Not gegen Elend – Todenbüttel und Hademarschen spielen 1:1

von Olaf Wegerich

Kopfballduell zwischen Arne Burmeister (Hademarschen) und Bjarne Hansen (Todenbüttel). © 2025 Olaf Wegerich



Der SV GW Todenbüttel verpasst im letzten Punktspiel des Jahres 2025 im Duell gegen den weiterhin sieglosen Tabellenletzten SV Merkur Hademarschen beim enttäuschenden 1:1 (1:0) den angepeilten Heimsieg. Durch das Remis rutschen die Gastgeber auf den 11. Platz.

Verspäteter Anpfiff wegen gefährlichem Loch im Rasen

Der erfahrene Oberliga-Schiedsrichter Khaled El-Rifai vom VfL Bad Schwartau konnte die Partie vom 19. Spieltag der Verbandsliga West erst mit knapp zwanzigminütiger Verspätung anpfeifen, da sich kurz vor Spielbeginn auf Höhe der Mittellinie zwischen den Trainerbänken ein großes Loch im Rasen auftat, das mit einer Platte abgedeckt sowie mit einer großen Menge Sand darüber abgesichert wurde. Allen Anschein nach befindet sich darunter eine über die Jahre weggerottete Holzplatte und der Zugang zum Abwasserschacht und der Drainage. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn sich das Loch erst während des Spiels aufgetan hätte und hier jemand unbeabsichtigt hineingetreten wäre.

Alles wieder schier. Das Loch ist abgedichtet. © 2025 Olaf Wegerich
Alles wieder schier. Das Loch ist abgedichtet. © 2025 Olaf Wegerich

Frühe Chancen auf beiden Seiten

Keine 120 Sekunden sind gespielt, da ist der SV Merkur durch Jonas Ott das erste Mal frei durch, doch Torhüter Yannick Holtz kann durch entschlossenes Herauslaufen den Ball zur Seite abwehren. Beim Nachschuss der Gäste wird Arne Hansen aus Nahdistanz voll im Gesicht getroffen und muss minutenlang behandelt werden, verhindert aber ein sicheres Gegentor. Auf der Gegenseite schlägt Torhüter Paul Dobelstein bei einem Rückpass ein Luftloch, doch der Ball landet knapp neben dem Pfosten.

Todenbüttel geht in Führung

Die nächste Großchance für die Gastgeber hat Maxi Lüdtke nach einem schnell ausgeführten Einwurf aus halblinker Position, doch sein Flachschuss verfehlt nur knapp das lange Eck. Nach einem langen Ball auf Benedikt Stotz ist wiederum Torhüter Yannick Holtz zur Stelle und kann klären, doch der junge Angreifer lässt sich fallen und hofft auf einen Elfer. Doch der aufmerksame Schiedsrichter Khaled El-Rifai lässt nicht mit sich spaßen und zeigt dem Angreifer den gelben Karton.

Benedikt Stotz (Hademarschen) scheitert an Torhüter Yannick Holtz (Todenbüttel) © 2025 Olaf Wegerich
Benedikt Stotz (Hademarschen) scheitert an Torhüter Yannick Holtz (Todenbüttel) © 2025 Olaf Wegerich

Der nächste Angriff der Gastgeber sitzt. Aus halblinker Position scheitert zunächst Geburtstagskind Lasse Holling, der zusammen mit seinem Zwillingsbruder Oke nach dem Spiel zum Mannschaftsabend geladen hatte, doch den Nachschuss verwertet Claas Breiholz (19.) zum Führungstreffer.

Spiel verflacht nach lebhaftem Beginn

Nach den stürmischen Anfangsminuten verflacht das Spiel auf einem gut bespielbaren Rasen aber immer mehr. Vieles spielt sich im Mittelfeld ab, wo sich beide Mannschaften harte Zweikämpfe liefern, aber es nur selten schaffen, einen geordneten und strukturierten Spielaufbau hinzubekommen.

Mutige Gäste wirken nicht wie ein Tabellenletzter

Obwohl die Mannschaft von Alexander Schmidt erst fünf Punkte auf der Habenseite verbuchen kann, präsentierten sich die mutigen Gäste keineswegs wie ein abgeschlagener Tabellenletzter. Dennoch blieb auch bei ihnen vieles Stückwerk, und es haperte am krönenden Abschluss.

Der Ausgleich fällt – und hilft trotzdem kaum weiter

Aber zumindest der späte Ausgleichstreffer durch Jon Niklas Wulff (72.) im Anschluss an einen Einwurf sicherte den Gästen zumindest einen Punkt, wenngleich der ihnen bei der prekären Tabellenlage kaum weiterhilft.

Lukas Wiese (Hademarschen) gegen Fenn Ole Zauter (Todenbüttel). © 2025 Olaf Wegerich
Lukas Wiese (Hademarschen) gegen Fenn Ole Zauter (Todenbüttel). © 2025 Olaf Wegerich

Todenbüttel vergibt den möglichen Sieg

Dennoch hätte es für den Aufsteiger aus Todenbüttel für die drei angepeilten Punkte reichen können, doch Lasse Holling (75.) mit einem Pfostentreffer sowie Maxi Lüdtke, der zweimal am Torhüter der Gäste scheiterte, vergaben beste Möglichkeiten.

Stimmen zum Spiel

Todenbüttel-Trainer Eike Schneider sagte zum Spiel: „Das war Not gegen Elend. Wir hatten nur drei Wochen Sommerpause, und man merkte, dass wir müde waren und nicht liefern konnten. Bei uns war nur Paul Schustjew in Normalform. Das war ein gebrauchter Tag. Wir wollten vor der Winterpause auf 20 Punkte kommen. Das ist uns gelungen.“

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