Dennis Lühr (am Ball, Heikendorfer SV) gelingt die HSV-Führung). © 2026 Ismail Yesilyurt
Standards ebnen den Weg
Der Heikendorfer SV hat im Aufstiegsrennen nachgelegt. Nach den Siegen der Konkurrenz setzte sich die Mannschaft von Trainer Mark Hungerecker am Sonntagnachmittag mit 2:0 gegen den TSV Flintbek durch und kletterte zurück auf Rang zwei. Am Freitag gewann der Tabellendritte Probsteier SG und am Samstag Tabellenführer SVG Pönitz.
Auf dem Kunstrasen im Heikendorfer Sportpark war von Beginn an zu spüren, was Hungerecker später bestätigte: „Endlich dürfen wir alle wieder kicken. Ich glaub, das hat man meiner Mannschaft heute auch angemerkt.“
Sein Team legte los mit hohem Pressing, erzwang Ballgewinne und schnürte die Gäste in deren Hälfte ein. Bereits in der 9. Minute zahlte sich das aus: Nach einer Eckballvariante traf Dennis Lühr zu seinem fünften Saisontor. „Das frühe Tor hat uns die nötige Sicherheit gebracht“, so Hungerecker.

Heikendorf blieb tonangebend. Flintbek fand kaum Zugriff auf Zweikämpfe und Räume. In der 41. Minute erhöhte Timo Martens – ebenfalls nach einem Standard – auf 2:0. Heinrich hatte zudem die Latte getroffen, weitere Chancen blieben ungenutzt. Zur Pause war die Führung hochverdient.
Flintbek steigert sich, Pfosten verhindert Anschluss
TSV-Trainer Matthias Liebal sah eine klare erste Halbzeit: „Heikendorf war klar die bessere Mannschaft mit viel mehr Möglichkeiten. Wir hatten gar keinen Zugriff, haben Zweikämpfe nicht angenommen.“ Die beiden Gegentore nach ruhenden Bällen seien „nicht gut verteidigt“ gewesen.
Nach dem Seitenwechsel stellte Flintbek taktisch um und präsentierte sich deutlich stabiler. „Das wurde nach der Pause viel, viel besser“, sagte Liebal. Tatsächlich kamen die Gäste nun zu mehr Ballbesitz und ihrer besten Chance: Nach einem individuellen Fehler in der HSV-Defensive klatschte der Ball an den Pfosten. Der mögliche Anschlusstreffer blieb aus.

Hungerecker räumte ein, dass sein Team im zweiten Abschnitt „nicht mehr ganz so bissig“ gewesen sei und weniger zweite Bälle gewonnen habe. Dennoch ließ Heikendorf kaum klare Chancen zu und brachte das Spiel souverän zu Ende.
Wichtiger Sieg im Aufstiegsrennen
Am Ende stand ein verdienter 2:0-Erfolg vor 79 Zuschauern unter der Leitung von Schiedsrichter Yannick Zimmer. „Für uns wichtig, dass wir mit einem Sieg reinkommen, wieder zu null spielen und die drei Punkte mitnehmen“, betonte Hungerecker zufrieden.
Während Heikendorf mit neuem Selbstvertrauen auf die kommende Aufgabe beim Tabellen-15. Gremersdorf blickt, richtet auch der Tabellenelfte Flintbek den Fokus bereits auf die nächste Woche. Die Mannschaft von Matthias Liebal, der am Saisonende aufhört und von Stefan Mordhorst (aktuell Trainer Frauen Kieler MTV) beerbt wird, trifft zuhause auf den Preetzer TSV.
Stimmen zum Spiel
Heikendorfer SV: Müller – Marquardt, Jahnke, Rumohr, Kracht (82. Sossou) – Heinrich – Meenken (75. Feldkamp), Mordhorst (78.), Martens, Deutschbein – Lühr (89. Göser).
Trainer: Mark Hungerecker.
TSV Flintbek: Klarmann – Rober, Todic, Römpke, Ferhat – Schemborski (57. Schulz), Kock , Pries (46. Hübner), Grimm – Rehder, Gremmel (75. Schiefelbein).
Trainer: Matthias Liebal.
SR: Yannick Zimmer (SV Rickling).
Ass.: Ron Rusinger, Kevin Köster.
Z.: 79.
Tore: 1:0 Dennis Lühr (9.), 2:0 Timo Martens (41.).
