Erster Punkt für VfB Lübeck in Liga 3 gegen Sandhausen

von Ismail Yesilyurt

Marius Hauptmann (VfB Lübeck) war am Anfang sehr aktiv, musste dann aber verletzt raus. © 2023 Olaf Wegerich


Erstes Erfolgserlebnis für den VfB Lübeck in der neuen Liga. Gegen den Zweitligaabsteiger SV Sandhausen gibt es zuhause auf der Lohmühle ein torloses Unentschieden. Mehr dazu im Newsletter des VfB Lübeck.

In der 3. Liga angekommen: Attraktives 0:0 gegen Sandhausen

(Quelle: VfB Lübeck/ Christian Jessen) Gute Atmosphäre, eine ansprechende Leistung und ein Punkt zum Start: Der VfB Lübeck kann mit dem Auftakt in die 3. Liga insgesamt zufrieden sein. Vor 6.611 Zuschauern auf der Lohmühle gab es gegen den SV Sandhausen ein 0:0, das am Ende leistungsgerecht war, die etwas besseren Chancen lagen insgesamt jedoch sogar auf Seiten unserer Grün-Weißen.

Schwierige Entscheidungen für Coach Lukas Pfeiffer

Auch ohne vier gesundheitsbedingte Ausfälle (Robin Kölle, Felix Drinkuth, Hanno Behrens, Niklas Kastenhofer) hatte unser Cheftrainer Lukas Pfeiffer einige schwierige Entscheidungen in der Startelf zu treffen, sodass noch viel Qualität auf der Bank blieb.

Hauptmann sorgt für Gefahr

Unsere Mannschaft zeigte dabei vom Start weg, dass sie auch gegen den individuell sehr stark besetzten Zweitliga-Absteiger mithalten kann. Der VfB hatte optische Vorteile und die erste gute Torszene, als Marius Hauptmann im Anschluss an die erste Ecke knapp vorbei schoss (6.). Hauptmann war es auch, der immer wieder mit seinen Antritten über die rechte Seite Gefahr heraufbeschwor. Oftmals fehlte nach seinen starken Aktionen jedoch ein krönender Abschluss.

Ulrich Taffertshofer trifft – Ebsen sieht Foulspiel

Als Hauptmann selbst einmal den Ball aus spitzem Winkel aufs Tor brachte, parierte Keeper Nikolai Rehnen den strammen Schuss (32.). Rehnen war einmal geschlagen, als Ulrich Taffertshofer den Ball im Anschluss an eine Ecke ins Netz gedrückt hatte. Doch Schiedsrichter Lars Erbst hatte zuvor einen leichten Stoß von Tommy Grupe gegen Rehnen als Stürmerfoul abgepfiffen (36.). Auch Robin Velasco hatte noch seine Chance, setzte den Ball aber aus 18 Metern über das Tor (40.).

Keeper Philipp Klewin zur Stelle

Die Sandhäuser hatten bis zur Pause weniger Torchancen, aber auch zwei gefährliche Szenen. Rouwen Hennings köpfte nach einem der seltenen Stellungsfehler in der VfB-Abwehr freistehend, aber nicht platziert genug, sodass Philipp Klewin parierte (13.). Der VfB-Schlussmann war auch zur Stelle, als Grupe den SVS-Angreifer David Otto zwar gut abdrängte, aber dennoch ein guter Schuss aus spitzem Winkel aufs Tor kam (28.).

Nach der Pause etwas Tempo raus

Nach der Pause waren im bis dahin temporeichen und intensiven Spiel hier und da auch ein paar Längen – die sommerlichen Temperaturen forderten auch ein wenig Tribut. Zudem musste der zuvor auffällige Hauptmann nach 57 Minuten mit Verdacht auf Muskelfaserriss das Feld verlassen. Sandhausen hatte nun ein paar Abschlüsse mehr – so durch einen Diekmeier-Kopfball (56.) oder einen Schuss von Yassin Ben Balla (60.) – doch Klewin war zur Stelle.

Tarik Gözüsirin scheitert an Rehnen

Die beste Chance des zweiten Durchgangs hatten wiederum unsere Grün-Weißen. Als sich Tarik Gözüsirin im Strafraum gut behauptete und aus halbrechter Position schoss, war Rehnen zur Stelle und rettete zur Ecke (68.). Zwei Minuten später wurde es auch bei einem Kopfball von Cyrill Akono, der knapp über das Tor ging, noch einmal gefährlich. Die Schlussphase gehörte dann ein wenig mehr den Gästen. Doch bis auf einen Schuss von Abu-Bekir El-Zein, den Klewin zur Ecke lenkte (71.), war keine wirkliche Torgefahr mehr dabei. Die VfB-Defensive hielt der Druckphase gut stand und ließ wenig zu.

Trainer Lukas Pfeiffer war mit der Leistung zufrieden: „Wir hatten richtig gute Phasen, in denen wir auch gute Möglichkeiten hatten. Ich hätte es gern gesehen, was passiert wäre, wenn wir in Führung gegangen wären, denn die Atmosphäre war ohnehin schon phantastisch. Unterm Strich ist das Ergebnis wohl gerecht, Sandhausen hatte auch Druckphasen, in denen wir aber wenig klare Torchancen zugelassen haben.“

VfB Lübeck: Klewin – Sommer, Grupe, Löhden, Rüdiger (76. Sternberg) – Taffertshofer (76. Egerer), Boland – Hauptmann (57. Farrona Pulido), Gözüsirin, Velasco (65. Schneider) – Akono.
Trainer: Lukas Pfeiffer.

SV Sandhausen: Rehnen – Laux (83. Schuster), Geschwill, Knipping – Diekmeier, Mühling, Ben Balla (61. El-Zein), Burcu (61. Stolze), Ehlich – Hennings (61. Evina), Otto.

SR: Lars Erbst (Gerlingen).

Zuschauer: 6.611.

Gelbe Karten: Rüdiger, Akono – Diekmeier, Burcu, Ben Balla, Laux, Mühling.

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