SVE Comet gewinnt wilden Schlagabtausch in Einfeld

von Markus Till

Es ging hoch her im Duell zwischen de TS Einfeld und dem SVE Comet Kiel. © 2026 Meryem Manke

Neun Tore, mehrere Führungswechsel und Spannung bis zum Schluss: Der SVE Comet Kiel hat sich in einem wilden Verbandsligaspiel mit 5:4 bei der TS Einfeld durchgesetzt. Die Gastgeber kämpften sich nach einem frühen 0:2-Rückstand zurück und lagen zwischenzeitlich sogar zweimal vorn, standen am Ende aber zum dritten Mal in Folge mit leeren Händen da.

Comet bestraft Einfelds Fehlstart

Die Partie begann ganz nach dem Geschmack der Gäste. Comet erwischte die TS Einfeld früh zweimal unsortiert und stellte schnell auf 2:0. Für Einfelds Trainer Dennis Sanft war der Fehlstart sinnbildlich für den Auftritt seiner Mannschaft: „Wir schlafen zweimal“, ärgerte sich der Coach über die beiden frühen Gegentreffer.

Marvin Petersen (re.) und Mouaad El Mangoug (SVE Comet Kiel) versuchen Christoph Wegner (TS Einfeld) aufzuhalten. © 2026 Martina Hansen
Marvin Petersen (re.) und Mouaad El Mangoug (SVE Comet Kiel) versuchen Christoph Wegner (TS Einfeld) aufzuhalten. © 2026 Martina Hansen

Seine Mannschaft zeigte jedoch eine Reaktion und arbeitete sich noch vor der Pause zurück. Mit dem Ausgleich zum 2:2 war zur Halbzeit wieder alles offen. Zufrieden war Sanft trotz der Aufholjagd keineswegs. Spielerisch sei das „richtig schlecht“ gewesen, kritisierte der Einfelder Trainer die Leistung seiner Mannschaft deutlich.

Auch Comets Coach Nicklas Loose haderte mit dem Verlauf der ersten Hälfte. Seine Mannschaft habe zunächst die bessere Spielanlage gehabt und sei verdient mit 2:0 in Führung gegangen. Anschließend hätten zwei völlig unnötige Gegentore den Vorsprung zunichte gemacht. Neben Problemen bei der Zuordnung sprach Loose dabei auch einen Torwartfehler an.

Janneck Rassmanns (re., SVE Comet Kiel), hier gegen Jannis Blöcker (TS Einfeld), war nach langer Verletzungspause wieder zurück. © 2026 Martina Hansen
Janneck Rassmanns (re., SVE Comet Kiel), hier gegen Jannis Blöcker (TS Einfeld), war nach langer Verletzungspause wieder zurück. © 2026 Martina Hansen

Loose wird in der Kabine deutlich

In der Kabine wurde der Comet-Trainer nach eigener Aussage „sehr, sehr deutlich“. Die einfachen Dinge, die seine Mannschaft in den vergangenen Wochen ausgezeichnet hätten, seien nach der guten Anfangsphase nicht mehr konsequent umgesetzt worden.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich der offene Schlagabtausch fort. Zunächst ging Einfeld erstmals in Führung, doch Comet antwortete mit einem sehenswerten direkten Freistoß zum 3:3. Die Hausherren legten noch einmal vor und hatten beim Stand von 4:3 sogar die Gelegenheit, den Vorsprung auf zwei Tore auszubauen.

Nach dem Treffer von Jannis Blöcker (im Tor) war die TS Einfeld mit 3-2 in Front. © 2026 Meryem Manke
Nach dem Treffer von Jannis Blöcker (im Tor) war die TS Einfeld mit 3-2 in Front. © 2026 Meryem Manke

„Wir haben die Chance zum 5:3, kriegen es aber nicht auf die Reihe, das nach Hause zu schaukeln“, bedauerte Sanft. Stattdessen schlug Comet in der Schlussphase zurück und drehte die Partie endgültig zum 5:4-Auswärtssieg.

Comet dreht die Partie in der Schlussphase

Loose sah seine Mannschaft nach dem zwischenzeitlichen Rückstand wieder deutlich verbessert: „Dann sind wir wieder wach, präsent und ackern wieder füreinander.“ Über die gesamte Spielzeit habe Comet die bessere Spielanlage sowie die besseren Chancen und Halbchancen besessen. Gleichzeitig räumte der Coach ein, dass die Begegnung angesichts ihres Verlaufs ebenso gut unentschieden oder mit einer Niederlage für seine Mannschaft hätte enden können.

Entsprechend überwog beim Kieler Trainer vor allem die Erleichterung über die drei Punkte. Beschweren hätte sich Comet allerdings auch über eine Heimfahrt mit nur einem oder gar keinem Zähler nicht dürfen. Vor allem in der defensiven Ordnung habe seine Mannschaft einige Vorgaben nicht umgesetzt. Diese Fehler wolle man nun anhand der Videoaufnahmen aufarbeiten.

Björn Ole Steinmetz (TS Einfeld). © 2026 Meryem Manke
Björn Ole Steinmetz (TS Einfeld) kam nach der Pause in die Partie. © 2026 Meryem Manke

Sanft warnt nach der dritten Niederlage

Während Comet nach einem turbulenten Nachmittag den Auswärtssieg feiern durfte, blieb Einfeld nur die Enttäuschung. Sanft nahm nach der dritten Niederlage in Serie kein Blatt vor den Mund: „Wenn wir so weiterspielen, werden wir Schwierigkeiten bekommen.“ Nun gelte es, den Kopf wieder hochzubekommen und möglichst schnell in die Erfolgsspur zurückzufinden.

Stimmen zum Spiel

Nicklas Loose (Trainer SVE Comet Kiel)
Dennis Sanft (Trainer TS Einfeld)
  • TS Einfeld: Jan-Erik Hansen – Mark Krüger, Niklas Casper, Marvin Louis Küpers, Liam Zablocki (75. Oke Annighöfer) – Fabian Weichbrodt (46. Nicklas Schönke), Jannis Blöcker (90. +6 Niklas Marquardt), Christoph Wegener, Luca Grammes (61. Ben Micha Krüger), Brian Casper – Jan-Erik Wilken (46. Björn Ole Steinmetz)
  • Trainer: Dennis Sanft
  • SVE Comet Kiel: Michael Beck – Felix Gesper (75. Fynn Räder), Andre Kalbhenn, Marcel Gaber, Jan-Niklas Jendzurek (65. Christoph Bolte) – Marvin Petersen – Marvin Braun (46. Habib Ismail Schubert (83. Andoni Pena), Janneck Rassmanns, Mouaad El Mangoug, Niklas Schmidt – Houari Messaoudi
  • Trainer: Nicklas Loose
  • Schiedsrichter: Curtis Richter (S.I.G. Elmenhorst)
  • Assistenten: Lennart Burmeister, Dominique Jaeger
  • Zuschauer: 130
  • Tore: 0:1 Marvin Petersen (3.), 0:2 Marcel Gaber (25.), 1:2 Mark Lukas Krüger (31.), 2:2 Niklas Maximilian Casper (36.), 3:2 Jannis Blöcker (58.), 3:3 Marvin Petersen (60.), 4:3 Brian Casper (62.), 4:4 Mark Lukas Krüger (86. Eigentor), 4:5 Marcel Gaber (90. +3)

Tabelle

Verbandsliga Ost
Platz Mannschaft Sp. G U V Tore Diff. Pkt.
1. (1) Probsteier SG 2012 7700 29:92021
2. (↑ 4) FC Kilia Kiel II (N) 7421 25:121314
3. (↓ 2) Kieler MTV 6420 17:51214
4. (↓ 3) TS Einfeld (N) 7403 20:14612
5. (↑ 7) SVE Comet Kiel (A) 7403 17:14312
6. (↑ 9) SV Bönebüttel-Husberg (N) 7403 13:19-612
7. (↓ 5) SG Sarau/Bosau 7322 13:12111
8. (↓ 6) Wiker SV 6312 13:11210
9. (↓ 8) SpVg Eidertal Molfsee II 6231 16:17-19
10. (10) TSV Plön 7223 16:1518
11. (11) TSV Altenholz 6204 11:13-26
12. (12) TSV Flintbek 7205 16:22-66
13. (13) Preetzer TSV 6123 10:14-45
14. (14) Suchsdorfer SV 6123 8:15-75
15. (15) SG Dobersdorf/P’hagen (N) 6015 10:24-141
16. (16) MTV Dänischenhagen 6015 5:23-181

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