Derbyschock: Osterrönfelder TSV blamiert sich gegen Vineta Audorf

von Ismail Yesilyurt

Trainer Maik Gabriel hat mit dem Osterrönfelder TSV schon alle Höhen und Tiefen mitgemacht und wird mit seiner Erfahrung die richtigen Worte in dieser Phase finden. © Ismail Yesilyurt


Der Osterrönfelder TSV hat im heiß erwarteten Derby der Verbandsliga West einen peinlichen Ausrutscher hingelegt. Auf dem eigenen Platz am Bahndamm musste der Relegationsplatz-Bewohner eine knappe, aber verdiente 0:1-Niederlage gegen den nun direkten Nachbarn Vineta Audorf einstecken. Für den Tabellenletzten war es der zweite Saisonsieg – und ein Funken Hoffnung, trotz zehn Punkten Rückstand auf den aktuellen Tabellenplatz des OTSV.

Ohne Derby-Feuer: Behäbiger Einstieg

Nach zwei Testspiel-Siegen in der Vorbereitung erwartete der OTSV eine starke Vorstellung vor heimischem Publikum. Stattdessen? Ein farbloses, träges Duell ohne echten Derby-Kick. Beide Teams wirkten wie in Watte gepackt: Wenig Tempo und Emotion. „Beide Mannschaften spielten behäbig und zeigten nie den Einsatz für ein Derby“, ärgerte sich Osterrönfelds Manager Kai Nacken-Hoffmann.

Anton Rausch nutzt fatalen Patzer!

Die spielentscheidende Szene gab es kurz vor der Pause: Torwart Silas Einfeldt und Innenverteidiger Lorenz Billerbeck kollidierten bei einer Abwehraktion. Anton Rausch nahm die Chance – und traf zum 0:1. Ein klassischer Kommunikationsfehler entschied das Derby. Vineta ging mit minimalem Vorsprung in die Kabine und hielt diesen eisern.

Mehr Ball, null Stiche: Zweite Halbzeit-Fiasko

Nach dem Wechsel ballbesitztechnisch überlegen, blieb der Gastgeber harmlos. Auch die vier Wechsel in der zweiten Halbzeit brachten nicht den Impuls, um drei sehr wichtige Punkte gegen das Tabellenschlusslicht zu holen. Das ideenlose und lahme OTSV-Spiel bleib weiterhin blass. Das Highlight? Ein weiteres Missverständnis in der Abwehr der Heimelf – Kevin Wardin versenkte das Geschenk aber im Toraus. Audorf lauerte, konterte klug und ließ den Druck der Blau-Gelben ins Leere laufen.

Hoffnung keimt bei Audorf, Alarmglocken schrillen beim OTSV!

Vineta Audorf feiert den zweiten Saisontreffer und atmet auf: Die drei Punkte schüren Optimismus, trotz Abstand zum Relegationsplatz. Für die Mannschaft vom Bahndamm hingegen bitterer Nachgeschmack. „Der OTSV muss sein vorhandenes Potenzial endlich mal in den wichtigen Spielen auf den Platz bringen, Ansonsten wird es auch dieses Jahr ein langes Zittern um den Klassenerhalt“, forderte Kai Nacken-Hoffmann.

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