Drei Punkte für Guerino Capretti und seinem VfB Lübeck gegen Hannover 96 II tun gut. © 2025 Olaf Wegerich
Geduldiges Ringen auf der Lohmühle
Fast 90 Minuten mussten die 2.970 Zuschauer im Stadion Lohmühle warten, ehe sie jubeln durften. Lange sah es nach einem torlosen Remis zwischen dem VfB Lübeck und Hannover 96 II aus, doch in den Schlussminuten avancierte Einwechselspieler Ali Abu Alfa zum gefeierten Matchwinner.
Ausgeglichene erste Hälfte
Trainer Guerino Capretti schickte fast dieselbe Elf ins Rennen, die zuletzt ein 1:1 gegen Tabellenführer SSV Jeddeloh geholt hatte. Lediglich Manuel Farrona Pulido ersetzte den gesperrten Marvin Thiel und übernahm gleichzeitig die Kapitänsbinde.
Die Partie begann mit Chancen auf beiden Seiten. Hannovers Alexander Vogel prüfte früh VfB-Keeper Finn Böhmker (7.), ehe Antonio Verinac erstmals für Gefahr vor dem Gästetor sorgte (10.). Hannover hatte Pech, als ein Kopfball von Noah Engelbreth an die Latte klatschte (16.), während Lübeck kurz vor der Pause durch Farrona Pulido und Julian Albrecht aussichtsreiche Möglichkeiten vergab. Zur Halbzeit blieb es beim 0:0.
Wenig Torgefahr nach dem Seitenwechsel
Auch nach dem Wiederanpfiff blieb es lange ein Duell auf Augenhöhe, in dem beide Abwehrreihen wenig zuließen. Mika Lehnfeld, der zur Pause ins Spiel kam, setzte erste Akzente, doch der VfB tat sich schwer, zwingende Chancen zu kreieren. Auf der anderen Seite musste Böhmker nach einem Freistoß eingreifen, als der Ball an den Pfosten sprang (66.).

Caprettis goldenes Händchen
Als die Partie in die Schlussphase ging, deutete vieles auf eine Punkteteilung hin. Doch VfB-Trainer Guerino Capretti hat ein goldenes Händchen und brachte mit Ali Abu Alfa einen frischen Offensivspieler. Es sollte die Entscheidung sein: Nur eine Minute nach seiner Einwechslung verwertete Abu Alfa eine Hereingabe von Shivani und Lehnfeld aus kurzer Distanz zum viel umjubelten 1:0 (89.).
Zittern bis zum Abpfiff
Hannover warf in der Nachspielzeit noch einmal alles nach vorne. Matti Tjaden köpfte knapp vorbei (90.+2), und bei einem letzten Freistoß rückte sogar Torwart Schwanke mit auf. Doch die Lübecker Defensive verteidigte leidenschaftlich und brachte den Sieg über die Zeit.
Blick nach vorn
Mit dem späten Erfolg festigte der VfB Lübeck seine Heimstärke und belohnte sich für eine konzentrierte Vorstellung. Am kommenden Samstag (6. September, 14 Uhr) steht bereits das nächste Heimspiel gegen Altona 93 auf dem Programm.
VfB Lübeck: Böhmker – Amadi, Menke, Becken, Istefo (73. Shivani) – Pfundheller, Albrecht (46. Lehnfeld), Polat (88. Abu Alfa) – Ulrich, Verinac (90./+3 Demir), Farrona Pulido (60. Karimani).
Trainer: Guerrino Capretti.
Hannover 96 II: Schwanke – Gevorgyan, Dominke, Ebnoutalib, Niklaus – Ndikom (62. Brandt), Engelbreth (62. Hobrecht), Ikari, Ganda (70. Aliqki) – Husser (62. Busch), Vogel (84. Tjaden).
Trainer: Daniel Stendel.
Gelbe Karten: Farrona Pulido, Menke, Becken – Ebnoutalib, Engelbreth.
Schiedsrichter: Marvin Vogt (SV Börnsen).
Zuschauer: 2.970.
Tor: 1:0 Ali Abu Alfa (89.).