wir haben es nicht geschafft, über 90 Minuten die Pace zu gehen“, monierte Heine.
„Die Jungs müssen ihren Stil der Tabellensituation erst mal anpassen“, erläuterte der 42-Jährige. Im Abstiegskampf sei aktuell weniger der spielerische Glanz gefragt. „Es ist, glaube ich, jetzt in den kommenden Spielen nicht der schöne Fußball gefragt, sondern Herz und Leidenschaft.“

Gäste-Coach Loose erkannte an, dass die Preetzer keineswegs wie eine Mannschaft auf Platz 14 auftraten: „Preetz, muss ich sagen, hat es wirklich auch nicht schlecht gemacht. Also stehen für mich nicht wirklich zurecht da unten. Also die haben schon gute Einzelspieler in den Reihen.“
Am Ende reichte Comet eine solide, wenngleich in der Schlussphase hektische Leistung, um die drei Punkte aus Preetz zu entführen. „Wir sind froh, dass wir die drei Punkte mitnehmen konnten und nun gespannt sein können, was die Konkurrenz am Wochenende treiben wird.“
Stimen zum Spiel
- Preetzer TSV: Fabian Klonikowski – Paul Rath, Tristan Doege, Jan Tonn, Tim Schanko (63. Moritz Danberg) – Jerome Rose (89. Nico Clasen), Kevin Beuck (63. Simon Rothermund) – Enno Schulze, Jendrik Müller, Felix Kabus (85. Niklas Heisen) – Phil Windmüller
- Trainer: Jirka Heine
- SVE Comet Kiel: Tim Paasch – Felix Gesper, Janneck Rassmanns, Andre Kalbhenn, Marvin Petersen – Mouaad El Mangoug (68. Sandro-Riccardo Abdallah), Timm Bischoff, Christoph Bolte, Niklas Schmidt Fynn Räder (64. Mika Jacob Dencker), Houari Messaoudi (88. HabibSchubert)
- Trainer: Nicklas Loose
- Schiedsrichter: Marek Borkowski (TSV Lensahn)
- Assistenten: Lukas Neuwohner, Rainer Jahns
- Zuschauer: 100
- Gelb-Rote Karte: Jan Tonn (90.+1, PTSV)
- Tore: 0:1 Timm Bischoff (15.), 0:2 Houari Messaoudi (55.), 1:2 Enno Schulze (70.)
| Platz | Mannschaft | Sp. | G | U | V | Tore | Diff. | Pkt. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. (1) | Probsteier SG 2012 | 8 | 7 | 0 | 1 | 31:13 | 18 | 21 |
| 2. (2) | Kieler MTV | 8 | 6 | 2 | 0 | 22:7 | 15 | 20 |
| 3. (↑ 5) | SVE Comet Kiel (A) | 9 | 6 | 0 | 3 | 21:16 | 5 | 18 |
| 4. (↓ 3) | FC Kilia Kiel II (N) | 8 | 5 | 2 | 1 | 30:13 | 17 | 17 |
| 5. (↑ 7) | SG Sarau/Bosau | 8 | 4 | 2 | 2 | 16:14 | 2 | 14 |
| 6. (6) | SV Bönebüttel-Husberg (N) | 8 | 4 | 1 | 3 | 14:20 | -6 | 13 |
| 7. (↓ 4) | TS Einfeld (N) | 8 | 4 | 0 | 4 | 21:19 | 2 | 12 |
| 8. (↑ 9) | SpVg Eidertal Molfsee II | 7 | 3 | 3 | 1 | 18:18 | 0 | 12 |
| 9. (↓ 8) | Wiker SV | 7 | 3 | 2 | 2 | 14:12 | 2 | 11 |
| 10. (10) | TSV Plön | 8 | 2 | 2 | 4 | 18:18 | 0 | 8 |
| 11. (↑ 14) | Suchsdorfer SV | 7 | 2 | 2 | 3 | 12:17 | -5 | 8 |
| 12. (↓ 11) | TSV Altenholz | 7 | 2 | 0 | 5 | 12:15 | -3 | 6 |
| 13. (↓ 12) | TSV Flintbek | 8 | 2 | 0 | 6 | 18:26 | -8 | 6 |
| 14. (↓ 13) | Preetzer TSV | 8 | 1 | 2 | 5 | 12:18 | -6 | 5 |
| 15. (↑ 16) | MTV Dänischenhagen | 7 | 1 | 1 | 5 | 9:25 | -16 | 4 |
| 16. (↓ 15) | SG Dobersdorf/P’hagen (N) | 8 | 0 | 1 | 7 | 12:29 | -17 | 1 |
