Kein Trulsen-Effekt im Wohnzimmer: Altona 93 verliert 0:4 gegen VFB Oldenburg

von Martin Bläsing

Otto (VFB Oldenburg) kommt diesmal nicht vorbei an Elmin Melkic (Altona 93). © 11ven Pixel


Beim Heimdebüt von Trainer André Trulsen musste Altona 93 eine klare 0:4-Niederlage gegen den VfB Oldenburg hinnehmen. Nach der 3:2-Auftaktniederlage gegen den FSV Schöningen bleibt der erhoffte Effekt des Trainerwechsels damit vorerst aus.

Kapitän El-Nemr auf ungewohnter Position

Im Fokus stand dabei auch Kapitän Bilael-Pascal El-Nemr, der ungewohnt auf der linken Mittelfeldseite eingesetzt wurde. Dort fand der technisch versierte Führungsspieler nur schwer in die Partie. Dabei hatte sich El-Nemr nach seinem Kreuzbandriss eindrucksvoll zurückgekämpft und steht sinnbildlich für Mentalität und Qualität im Kader der Hamburger.

Göttel (Altona 93, am Ball ) gegen Anubodem  (VfB Oldenburg). © 11ven Pixel
Göttel (Altona 93, am Ball ) gegen Anubodem (VfB Oldenburg). © 11ven Pixel

Oldenburg übernimmt früh die Kontrolle

Die Partie begann zunächst verhalten. Beide Teams tasteten sich in den ersten Minuten ab, während Oldenburg den Ball geduldig über den eigenen Torhüter laufen ließ und Altona immer wieder zum Anlaufen zwang. In der 11. Minute belohnten sich die Gäste für ihre strukturierte Spielweise: Mats Facklam traf mit seinem 18. Saisontor zur 0:1-Führung.

Ausgeglichener Schlagabtausch vor der Pause

In der Folge entwickelte sich ein faires Spiel mit guter Atmosphäre auf den Rängen. Beide Mannschaften kamen zu Chancen, wobei Oldenburg insgesamt etwas zielstrebiger wirkte. Die erste Halbzeit blieb dennoch weitgehend ausgeglichen.

Kapitän Bilal El-Nemr (Altona 93) blickt in die 2 Halbzeit. © 11ven Pixel
Kapitän Bilal El-Nemr (Altona 93) blickt in die 2. Halbzeit. © 11ven Pixel

Offener Schlagabtausch nach dem Seitenwechsel

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie offener. Aus neutraler Sicht gewann das Spiel an Attraktivität, wenngleich Altona im Pressing phasenweise zurückhaltend agierte. Auch die Diskussion um die optimale Position von El-Nemr hielt an – im Zentrum hätte er womöglich mehr Einfluss auf das Spiel nehmen können.

Vorentscheidung durch Doppelschlag und Wechsel

Oldenburg erwischte den besseren Start in Durchgang zwei und erhöhte in der 56. Minute durch Willem-Hendrik Hoffrogge auf 0:2. In der Folge versuchte Altona, mit mehr Risiko zurück ins Spiel zu finden. Ein Dreifachwechsel sollte neue Impulse setzen – dabei nahm Trulsen auch seinen Kapitän vom Feld, offenbar mit dem Ziel, über die Flügel und die Offensive frische Akzente zu setzen.

Rasmus Tobinski (Altona 93 ) gewinnt den Kopfball gegen Schröder (20, VfB Oldenburg). © 11ven Pixel

Gäste schrauben das Ergebnis in die Höhe

Doch statt der Aufholjagd folgte die Vorentscheidung: In der 70. Minute verwandelte Drilon Demaj einen Foulelfmeter sicher zum 0:3. Kurz darauf wechselte Oldenburg erneut – und bewies ein glückliches Händchen. Für Hoffrogge kam Vincent Hagen in die Partie und benötigte nur drei Minuten, um mit dem Treffer zum 0:4-Endstand endgültig für klare Verhältnisse zu sorgen.

Fazit: Altona 93 bleibt nach der deutlichen Niederlage weiterhin auf Rang 18 und damit am Tabellenende. Der neue Trainer konnte bislang noch nicht die erhofften Impulse setzen. Gleichzeitig zeigte die Partie einmal mehr, welches Potenzial im Umfeld steckt – die Atmosphäre im Stadion war trotz des Ergebnisses beeindruckend. Umso dringender ist es nun für Altona, sportlich in die Spur zu finden.

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