Emotionale Rückkehr im Schiffsthal: Torloses Remis zwischen TSV Plön und Preetzer TSV

von Ismail Yesilyurt

Ismet Nac (Trainer des Preetzer TSV) freute sich auf das Wiedersehen mit dem TSV Plön. © Ismail Yesilyurt


Es war eine ganz besondere Rückkehr an den Ort, an dem seine Herrenkarriere einst begann: Ismet „Isi“ Nac reiste als neuer Trainer des Verbandsligisten Preetzer TSV im Schiffsthal-Stadion beim TSV Plön an. Wo Nac einst auf Naturrasen seine ersten Schritte im Herrenbereich machte, ehe der Weg über Holstein Kiel und Kilia Kiel verlief. Nun traf der 54-Jährige an der Seitenlinie auf seinen ehemaligen Mitspieler Torsten Hahn, der wiederum als neuer Coach die Schlossstädter übernommen hat. Das emotionale Wiedersehen mündete nach 90 überwiegend taktisch geprägten Minuten auf dem vor wenigen Monaten installierten und modernen Kunstrasenplatz im Stadion in einer torlosen 0:0-Punkteteilung.

Für Plöns Trainer Torsten Hahn stand auch die Freude über das Aufeinandertreffen im Vordergrund:

„Besonders habe ich mich über das Wiedersehen mit meinem alten Kumpel Isi gefreut, mit dem ich hier im Schiffstal in den 90er Jahren eine sehr schöne und erfolgreiche Zeit in der Landesliga Nord und Verbandsliga Schleswig-Holstein hatte. Da kamen doch diverse Erinnerungen wieder hoch.“

Geduldsspiel und Preetzer Dominanz in der Anfangsphase

Auf dem Rasen übernahmen die Gäste aus Preetz zu Beginn das Kommando. Die Mannschaft von Ismet Nac zeigte eine reife Spielanlage und verzeichnete in der ersten halben Stunde gefühlte 90 Prozent Ballbesitz. Preetz erarbeitete sich gute Tormöglichkeiten, allen voran Florian Ziehmer, der sich stark durch die Abwehr tankte, sein Abschluss das Gehäuse jedoch knapp verfehlte.

Abwehrchef Florian Ziehmer (Preetzer TSV) zielte bei seinem Elfmeter zu genau. © 2025 Ismail Yesilyurt
Florian Ziehmer (Preetzer TSV). © 2025 Ismail Yesilyurt

Nach der druckvollen Anfangsphase verflachte das Spielgeschehen etwas und entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch ohne die klaren Chancen, ehe Plön durch Kunkel mit einem Schuss ans Außennetz antwortete. Nac blickte auf die ersten 45 Minuten zurück:

„Wir haben die erste halbe Stunde dominiert. Und einen Hundertprozentigen durch Flo Zimmer, wo er sich schön durch drei, vier Leute durchtankt und leider auch neben das Tor schießt. Und dann wurde das Spiel so ein bisschen wilder. Es war nicht mehr so schön für mich anzusehen.“

Konterstarke Plöner verpassen den späten Knockout

Nach dem Seitenwechsel zog sich die junge Plöner Mannschaft noch weiter zurück und verteidigte das eigene Gehäuse tief und diszipliniert. Preetz fand kaum noch Lücken im dicht gestaffelten Abwehrverbund, wodurch die Partie zunehmend an Höhepunkten verarmte und zu einem echten Geduldsspiel für beide Trainerbänke wurde. „Also so ab der 60., 65. Minute hatte ich eher das Gefühl, wer ein Tor schießt, der gewinnt heute auch“, mutmaßte Nac.

Mika Stegmaier (TSV Plön) verwandelte nach der Pause per Elfer zum 2-2- © 2025 Ismail Yesilyurt
Mika Stegmaier (TSV Plön) machte zusammen mit Jakob Reimansteiner das Mittelfeld-Zentrum sehr gut zu. © 2025 Ismail Yesilyurt

In der Schlussphase waren es schließlich die Gastgeber, die dem Siegtreffer deutlich näher kamen. In der 80. und 86. Minute fuhren die Schlossstädter zwei gefährliche Konter aus der eigenen Hälfte heraus, verpassten jedoch das entscheidende Tor knapp. Am Ende blieb es bei der leistungsgerechten Nullnummer, mit der beide Seiten zum Saisonauftakt gut leben konnten.

Das Fazit von Preetz-Trainer Nac:„Wir haben kein Tor kassiert, leider auch keins geschossen und können, ja erst mal den Blick nach vorne richten, dass der Saisonstart weder gelungen noch misslungen ist.“ Auch Plöns Coach Hahn bestätigte: „Zwei Mannschaften, die sich größenteils gegenseitig neutralisiert haben. Entsprechend am Ende ein gerechtes Unentschieden.“

Stimmen zum Spiel

Ismet Nac (Trainer Preetzer TSV)
Torsten Hahn (Trainer TSV Plön)
  • TSV Plön: Oke Nommensen – Luca Witt, Philipp Buchholz, Hauke Wulf, Eike Boeck (84. Laurenz Dittmann) – Tom Kohnke, Jakob Reimandsteiner, Mika Simon Stegmaier, Hannes Girod (70. Luis Pallokat) – Jakob Tetzlaff, Paul Elsner.
  • Trainer: Torsten Hahn
  • Preetzer TSV: Fabian Klonikowski – Khalil Yakob, Kevin Beuck, Felix Ziebell (78. Mohammed Khalouf), Jan Tonn – Moritz Danberg, Jerome Rose, Florian Ziehmer, Jendrik Müller, Felix Kabus (78. Tristan Doege) – Niklas Heisen
  • Trainer: Ismet Nac
  • Schiedsrichter: Jörn Göttsch (TSV Lütjenburg)
  • Assistenten: Erik Ian Schwarz, Dario Bushi

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