Kevin Wölk wird fester Cheftrainer beim Regionalligisten 1. FC Phönix Lübeck

von Ismail Yesilyurt

Kevin Wölk ist neuer Trainer des 1. FC Phönix Lübeck ab der Saison 2026/27. © 2026 1. FC Phönix Lübeck


Der 1. FC Phönix Lübeck befördert eine bereits bestens bekannte Personalie: Kevin Wölk, der die Regionalliga-Mannschaft der „Adlerträger“ seit Ende April interimsmäßig betreut hatte, übernimmt zur Saison 2026/27 dauerhaft das Amt des Cheftrainers an der Travemünder Allee. Nach einer intensiven Analyse der vergangenen Wochen entschieden sich die Verantwortlichen um Sportdirektor Frank Salomon ganz bewusst gegen eine externe Lösung und schenken dem erfolgreichen Interimscoach das volle Vertrauen für die anstehende Spielzeit.

Die Beförderung des 41-Jährigen ist die konsequente Folge einer sportlich makellosen Bilanz. Ende April hatte Wölk die Mannschaft in einer sportlich fordernden Phase übernommen und in kürzester Zeit wieder in die Erfolgsspur geführt. Unter seiner Regie gewannen die Lübecker die letzten fünf Ligaspiele in Serie und schlossen die Regionalliga Nord damit zum dritten Mal in Folge unter den Top 5 ab. Den emotionalen Höhepunkt feierte das Team im SHFV-LOTTO-Pokal: Mit einem souveränen 4:1-Erfolg im Finale beim SV Todesfelde sicherten sich die „Adler“ das begehrte Ticket für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals – ein finanzieller und sportlicher Meilenstein für den Verein.

Vom Oberliga-Formgeber zum Pokalsieger: Wölks steiler Aufstieg

Wölks Weg bei den Hansestädtern begann erst im Januar 2026, als der gebürtige Oldenburger (in Holstein) die U23-Nachwuchsmannschaft des Klubs übernahm. Innerhalb weniger Monate formte er das talentierte Team zu einer Spitzenmannschaft in der Oberliga Schleswig-Holstein und empfahl sich so für höhere Aufgaben.

Der ehemalige Mittelfeldstratege bringt reichlich Stallgeruch und Profierfahrung mit nach Lübeck. In seiner aktiven Laufbahn absolvierte Wölk unter anderem über 60 Drittliga-Partien für den SV Darmstadt 98 und Rot Weiss Ahlen. Diese Erfahrung half ihm, die Kabine der Regionalliga-Elf sofort zu erreichen.

„Kevin ist es in einer fordernden Phase eindrucksvoll gelungen, unsere Mannschaft zu erreichen, sie weiterzuentwickeln und inhaltlich optimal auf das wichtige Saisonfinale vorzubereiten“, begründet Sportdirektor Frank Salomon die Entscheidung. „Er kennt den Großteil des Kaders bereits und das hat ihm dabei geholfen, auch für die kommende Spielzeit ein klares und überzeugendes Konzept auszuarbeiten – das ist ein entscheidender Pluspunkt gegenüber allen externen Kandidaten gewesen.“

Prominente Unterstützung: Björn Joppe wird neuer Co-Trainer

Um für die Herausforderungen der neuen Saison sowie die Doppelbelastung durch den DFB-Pokal optimal aufgestellt zu sein, präsentieren die Lübecker zudem einen namhaften Neuzugang für das Trainerteam. Björn Joppe wird künftig als Co-Trainer an Wölks Seite arbeiten. Der 47-jährige gebürtige Wuppertaler ist im deutschen Fußball ein bekanntes Gesicht: Als Spieler bestritt er zwei Bundesliga-Spielzeiten für den VfL Bochum.

Nach seiner aktiven Karriere wechselte Joppe auf die Trainerbank und sammelte als Inhaber der UEFA-A-Lizenz reichlich Erfahrung als Cheftrainer – unter anderem beim Traditionsverein 1. FC Lokomotive Leipzig, beim Bonner SC sowie bei Wölks Ex-Klub Rot Weiss Ahlen. Bei Phönix soll er weit mehr als ein klassischer Assistent sein. Laut Salomon suchte man gezielt nach einer starken Persönlichkeit, die als „echter Sparringspartner“ für Wölk fungiert, um die sportliche Entwicklung der Mannschaft auf das nächste Level zu heben.

Auf einer Wellenlänge: Das neue Duo blickt optimistisch nach vorn

Die Chemie zwischen dem neuen Cheftrainer und seinem Assistenten scheint von Beginn an zu stimmen. Joppe betonte in seinen ersten Worten, dass ihm die Entscheidung für den Wechsel an die Travemünder Allee extrem leicht gefallen sei.

„Nach der Anfrage und den ersten Gesprächen mit Kevin sowie mit Frank stand für mich überhaupt nicht zur Frage, ob ich diese Aufgabe angehen möchte. Mein Gefühl ist, dass wir in vielen Dingen auf einer Wellenlänge liegen und uns hervorragend unterstützen sowie ergänzen können“, erklärt Björn Joppe. „Besonders Kevins Einstellung und seine Sichtweise auf viele Themen haben mir sehr gut gefallen. Man sagt, man solle auf sein Bauchgefühl hören. Dieses hat mich in vielen Situationen noch nie enttäuscht – und genau dieses gute Gefühl habe ich nach den Gesprächen mit allen Verantwortlichen.“

Mit dem Duo Wölk und Joppe hat der 1. FC Phönix Lübeck die wichtigste personelle Weichenstellung für die Saison 2026/27 frühzeitig und hochkarätig gelöst. Die Fans dürfen gespannt sein, ob die „Adler“ ihren Höhenflug aus dem Frühjahr auch in der neuen Spielzeit fortsetzen können.

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