Probsteier SG lässt Aufstiegspunkte liegen gegen unangenehmen Gegner Kieler MTV

von Ismail Yesilyurt

Der Platz war nicht optimal für Feintechniker wie Azem Mehanovic (li. Probsteier SG), hier gegen Lasse Bensch (Kieler MTV). © 2026 Ismail Yesilyurt


Die Probsteier SG hat im Kampf um die Aufstiegsplätze zwei wertvolle Zähler gegen den Kieler MTV liegen gelassen. Auf dem kurz vor dem Frühlingsanfang schwer bespielbaren Naturrasenplatz endete das Duell im Zentrum von Kiel mit einem 2:2.

Felix Stendel mit Blitzstart für den Kieler MTV

Die Partie begann hektisch und bot früh Toraktionen. Bereits in der 3. Minute traf Johann-Felix Stendel zum 1:0 für den KMTV, doch die Probsteier antworteten nur acht Minuten später: Claas Wolter köpfte einen Abpraller ins Netz zum 1:1-Eigentor. „Wir hatten gute Momente, hatten aber auch Momente, wo wir ein bisschen fahrig waren, wo wir dann dementsprechend auch ein bisschen Glück gehabt haben“, analysierte PSG-Trainer Thomas „ToBo“ Bohrmann.

KMTV-Coach Paul Musiol sah in dieser Phase sogar einen verpassten Elfmeter: „Wir hätten vielleicht noch in der zehnten Minute aus meiner Perspektive einen Elfmeter verdient. Zu dem Zeitpunkt stand es 1:0 für uns. Das hätte das 2:0 sein können, das hätte eventuell alles gekippt.“ Aus seiner Sicht wäre es obendrein eine Rote Karte gewesen: „Wenn das Elfmeter gibt, müsste eigentlich auch eine Rote Karte folgen. 2:0l und in Überzahl wäre die restlichen 80 Minuten etwas einfacher für uns.“

Osmanovic unglücklich zum 1:2 – Paul Kraatz knallt gleich zurück

Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit kippte das Spiel in der zweiten Hälfte etwas zugunsten der Gastgeber auf dem Professor-Peters-Platz. In der 61. Minute lenkte Haris Osmanovic bei einem Freistoß von halblinks auf Höhe der KMTV-Bankan den zweiten Pfosten unglücklich zum 1:2 ins eigene Tor.

Hier gibt es gleich den Freistoß zum 2-1. Janne Rudolph (Kieler MTV) gegen den aktiven Alex Schachmeier und Volkan Töremen (Probsteier SG). © 2026 Ismail Yesilyurt
Hier gibt es gleich den Freistoß zum 2-1. Janne Rudolph (Kieler MTV) gegen den aktiven Alex Schachmeier und Volkan Töremen (Probsteier SG). © 2026 Ismail Yesilyurt

Die Schönberger steckten den Treffer jedoch gut weg und konterten fast postwendung: Nach langer Verletzungszeit im Comeback traf der zur Halbzeit eingewechselte Paul Kraatz in der 65. Minute von der Strafraumgrenze mit einem Knaller ins obere rechte Eck – 2:2. Die Kieler hatten trotz Versuche den Ball nicht aus der eigenen Box befördern können.

Bohrmann lobte die Reaktion seiner Elf: „Wir hatten, wie gesagt, unsere Chancen auch gerade kurz vor Schluss, wo wir dann das 3:2 hätten machen können.“ Musiol sah das Unentschieden als faire Aufteilung: „Prinzipiell sind wir nicht unzufrieden mit dem 2:2. Der Spielverlauf war ein Unentschieden wert. Letztlich über 90 Minuten, denke ich, ohne auch den gegebenen Elfmeter, ist das 2:2 gerecht.“

Voller Einsatz von PSG-Kapitän Justus Schröder gegen Lasse Bensch (Kieler MTV) lennard Reinke (18) ist auch dabei. © 2026 Ismail Yesilyurt
Voller Einsatz von PSG-Kapitän Justus Schröder gegen Lasse Bensch (Kieler MTV) Lennard Reinke (18) ist auch dabei. © 2026 Ismail Yesilyurt

Lucky Punch – weder für PSG noch KMTV

In der 86. Minute scheiterte PSG-Stürmer Lennard Reinke mit einem Kopfball an der Latte, der Nachschuss von Jorve Steffen wurde abgeblockt. Die viereinhalb Minuten Nachspielzeit brachten weitere Emotionen: Die Musiol-Auswahl kam zu einem gefährlichen Kopfball. Kurz darauf scheiterte Reinke per Schuss erneut. „Wenn KMTV einen Ticken zielstrebiger ist, können sie durchaus schon vorher vielleicht einen machen“, gab Bohrmann zu. „Aber ansonsten wissen wir, dass hier andere noch schwerer tun werden.“

Kraatz und Volkan Töremen verletzt raus

Für die PSG blieb der Punkt schmackhaft, doch zwei Blessuren trüben die Freude. Paul Kraatz spürte nach seinem ersten Einsatz seine alte Verletzung wieder und wurde wieder ausgewechselt. Auch Rechtsverteidiger Volkan Töremen, einer der besten seines Faches in der Verbandsliga Ost, musste beim Tabellendritten vorzeitig raus. „Vom Groben und Ganzen her weiß ich, dass meine Mannschaft mehr kann. Wir haben nicht unser bestes Spiel gemacht, auch nicht unser schlechtestes“, lautete das salomonische Urteil von Bohrmann. „Wir nehmen den Punkt mit, müssen uns aber steigern. Nächste Woche in Pönitz wollen wir eine Schippe drauflegen“, gibt es das Spitzenspiel beim Tabellenführer.

Volkan Töremen (Probsteier SG) mus mit einer Fußverletzung ausgewechselt werden. © 2026 Ismail Yesilyurt
Volkan Töremen (Probsteier SG) mus mit einer Fußverletzung ausgewechselt werden. © 2026 Ismail Yesilyurt

Musiol betonte die Vorbereitungsschwierigkeiten: „Wir hatten jetzt zwei Tests, konnten kaum regulär trainieren, vor allem nicht fußballspezifisch. Ein, zwei Dinge hätten wir besser machen können, aber ich bin zufrieden. Erstes Spiel und gegen Probstei ein Unentschieden zu holen, ist nicht selbstverständlich.“

Stimme zum Spiel

Thomas Bohrmann (Trainer Probsteier SG)

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