SVG Pönitz stürmt Richtung Landesliga: 5:1-Sieg zementiert Spitzenreiter-Status

von Ismail Yesilyurt

Die SVG Pönitz darf schon das Meisterschaftsgetränk in den Kühlschrank stellen. © 2025 Ismail Yesilyurt


Die SVG Pönitz hat den Aufstieg in die Landesliga bereits fest im Blick. Nach den Patzern der Verfolger Probsteier SG und Heikendorfer SV haben die Scharbeutzer den Relegationsplatz zwei in der Verbandsliga Ost bereits sicher in der Tasche. Dass der Tabellenführer auf der Zielgeraden mit noch zwei eigenen Spielen noch von der Spitze verdrängt wird, gilt angesichts von sieben Punkten Vorsprung auf den Heikendorfer SV als äußerst unwahrscheinlich. Mit einem souveränen 5:1-Erfolg gegen den Preetzer TSV untermauerte das Team seine Position eindrucksvoll.

„Brutale Flexibilität“ und defensive Stabilität

Pönitz-Trainer Christian Born zeigte sich nach der Partie sichtlich bewegt von der Leistung seiner Mannschaft. Besonders die Ausgeglichenheit im Kader hob er hervor:

„Mich haben heute zwei Sachen unglaublich beeindruckt: Dass wir fünf verschiedene Torschützen hatten und jeder dem anderen ein Tor auflegt – was für eine brutale Flexibilität im Angriff! Und welch eine Stabilität wir in der Defensive haben“.

In der zweiten Halbzeit ließ Pönitz im zweiten Spiel in Folge keinen einzigen gegnerischen Torschuss zu. Nach einer kurzen Schwächephase agierte das Team laut Born wieder „wie ein Länderspiel“, war zielstrebig und hätte am Ende sogar noch höher als 5:1 gewinnen können.

Cedric Assmann (SVG Pönitz) sorgte mit dem letzten Treffer der Partie für die endgültige Entscheidung gegen Flintbek © 2026 Ismail Yesilyurt
Cedric Assmann (SVG Pönitz) eröffnete den Torreigen. © 2026 Ismail Yesilyurt

Preetzer TSV kämpft mit dem „letzten Aufgebot“

Für den Preetzer TSV hingegen war die Reise zum Spitzenreiter eine Mammutaufgabe unter denkbar schlechten Vorzeichen. Ohne sieben Stammkräfte, darunter Stützen wie Florian Ziehmer und Kevin Beuck, sowie ohne etatmäßigen Torhüter war für die „Schusterstädter“ kein Staat zu machen. Co-Trainer Jirka Heine machte keinen Hehl aus der personellen Misere:

„Wir sind mit einer sehr dezimierten Elf nach Pönitz gefahren. Wir sind nicht Opfer fußballerischer oder taktischer Defizite geworden, sondern einfach der Physis“.

Heine konstatierte ehrlich, dass die Spieler aus der zweiten Reihe bei den herrschenden Temperaturen aktuell nicht das Konditionslevel aufbringen, um gegen die lauffreudigen Pönitzer über die volle Distanz zu bestehen. Den eingesetzten Akteuren wollte er dennoch keinen Vorwurf machen, da sie bis zur letzten Minute alles in die Waagschale geworfen hätten.

Der Weg in die Landesliga ist geebnet

Mit Toren von Cedric Assmann, Jarne Schulz, Oscar Herzog, Nico Henkel und Kevin Heinz demonstrierte Pönitz vor 69 Zuschauern seine Offensivgewalt. Lediglich der zwischenzeitliche Ausgleich durch Enno Schulze ließ den Preetzer TSV kurzzeitig hoffen. Während Pönitz nun die Meisterschaft und den direkten Aufstieg vor Augen hat, muss Preetz zusehen, die personellen Lücken für die verbleibenden Aufgaben zu schließen.

Stimme zum Spiel

Jirk Heine (Co-Trainer Preetzer TSV)

28. Spieltag – Verbandsliga Ost

Datum Begegnung Erg.
01.05.26 SG Sarau / Bosau – Heikendorfer SV 1:1
02.05.26 Probsteier SG 2012 – Wiker SV Kiel 0:2
02.05.26 SVG Pönitz – Preetzer TSV 5:1
02.05.26 TSV Altenholz – TSV Flintbek 3:4
02.05.26 Suchsdorfer SV – TSV Gremersdorf 4:0
02.05.26 MTV Dänischenhagen – SG Oldenburg / SV Göhl II -:-
03.05.26 Kieler MTV – SpVg Eidertal Molfsee II -:-
Spielfrei TSV Plön

Tabelle Verbandsliga Ost

Pos Verein Sp. Tore Pkt.
1 SVG Pönitz 26 73:45 53
2 Heikendorfer SV 25 48:17 46
3 Probsteier SG 2012 26 77:47 46
4 Wiker SV Kiel 26 49:41 43
5 SG Sarau / Bosau 26 48:43 40
6 SpVg Eidertal Molfsee II (Auf) 25 69:54 38
7 TSV Altenholz (Ab) 27 67:61 38
8 Suchsdorfer SV 25 45:50 37
9 Kieler MTV (Auf) 23 48:37 36
10 Preetzer TSV (Ab) 25 45:45 35
11 TSV Plön 26 52:53 33
12 TSV Flintbek 26 41:54 31
13 MTV Dänischenhagen 24 37:56 30
14 SG Oldenburg / SV Göhl II 24 40:70 21
15 TSV Gremersdorf (Auf) 26 27:93 10
16 TSV Bordesholm zg. (Ab) 0 0:0 0

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