MTSV für Chancenwucher bitter bestraft – 1:2 im Kellerderby gegen VfB Lübeck II

von Olaf Wegerich

Thies Kochanski – hier gegen Nordmark Satrup – und der MTSV Hohenwestedt mussten im Kellerderby gegen den VfB Lübeck II eine bittere Heimniederlage einstecken. © 2026 Olaf Wegerich

Für den MTSV Hohenwestedt wird die Luft im Tabellenkeller immer dünner. Am 8. Spieltag der Flens-Oberliga unterlag die Mannschaft von Trainer Arend Müller vor eigenem Publikum im Kellerduell dem Aufsteiger VfB Lübeck II recht unglücklich mit 1:2 (1:2). Die Hansestädter haben damit nach zwei Siegen den Sprung auf den 13. Platz geschafft, während der MTSV nach drei Spielen ohne Niederlage auf den vorletzten Platz abgerutscht ist. Allerdings ist der MTSV noch mit einem Nachholspiel im Rückstand.

In einem guten Oberligaspiel erwischten die Gäste aus der Hansestadt – gestärkt und voller Selbstbewusstsein durch den 4:1-Erfolg über den enthronten Spitzenreiter VfR Neumünster – den deutlich besseren Start.

VfB-Nachwuchs nutzt Chancen effektiv

Nach einer erfolgreichen Grätsche durch Orgen Marashi passt der Lübecker über außen in den Lauf von Jaromir Grimm (25.), der aus wenigen Metern zum frühen Führungstreffer trifft.

Der MTSV schafft es in dieser Phase nur äußerst selten, gefährlich vor das Tor der Gäste zu kommen. Wesentlich entschlossener und zielstrebiger zeigt sich der Lübecker Nachwuchs, der nach einem Ballverlust im Umschaltspiel durch Bernard Angong (33.) mit einem Flachschuss aus gut sechzehn Metern den zweiten Treffer nachlegen kann.

Sievers mit dem Anschlusstreffer

Doch die Antwort des MTSV lässt nicht lange auf sich warten. Im Gegenzug scheitert zunächst Fabian Engbrecht mit seinem Abschluss am Lübecker Torhüter Louis Siefert, doch im Nachsetzen kann Tjark Sievers (34.) den 1:2-Anschlusstreffer erzielen.

MTSV betreibt Chancenwucher

Die zweite Hälfte ging dann klar an den MTSV, der mit viel Elan auf den Ausgleich drängte. Der Lübecker Nachwuchs stand jetzt mächtig unter Druck. Die Gastgeber konnten sich bei phasenweise drückender Überlegenheit eine Vielzahl an hochkarätigen Torchancen herausspielen, doch der Ausgleich wollte trotz einer Vielzahl an guten Abschlüssen einfach nicht fallen. So hatten Tjark Sievers und Hinne Schröder großes Pech mit zwei Lattentreffern und ein weiterer Torschuss konnte auf der Linie geklärt werden.

Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte stand am Ende die erste Heimniederlage der Saison für den MTSV, der jetzt vor zwei englischen Wochen steht.

Stimmen zum Spiel

Trainer Arend Müller (MTSV Hohenwestedt): „Fußball ist ein Ergebnissport. Wir hatten Chancen für mehrere Spiele. Wir müssen aus unseren Fehlern lernen und die Situation annehmen. In der zweiten Halbzeit war es ein Spiel auf ein Tor, aber wir bekommen den Ball nicht über die Linie. Wir müssen unsere Spielweise ändern, um in die Punkte zu kommen. Auf dem Niveau werden Fehler eiskalt bestraft.“

Trainer Oliver Stutzky (VfB Lübeck II): „Ein Unentschieden wäre das gerechtere Ergebnis gewesen. In der ersten Hälfte hatten wir die besseren Torchancen. In der zweiten Halbzeit hatten wir einige gute Ansätze, aber viel verteidigt. Da hat Hohenwestedt viele Bälle reingejagt. Wir sind aber auf einem guten Weg.“

Aufstellungen und Spieldaten

MTSV Hohenwestedt: Schultz – Schröder (70. Schnoor), Dahm, Knobel (70. Klatt) – Sienknecht – Sierks (63. Struve), Tjark Sievers (82. Belz), Kochanski, Hirsch (63. Ploog) – Engbrecht, Schaller.

Trainer: Arend Müller.

VfB Lübeck II: Siefert – Boll, Schwoon, Jeschonek, Sachau – Angong (66. Mensah), Grimm, Boateng (75. Beck), Dühnfort – Marashi, Heinemeyer (77. Filimonenko).

Trainer: Oliver Stutzky.

Schiedsrichter: Luca Seils (SV Preußen 09 Reinfeld).

Assistenten: Florentin Gartz und Nils Ladwig.

Zuschauer: 165 auf dem Sportplatz Wilhelmshöh in Hohenwestedt.

Tore: 0:1 Jaromir Grimm (25.), 0:2 Bernard Angong (33.), 1:2 Tjark Sievers (34.).

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