Friedrichsberg sichert den Klassenerhalt – spätes 5:2 gegen Aufsteiger TSV Hattstedt

von Ismail Yesilyurt

Auf Jan Böhnert (re.) ist in einer schwierigen Lage für TSV Friedrichsberg-Busdorf Verlass – gegen Hattstedt gab es einen Doppelpack. © Ismail Yesilyurt

Der TSV Friedrichsberg-Busdorf bleibt ein fester Bestandteil der Landesliga. Seit dem Abstieg aus der Oberliga in der Saison 2017/18 verlängerten die Schleswiger nun bereits zum achten Mal in Folge ihr Ticket für diese Spielklasse. Mit einem hart erkämpften 5:2-Sieg gegen den Aufsteiger TSV Hattstedt räumte die Mannschaft von Trainer Michael Schröder am drittletzten Spieltag alle theoretischen Abstiegssorgen beiseite. Für Schröder ist dies ein Erfolg mit emotionaler Note: Der 46-Jährige übergibt zur neuen Saison ein gesichertes Landesliga-Team an seinen Nachfolger Dennis Usadel.

Rückstand und Wende vor der Pause

Die Bedeutung der Partie war von Beginn an spürbar, da auch Hattstedt weiterhin tief im Abstiegskampf steckt. Nach einer ersten Phase des Abtastens gerieten die Gastgeber zunächst ins Hintertreffen. Aus einer eigenen Einschussmöglichkeit der Friedrichsberger entwickelte sich ein Konter der Gäste, der zum 0:1 führte. „Lassen wir uns zu einfach überspielen“, analysierte Michael Schröder die Szene.

Der TSV Friedrichsberg-Busdorf hat in den letzten Wochen viel Grund zur Freude. © 2023 Ismail Yesilyurt
Der TSV Friedrichsberg-Busdorf schafft vorzeitig den Klassenerhalt. © 2023 Ismail Yesilyurt

Eine Trinkpause nutzte das Heim-Team zur Korrektur, woraufhin Friedrichsberg zunehmend dominanter agierte. In der 38. Minute gab es die Belohnung: Nach einer Flanke von Tim Asmussen erzielte Jan Böhnert den verdienten Ausgleich. Kurz vor dem Pausenpfiff drehte Janosch Siepelt die Partie komplett, als er den Ball nach einer Freistoßsituation zum 2:1 ins Eck schob.

Zittersieg nach Hattstedter Anschluss

Auch in der zweiten Halbzeit blieb Friedrichsberg zunächst spielbestimmend. Jan Böhnert erhöhte in der 59. Minute per Abstauber nach einer Standardsituation auf 3:1. Doch die Sicherheit währte nicht lange: Hattstedt schlug durch Dennis Jeßat zurück und erzielte den 2:3-Anschlusstreffer, was die Partie noch einmal völlig offen gestaltete.

In dieser Phase stand der Sieg auf der Kippe. „Hattstedt war immer gefährlich, haben auch die Möglichkeit, das 3:3 zu erzielen“, gestand Schröder ein. Torhüter Jordan Harik rettete seinem Team mit einer starken Parade auf der Linie den Vorsprung. Erst als Hattstedt in der Schlussphase die Defensive auflöste, um den Ausgleich zu erzwingen, ergaben sich die entscheidenden Räume für die Schleswiger.

Der „Brustlöser“ in der Nachspielzeit

In einer turbulenten Schlussphase sorgte Omar Al-Batal in der fünften Minute der Nachspielzeit für die Entscheidung. Schröder bezeichnete das 4:2 als den entscheidenden „Brustlöser“, bei dem ein Konter endlich „ohne viel Firlefanz“ ausgespielt wurde. Vladimir Gorbatuk setzte nur eine Minute später den Schlusspunkt zum 5:2-Endstand.

Während Friedrichsberg nun befreit aufatmen kann, bleibt die Lage für den TSV Hattstedt nach dieser Niederlage weiterhin prekär.

28. Spieltag – Landesliga

Datum Begegnung Erg.
02.05.26 SpVg Eidertal Molfsee – Heider SV II 11:0 ABBRUCH
02.05.26 TSV Friedrichsberg-Busdorf – TSV Hattstedt 5:2
02.05.26 Rot-Schwarz Kiel – SV Frisia 03 Risum-Lindholm 0:3
02.05.26 TSV Kropp – Eckernförder SV 1:2
02.05.26 SC Weiche Flensburg 08 II – TSV Kronshagen 0:4
03.05.26 SV Dörpum – TSV Klausdorf -:-
03.05.26 TSB Flensburg II – TSV Rantrum -:-
03.05.26 TuS Jevenstedt – SVE Comet Kiel -:-

Tabelle Landesliga Schleswig

Pos Verein Sp. Tore Pkt.
1 TSB Flensburg (Ab) 27 102:22 77
2 Eckernförder SV (Ab) 28 66:26 64
3 SV Frisia 03 Risum-Lindholm 28 79:39 53
4 SpVg Eidertal Molfsee (Ab) 28 94:53 50
5 SSG Rot-Schwarz Kiel 28 53:53 48
6 TSV Rantrum 27 88:52 46
7 TSV Klausdorf 27 67:55 44
8 SC Weiche Flensburg 08 II 28 65:57 41
9 SV Dörpum 27 62:54 37
10 TSV Kronshagen 28 38:36 35
11 TSV Friedrichsberg-Busdorf 28 54:82 31
12 TSV Kropp 28 40:61 28
13 TSV Hattstedt (Auf) 28 44:76 22
14 TuS Jevenstedt 27 31:65 21
15 SVE Comet Kiel (Auf) 27 38:91 14
16 Heider SV II (Auf) 28 39:138 9

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