Liridon Imeris Achse Henke/Bahr/Wirth/Müller stabilisiert TSV Kronshagen

von Michael Felke

Sebastian Wirth (mitte, in weiß) ist im defensiven Mittelfeld ein starker Partner von Philipp Bahr. Fotos: © Ismail Yesilyurt


Elf Spiele, kein Sieg. Mit lediglich drei Punkten ziert der TSV Kronshagen abgeschlagen das Tabellenende der Flens-Oberliga Nord. Der Abstieg aus der höchsten Spielklasse des Landes scheint vorprogrammiert. Nicht aber für Liridon Imeri. Der 33-Jährige trat im Januar die Nachfolge des entlassenen Trainers Daniel Lechte an und will das Unmögliche möglich machen: Den Klassenerhalt.

„Das ist natürlich ein hartes Stück Arbeit. Aber wir sind gut davor“, strahlt der 33-Jährige trotz wahrlich nicht guter Voraussetzungen Optimismus aus. Bereits am 10. Januar begann er mit seinem 25 Mann starken Kader die Mission „Klassenerhalt“ und startete in eine achtwöchige Vorbereitung. „Das ist eine lange Zeit. Das weiß ich. Aber es lag mir am Herzen, die Mannschaft kennenzulernen und den Teamgeist neu aufzubauen. Da wurde jedem Spieler Mut gemacht, und wir haben viel miteinander unternommen. Teambuilding war und ist für mich das Fundament. Jedem muss ins Bewusstsein gerufen werden, was man zusammen erreichen kann“, gibt Imeri einen Einblick in seine Philosophie, die Voraussetzung ist, um die Mission erfolgreich zu beenden.

„Enorm wichtig ist auch ein sicheres Passspiel, um ein Spiel schnell nach vorne zu bringen und natürlich das Defensivverhalten, also das Arbeiten gegen den Ball“, geht Imeri auch auf sportliche Voraussetzungen ein. „Wir sind jetzt gut davor. Es hat sich sehr vieles wirklich sichtbar verbessert. Alle sind heiß“, so der Coach, der den TSV Kronshagen umgekrempelt zu haben scheint. Auch ein neuer Kapitän wurde installiert. „Ich brauche in unserer Situation einen Mannschaftsführer, der ein Spiel von hinten dirigiert. Sebastian Hencke spielt in der Innenverteidigung einen guten Part und kann ein Spiel lesen. Die Nominierung wird ihm zusätzlich Selbstvertrauen und der Mannschaft Sicherheit geben.“

Von großer Bedeutung ist auch Neuzugang Marvin Müller. Der Wintertransfer, der vom Landesligisten TSV Kropp kam, trifft scheinbar nach Belieben. „Marvin ist der Torjäger, den wir immer gesucht haben. Und auf der Doppelsechs setzen wir auf Philipp Bahr und Sebastian Wirth. Beide sind nicht wegzudenken“, lobt Trainer Imeri die klare und ruhige Spielweise seiner Defensivspieler. „Insgesamt habe ich 25 Mann, die alle das Zeug haben, in der ersten Elf zu spielen. Das ist ein Luxusproblem, aber ein Problem, mit dem ich mich gern befasse.“

Es scheint also zu laufen beim TSV Kronshagen. Allerdings sind noch keine Punkte eingesammelt worden. Und davon braucht der TSVK reichlich. Ungemein wichtige Punkte werden bereits zum Rückrundenauftakt (Sonnabend, 14 Uhr) im Heimspiel gegen Inter Türkspor Kiel vergeben. Wichtig deshalb, weil die Punkte auch in der Abstiegsrunde zählen. „Aber nur, wenn Inter auch in die Abstiegsrunde rutscht. Eine Woche später gegen Weiche Flensburg, dann das gleiche Spiel. Gewinnen wir, wird Weiche wohl mit uns in der Abstiegsrunde spielen. Aber wir haben die Punkte. Dann sieht es schon mal ganz anders aus. Vor allem weil viele Mannschaften noch die Punkte verlieren, die sie gegen die oberen Teams geholt haben. Wir haben also noch alle Chancen. Es sieht nicht so schlecht aus, wie viele denken“, glaubt Liridon Imeri fest daran, dass seine Mannschaft das Unmöglich scheinende möglich machen und auch das nächste Jahr in der Flens-Oberliga spielen wird.

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